Nissan Leaf 2016 im Test: Elektroauto mit Alltagsqualitäten

E-Autos sind bislang rar wie Sammlerstücke. Nur einer konnte diesem Schicksal weitgehend entrinnen: der Nissan Leaf. Er ist mit 200.000 verkauften Exemplaren der weltweit beliebteste Stromer. Die Japaner aber ruhen sich auf diesen Lorbeeren nicht aus, mit der jüngsten Modellpflege haben sie u.a. die Reichweite verbessert.

nissan_leaf_2016_ausen_hinten_dynamischSeit Mai 2016 gibt es Nissan Leaf – dank der staatlichen Kaufprämie und des zusätzlichen Herstellerrabatts – zudem um 5.000 Euro günstiger. Das klingt nach vielen guten Kaufargumenten. Ob diese den Praxistest bestehen, klärt unser Testbericht.

Zu Beginn wollen wir dabei so tun, als gäbe es kein Geld. Wir klammern also die Preis- und Wirtschaftlichkeitsfrage – einen entscheidenden Hemmschuhe der E-Mobilität – vorerst aus, damit wir uns den Alltagsqualitäten des Nissan Leaf unbelastet widmen können. Zu diesem Zweck müssen wir das Elektroauto jedoch in Bewegung setzen – und dafür braucht ein Stromer Strom.

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Der Nissan Leaf 2016 im Test

Tanken ist folglich angesagt, was beim E-Auto den Akku aufladen bedeutet. Das geht allerdings nicht so flott wie das Nachfüllen raffinierter Öle: Wie lange das dauert, das hängt von der verwendeten Ladetechnologie und von der Größe des Akkus ab.

Zwei Akku-Varianten, zwei unterschiedliche Reichweiten

Nissan offeriert seit der Modellpflege zwei unterschiedlich große Batterien: eine mit 24 und eine mit 30 kWh Kapazität. Nach Norm reicht deren Stromladung für 200 bzw. 250 Kilometer, wobei das im Alltag nicht zu erreichen ist – doch dazu später mehr.

Aufladen dauert zwischen 10 Stunden und 30 Minuten

nissan_leaf_2016_laden_technik_stromNoch sind wir beim Laden und das dauert über die normale 230-Volt-Haushaltssteckdose gut 10 Stunden für die 24- und knapp 13 Stunden für die 30-kWh-Batterie; oder anders gesagt: zu lange.

Installiert man für rund 1.000 Euro hingegen eine eigene Wandladestation (Wallbox), verkürzen sich die Ladezeiten auf 5 bzw. 7 Stunden, d.h. gut eine Nacht.

nissan_leaf_2016_technik_grafik_v2gDamit lässt sich arbeiten, insbesondere dann, wenn man den Leaf noch einen „Chademo“-Schnelllade-Anschluss gönnt. Der ist beim großen Lithium-Ionen-Akku und ab der „Acenta“-Ausstattung serienmäßig, in der Basisausstattung „Visia“ kostet er für die kleine Batterie 490 Euro Aufpreis. Dieser hat den großen Vorteil, dass man über ihn nicht nur laden, sondern auch einspeisen kann. Der Stromer wird so zum Stromspeicher (für die PV-Anlage auf dem eigenen Dach z.B.) und zum Stromlieferanten für die diversen Elektrogeräte im Haus, vom Laptop bis zum Kühlschrank.

nissan_leaf_2016_ausen_seite_dynamischSchön, mögen Sie sagen: Das Tanken des Nissan Leaf bietet neue Möglichkeiten. Trotzdem dauert es ewig, denn eigentlich sollten wir längst unterwegs sein. Sie haben recht, sagen wir: Aber es gibt so manchen Hoffnungsschimmer: Zum einen lässt sich der E-Nissan an einer Gleichstrom-Schnelladestationen in einer halben Stunde aufladen (zu 80%). Zwar ist diese E-Tankstellenart unter den knapp 6.000 öffentlichen Steckplätzen in Deutschland noch selten; ihr Ausbau wird jetzt aber gefördert, sodass ihre Anzahl schnell steigen wird. Und zum anderen?

Was lange lädt, wird endlich gut

nissan_leaf_2016_ausen_vorne_dynamischEs ist nun tatsächlich so weit: Wir fahren los! Dazu drücken wir das Bremspedal durch, um dem Bordcomputer zu signalisieren, dass wir bereit sind. Dann ziehen wir den Schaltknauf nach hinten (um vorwärts zu fahren) – und ab geht der Leaf: mit 109 PS und 254 Nm, die bereits bei der zartesten Berührung des Gaspedals anliegen. Entsprechend vehement tritt der Nissan an – eine Vehemenz, die auch nach dem zehnten Mal noch Spaß macht und die erst jenseits der 3.000 Touren etwas nachlässt.

3 Fahrmodi – großer Fahrspaß

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Die Akkus des Leaf sind im Fahrzeugboden verstaut

Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 erledigt der 1,5 Tonnen schwere E-Nissan trotzdem in guten 11,4 Sekunden. Damit ist er etwas langsamer als ein VW e-Golf 7, der auch aus der Kompaktklasse kommt aber mit 140 km/h der Spitzengeschwindigkeit des Japaners um 4 km/h hinterher hinkt. Fahren mit einem Elektroauto aber ist kein Wettrennen, das offenbart der Blick auf die Akkustands-Anzeige, die bei Vollgas bedrohlich rasch zurückgeht. Im Eco-Modus, in dem der Leaf gerade so viel Energie nutzt, um nicht langsamer zu werden, wendet sich das Blatt: der Akkustands-Schwund verlangsamt sich. Aber auch im Normal-Modusschaffen wir im Test bei halbwegs normaler Fahrweise rund 150 Kilometer mit dem 24-kWh-Akku; und knapp 200 mit der 30 kWh-Batterie (viel bergauf sollte es dabei aber nicht gehen).

Der berühmte VW e-Golf hat deswegen das Nachsehen: der Leaf kommt entweder gleich weit und kostet 5.000 Euro weniger; oder er fährt 50 Kilometer weiter und kostet ähnlich viel.

Der Nissan Leaf Preis & die Zahlenspiele

nissan_leaf_2016_innen_cockpit_naviDas gilt wohlgemerkt für den Fall, dass man beim Leaf die Batterie gleich mit kauft. Nissan vermietet den Akku aber auch ab 79 Euro pro Monat (Laufzeit 3 Jahre und 12.500 Laufleistung), wodurch der Stromer in der Anschaffung um fast 6.000 Euro günstiger wird; außerdem haftet bei Batterie-Problemen der Hersteller. Damit sind wir nun unversehens bei den Zahlenspielen angelangt. Bei diesen wollen wir zunächst noch vermerken, dass der Nissan mit 370 Litern etwas mehr Basisstauraum bietet als der e-Golf (341 Liter), ähnlich üppig ausgestattet ist wie dieser, und nur in puncto Einrichtungsqualität nicht ganz an den Wolfsburger-Standard heranreicht.

Nissan Leaf ist günstiger als e-Golf

Dafür – wir haben es bereits angedeutet – ist der Leaf um einiges günstiger als der e-Golf. Bezieht man indessen nicht nur den Kaufpreis, sondern auch den Wertverlust und die Versicherungs-, Steuer- bzw. Wartungskosten ein, kommen die beiden auf vergleichbare Kilometerkosten (Nissan Leaf acenta mit 54,7€/km; VW e-Golf 7 mit 54,1€/km).

Verbrenner aber weiterhin günstiger

nissan_leaf_2016_ausen_hinten_dynamisch_autobahnAuch beim Vergleich mit ähnlich starken, aber per Verbrenner angetriebenen Geschwistermodellen schlagen sich die beiden ähnlich mäßig. Letztere kommen nämlich nach wie vor um Einiges günstiger (gut 10%, denn ein VW Golf 1.2 TSI (Benziner) BMT Trendline DSG kostet 48,6€/km). Sehr leise und lokal emissionsfrei ist hingegen nur der Elektro-Leaf bzw. der e-Golf unterwegs. Und wer an dieser Fortbewegungsart einmal Gefallen gefunden hat, der kommt von ihr nicht so leicht los. Zum Beispiel hat es schon was, die Vorzüge im Stadtverkehr auszukosten und auf der Busspur seelenruhig an der Kolonne der qualmenden und stehenden Verbrenner vorbei zu surren.

Technische Daten des Nissan Leaf:
PS-Anzahl: min. 109 PS max. 109 PS
kW-Anzahl: min. 80 kW max. 80 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: elektrisch
Elektrische Reichweite: bis zu 250 km
Energieverbrauch: 15,0 kWh/100km
Verbrauch (kombiniert): min. 0 l/100km max. 0 l/100km
CO2-Emission: min. 0 g/km max. 0 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. A+
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 23.365 Euro
Link zum Konfigurator: Hier den Nissan Leaf konfigurieren

Fazit zum Elektro-Japaner

Der Nissan Leaf ist nicht umsonst das beliebteste Elektroauto. Er kommt dem Ziel eines alltagstauglichen Stromers bislang am nächsten: vor allem in puncto Reichweite und Preis. Bei MeinAuto.de gibt es den Nissan Leaf – in der Basisausstattung und mit gemietetem 24-kWh-Akku – schon ab 19.017 Euro, das ist 21,3% bzw. fast 5.000 Euro günstiger als gelistet. Davon wird dann noch die von Nissan aufgestockte Kaufprämie von 5.000 Euro abgezogen. (nau)

Nissan Leaf Neuwagen über MeinAuto.de konfigurierenIn unserem Autohaus finden Sie aber noch weitere Neuwagen mit alternativen Antrieben, darunter E-Autos wie den VW e-Golf 7 ab 19.017 Euro und 21,3% und den Renault Zoe ab 18.595 Euro und 16,5% Neuwagen Rabatt (auf beide gibt es jetzt eine 4.000 Euro Kaufprämie); oder einen Hybrid wie den BMW 2er Active Tourer Plug-in-Hybrid ab 33.583 Euro, also 14,5% (minus 3.000 Euro E-Rabatt). Bei MeinAuto.de stehen Ihnen darüber hinaus mehrere Möglichkeiten der günstigen Auto Finanzierung offen, z.B. unser besonders attraktives Auto Leasing.



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