Mercedes V-Klasse im Test (2019): Edel-Großraumvan mit mehr Luxus und mehr Power

Die Mercedes V-Klasse ist unter den Großraumlimousinen der einzige echte Konkurrent des VW Multivan. Während sich der VW Bus – zumindest in den Einstiegsmodellen – eher volkstümlich gibt, ist der Van aus Stuttgart sichtlich edler Abstammung. Die seit März 2019 bestellbare, geliftete V-Klasse legt weiter an Klasse zu. Wie und wo, inspizieren wir im Test.

Inhalte des Testberichts zum Mercedes V-Klasse:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

V-Klasse 2019 – gepflegte Kontinuität in Struktur und Form

mercedes-v-klasse-aussen-vorneModellpflegern erfolgreicher Fahrzeuge stellt sich immer wieder dieselbe Frage: Weshalb groß verändern, was sich bewährt hat? Im konkreten Fall der 2015 eingeführten V-Klasse II zeigt sich der Erfolg an gut 200.000 verkauften Exemplaren. Die von der Stuttgarter Pflegemannschaft gefundene Antwort lässt sich an der Grundstruktur und der Optik des  Großvans ablesen. Kontinuität statt krampfhafter Erneuerung. Sowohl das Design wie der Aufbau der V-Klasse bleiben im Kern unangetastet: Der Benz nimmt weiter fünf bis acht Personen mit und packt deren wichtigste Habseligkeiten in drei Längen und zwei Radständen ein. Die Fahrzeuglänge bewegt sich wieder zwischen 4,9 und 5,37 Metern (kompakt bis extralang); der Achsabstand beträgt entweder 320 – oder in der extralangen V-Klasse – 343 Zentimeter. Der modellgepflegte Kleinbus übernimmt vom Vorgänger auch das Stauraumvolumen. Je nach Länge fasst der Kofferraum 610, 1.030 oder 1.410 Liter – wohlgemerkt bei voller Sitzbelegung. Über 4.600 Liter werden es, wenn die Sitzmöbel vorübergehend ausziehen. Die mögliche Zuladung liegt bei knapp einer Tonne.

mercedes-v-klasse-aussen-hintenMit diesen für Familien und Abenteurer bekannt erfreulichen Nachrichten wenden wir uns dem Wandel zu. Besonders dezent fällt er beim Design aus. Mercedes hat die Palette der Lackfarben erweitert – etwa um die Töne “Stahlblau” oder “Selenitgraumetallic”; und das Design der Felgen modernisiert. Außerdem trägt der vordere Stoßfänger mit seinem durchgehenden Lufteinlass breiter auf; der Kühlergrill umfasst den zentralen Stern ab sofort mit einem Wabenmuster. Innen sieht es für den Betrachter zunächst nach einer ähnlich dezenten Überarbeitung aus. Das Design wurde leicht gestrafft, einzelne Elemente wie das Ziffernblatt neu gezeichnet – der Gesamteindruck ist aber so wie beim Vorgängermodell. Die Individualisierungs-Optionen indessen sind mehr geworden, weil Mercedes das Arsenal der Lederbezüge und Zierelemente erweitert hat; in der beliebten “Avantgarde”-Ausstattung sind  “Lugano”-Ledersitze und Zierelemente in Doppelstreifen-Optik Serie. Die größte Veränderung im Inneren spielt sich auf Wunsch im Fond ab. Für die erste hintere Reihe offerieren die Stuttgarter erstmals Luxussitze mit Liege- bzw. Massagefunktion und Sitzklimatisierung. Die Sitze sind ein Gedicht, der Aufpreis ist allerdings heftig: mit 6.500 Euro (ohne MwSt.) lässt sich Mercedes diesen Luxus bezahlen.

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Dieselmotoren: Leistung steigt – Hubraum, Verbrauch & Geräuschpegel sinkt

mercedes-v-klasse-aussen-vorne-2Neben diesem Promi-Neuzugang gibt es in der neuen V-Klasse auch einen prominenten Abwesenden: das neue MBUX-Infotainment und den mit ihm verbandelten smarten Sprachassistenten “Hey Mercedes”. Dass der Großraumlimousine innen deshalb etwas fehlt, könnten wir dennoch nicht behaupten. Unser Testmodell “Avantgarde Edition” ist allerdings mit dem umfangreicheren “Audio 20 CD”-Infotainment samt Touchpad, “Burmeister Surround-Sound-” sowie “Comand Online”-System ausgestattet. Ebenfalls fix an Bord sind in dieser Ausstattung eine Klimaautomatik fürs Cockpit und fürs Fond, eine zweite praktische Schiebetür – und das nicht minder praktische Schienensystem für die Fond-Bestuhlung. Es erlaubt es uns, die Sitzkonfiguration nahezu narrenfrei variabel zu verändern. Das V im Namen trägt die V-Klasse also nicht zu unrecht. Apropos recht. Trotz des großen Anklangs: Das bisherigen Motorenangebot war den Kunden noch nicht zu hundert Prozent recht. Mercedes hat die Wünsche der Kunden erhört und mit der Modellpflege ein nagelneues Diesel-Trio ins Regal eingepflegt. Der neue Zweiliter-Vierzylinder-Turbodiesel tritt die Nachfolge des 2,1-Liter-Selbstzünders an. Da mehr Leistung auf der Kundenwunschliste ganz oben stand, dürften die Kunden erfreut feststellen, dass in der neuen V-Klasse ein Diesel mit viel, mehr und sehr viel Leistung anschiebt.

mercedes-v-klasse-innen-hintenDen Basismotor gibt der 163 PS und 380 Nm starke 220 d, der zum Marktstart fix mit der neuen 9G-Tronic-Automatik – und optional mit dem 4Matic-Allradantrieb ausgeliefert wird (Kraftstoffverbrauch Heck-/Allradantrieb: 6,2/6,9 Liter auf 100 km, 162/184 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A/B). Das für diesen Motor in Zukunft serienmäßige Sechsgang-Getriebe wird Mercedes ab der Jahresmitte nachreichen. Schon jetzt bestellbar sind hingegen die beiden anderen Selbstzünder, die immer mit der besagten Automatik; und optional mit Heck- oder Allradantrieb zusammenarbeiten. Um sie beim Namen zu nennen: der 250 d mit 190 PS und 440 Nm (Kraftstoffverbrauch Heck-/Allradantrieb: 6,1/6,7 Liter auf 100 km, 161/179 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A/B); sowie der 300 d mit 239 PS und 500 Nm (Kraftstoffverbrauch Heck-/Allradantrieb: 6,1/6,7 Liter auf 100 km, 161/179 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A/B). Insbesondere der letztgenannte Motor wird Leistungsfetischisten entzücken: denn er beschleunigt die Großraumlimousine in unter acht Sekunden von 0 auf 100 km/h.

V-Klasse: neue Assistenten & E-Antrieb im Anmarsch

mercedes-v-klasse-innen-vorneDie Dieselmotoren des gepflegten Mercedes-Kleinbusses haben indes auch für die Freunde von Effizienz, Sauberkeit und Laufruhe einige Gustostücke zu bieten. So laufen die Stahlkolben des Alu-Motors verlustarm in nanobeschichteten Laufbahnen. Gemeinsam mit einem speziellen Brennverfahren drücken sie den Verbrauch um über zehn Prozent bzw. gut einen halben Liter. Die Abgase reinigt Mercedes gleich mehrfach: mit Hilfe eines Oxidationsfilters (Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe) und zweier SCR-Katalysatoren (Stickoxide). Für die nächsten Schritte der Abgasnorm-Verschärfung sind die Diesel ebenfalls gerüstet – aktuell genügen sie der Abgasnorm Euro 6d-temp. Der Rest der Modellpflege-Maßnahmen ist den Themen Sicherheit und Fahrerassistenz vorbehalten.

mercedes-v-klasse-aussen-hinten-21Neu im Sortiment ist der Fernlicht-Assistent Plus. Er sorgt auf Wunsch sowohl bei aufgeblendetem wie abgeblendetem Fernlicht für eine bessere Ausleuchtung der Fahrbahn (u.a. mit dem automatischen Teilfernlicht). Der neue aktive Bremsassistent – in unserem “Avantgarde Edition”-Modell Serie – seinerseits hilft, Kollisionen zu verhindern: anfangs mit einem schlichten Warnton. Bleibt eine Reaktion aus, greift er aktiv ins Lenk- und Bremsverhalten ein; in der Stadt reagiert er auch auf Fußgänger. Die anderen Assistenten sind vom Vorgängermodell bekannt. Das heißt aber nicht, dass sie weniger hilfreiche wären. Der Seitenwind-Assistent erweist sich etwa bei kräftigem Wind als echter Segen; die V-Klasse ist mit einer Höhe von knapp 1,9 Metern nämlich recht anfällige für Böen. Der aktive Parkassistent leistet beim Einparken des langen Mercedes gleichfalls wertvolle Dienste.

Technische Daten des Mercedes V-Klasse

PS-Anzahl: min. 163 PS max. 239 PS
kW-Anzahl: min. 120 kW max. 176 kW
Antriebsart: Heckantrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 5,9 l/100km max 6,2 l/100km
CO2-Emission: min. 155 g/km max. 164 g/km
Effizienzklasse: min. A max. A
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 48.944,70 Euro
Stand der Daten: 24.06.2019

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum Mercedes V-Klasse Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Die modellgepflegte Mercedes V-Klasse gibt sich optisch nur zaghaft zu erkennen. Die entscheidenden Neuerungen verbergen sich unter dem Blech. So hat Mercedes die gesamte  Dieselriege gegen sparsamere und leistungsstärkere Selbstzünder ausgetauscht; eine rein elektrisch betriebene Variante ist im Studien-Stadium. Ein Upgrade für die Assistenzsysteme rundet die Überarbeitung ab. Bei MeinAuto.de bietet die neue V-Klasse der Familie zu Raten ab 526 Euro bzw. ab 40.031 Euro und 1,5% Rabatt Heim und Komfort.

 

4 von 5 Punkten



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