▶ Innenraum & Ausstattung
Exzellenter Sitzkomfort, luxuriöses, aber wenig variables Platzangebot
An der Grundgestalt des Interieurs musste Volvo beim XC60 Plug-in-Hybrid ebenso wenig grundsätzlich rütteln. Ein Beispiel ist das Platzangebot. Es ist sowohl vorne wir im Fond vorzüglich. Konkret reicht es, um knapp zwei Meter großer Insassen zwanglos zu befördern. Der Komfort der vier Hauptsitze ist gleichermaßen tadellos. Bei den Vordersitzen lassen sich die Sitzhöhe und die Position der Lordosenstütze serienmäßig elektrisch adjustieren.
Vier Erwachsenen reisen im XC60 demnach selbst auf der Langstrecke hoch komfortabel. Die hohe Sitzposition erleichtert danach das Aussteigen. Dabei ist keine außergewöhnliche Flexibilität erforderlich. Ob das damit zusammenhängt, dass Volvos Mittelklasse-SUV selbst wenig flexibel ist? Wir vermissen in der Preisliste jedenfalls ein längs verschiebbare Rückbank; und einen Umklapp-Mechanismus, der vom Kofferraum aus aktiviert werden kann.
Geringer Stauraumverlust – glänzende Material- und Verarbeitungsqualität
Mehr Flexibilität wurde vor allem dem Kofferraum guttun. Er schwindet beim XC60 Plug-in-Hybrid auf 468 bis 1.528 Liter; im Modell mit dem Mild-Hybridantrieb sind es 483 bis 1.543. Verglichen mit dem des GLC Plug-in-Hybrid ist dieser Stauraumschwund jedoch vernachlässigbar. Der Mercedes packt als PHEV 470 bis 1.530 Liter ein; sonst sind es 620 bis 1.680. Der Grund für diesen Schwund ist beim Mercedes jedoch ein nachvollziehbarer.
Bevor wir ihn beleuchten, zieht es uns zurück ins Cockpit des Volvo. Denn der XC60 hat uns bei der Sitzprobe mit einer ausgesprochen stilvollen und hochklassigen Atmosphäre empfangen. Hat der Eindruck getäuscht? Nein. Das Interieur des XC60 ist aktuell das, was jenes des Audi Q5 über Jahre war: der Qualitätsmaßstab. Die Modellpflege hat den Standard weiter angehoben; z.B. in Form besonders hochwertiger Einlagen.
Navi mit mehr Power & höherer Auflösung – Bedienung mit weniger Hindernissen
Den größten Qualitätssprung hat der XC60 bei der 2025er-Überarbeitung jedoch digital vollzogen. Der zentrale Touchscreen ist jetzt von den flankierenden Ausströmern abgesetzt – damit liegt er ergonomisch günstiger. Außerdem löst das 11,2-Zoll-Display des serienmäßigen Infotainment-Navi-Ensembles die dargestellten Inhalte deutlich schärfer auf; die Pixel-Dichte wurde um gut 20 % erhöht.
Auch das Layout der Bedienung und der Menüs hat Volvo überarbeitet: graphisch wie ergonomisch ebenfalls zum Besseren. Die Software steuert nach wie vor “Android Automotive” bei; die Google-Dienste sind aber jetzt noch harmonischer integriert. Gefördert wird der geschmeidige Bedienfluss von der erhöhten Rechenleistung; der neue “Snapdragon”-Chip ist mehr als doppelt so stark wie der Vorgänger.
Wenn wir etwas bemängeln würden, wäre es die 2-Zonen-Klimaautomatik. Das neue Luftfiltersystem ist zweifellos ein Gewinn – in der Preisklasse des XC60 dürfte aber durchaus eine 3 oder 4-Zonen-Regelung verbaut sein. Sie fehlt in der Basisausstattung “Essential”; anders als z.B. die kabellose Smartphone-Ladestation mit ihrer höheren Ladeleistung.