▶ Innenraum & Ausstattung
Bewegungsspielraum ist ausreichend mondän, der Sitzkomfort und Seitenhalt M-verdächtig
Damit haben wir den Grund bereitet und sind bereit, in den heißen Ofen einzusteigen. Dort werden wir vorne von den M Sportsitzen aufgenommen. Die kräftig zupackenden Sitze stellen wir elektrisch auf unsere Bedürfnisse ein. Für den Fahrersitze speichern wir die Einstellungen ab. Man weiß ja nicht, vielleicht dürfen wir wieder in die M3 Limousine zurückkehren – die Hoffnung stirbt zuletzt.
Auf ein großzügiges Platzangebot brauchen wir nicht zu hoffen: das ist bei der M3 Limousine in den Versandkosten inbegriffen; ebenso wie die integrierten Kopfstürzen, die Sitzheizung und die Lederausstattung “Merino”. Die ersten beiden Extras beziehen sich ausschließlich auf die Vordersitze. Hinten sitzen wir wie zu erwarten weniger fein und bequem.
Überraschend viel Stauraum und eine überzeugende Serien-Ausstattung
In puncto großzügiges Platzangebot müssen wir hier zwei Einschränkungen einschieben. Großzügig ist der Bewegungsspielraum im Fond nur für Fahrgäste, die nicht größer sind als 1,90 Meter. Bei dieser Größe sollten es hinten auch nicht mehr als zwei Passagiere sein – sonst wird es eng. Im Kofferraum wird es eng, wenn man mehr als 480 Liter einpacken will. Das gibt BMW als Maximum an.
Die C-Klasse AMG Limousine von Mercedes nimmt 455, der S5 Limousine von Audi 417 Liter mit. Der erste Schlagabtausch geht also an den M3. Bei der Serienausstattung gelingt dem BMW der nächste Schlag, u.a. mit der 3-Zonen-Klimaautomatik. Beim Anzeigen und Bediensystem gehen die Meinungen und Geschmäcker auseinander. Das OLED-Panoramadisplay des Audi S6 steht dem “BMW Curved Display” sicherlich in Nichts nach.
Brillanter Anzeigenverbund, voll vernetzt – aber nicht immer einfach zu bedienen
In puncto Bedienkomfort sind der Mercedes C-Klasse AMG und der Audi S5 aktuell besser aufgestellt als die BMW M3 Limousine. Die Digitalisierung wurde bei der Überarbeitung im BMW zwar auf den neuesten Stand gebracht: das hat jedoch Vor- und Nachteile. Ein klarer Vorteil sind die volldigitalen Anzeigen: das 12,3 Zoll Digitalinstrument und der beinahe 15 Zoll große Touchscreen. Das Upgrade der Software auf das BMW Operating System 8.5 und sein Bedienkonzept sind schwieriger einzuordnen.
Die Reaktionszeiten haben sich gefühlt verbessert; die Menüstruktur ist flacher geworden. Der Dreh-Drück-Steller auf der Mittelkonsole hat vor dem Update aber feinfühliger reagiert; das neue System ist eher auf die Touchbedienung ausgelegt. Die digitalen Direktwahltasten sind indes ein erster gelungener Schritt. Die Digitalisierung der Klimaautomatik-Bedienung empfinden wir eher als Rückschritt. An der Konnektivität gibt es bei BMW traditionell wenig zu bekritteln – das ist im M3 genauso.