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Dacia Spring Electric im Test : Wie gut ist Dacias City-Elektro-SUV?

Kein Hersteller verkauft seine Neuwagen so günstig wie die Renault-Tochter Dacia. Bisher waren vor allem konventionell angetriebene Autos im Angebot; alternative Antriebe beschränkten sich auf alternative Kraftstoffe wie flüssiges Autogas (LPG bzw. bei Dacia Eco-G). Mit dem 3,73 Meter großen Mini-SUV Spring Electric lanciert Dacia jetzt sein erstes E-Auto. Der Preis ist unschlagbar günstig. Wie die Qualität ausfällt, klären wir im Test.

Alles auf einen Klick

    1. Technische Daten
    2. Konkurrenzmodelle
    3. Fazit mit Sternebewertung

© Dacia

Nicht nur der Endpreis von unter 11.000 Euro ist einzigartig

Jetzt steht es also in natura vor uns, Dacias erstes Elektroauto – und der erste Eindruck überrascht. Der Spring Electric sieht unerwartet flott, elegant, ja modern aus. Gut, neben einem Dokker oder Duster ist leicht gut aussehen, mögen Skeptiker sagen. Aber: Der Dacia Spring muss den Stilvergleich mit anderen Mini-SUVs ebenfalls nicht scheuen: weder mit einem Seat Arona noch mit einem Nissan Juke. Im Grunde gibt es auf dem Markt indessen derzeit kein Modell, mit dem der Dacia Spring direkt in Konkurrenz stünde. Das einzige echte SUV in seiner Kragenweite ist der 3,7 Meter kleine Suzuki Ignis; doch der ist bestenfalls mild-hybrid elektrifiziert.

Die wenigen echten Stromer in der Größe des Spring sind keine SUVs: weder der Mini Cooper SE noch der Fiat 500e oder der Smart EQ forfour. Die meisten keinen Crossover wiederum sind deutlich größer – und nur mit Hybrid-Motoren bestückt. Der Ford Puma nutzt optional z.B. ein Mild-Hybrid-System; der Renault Captur und der Jeep Renegade laufen als Plug-in-Hybrid-Modelle. Das “nächste” batterieelektrische SUV ist der Opel Mokka-e mit 4,15 Metern; gefolgt vom 4,17 Meter langen Hyundai Kona Elektro. Anders gesagt: Der Dacia Spring Electric ist derzeit praktisch konkurrenzlos.

Bezahlbarer Einstieg in die E-Mobilität

Doch ist er deshalb auch gut? Sicher ist, für ein Elektroauto ist er mit 21,90 Euro vergleichsweise günstig. Vom Listenpreis können wir aktuell den Umweltbonus in Höhe von 9.570 Euro abziehen – Dacia legt auf die 6.000 Euro Bundesförderung noch 3.570 Euro darauf. Damit kostet das Mini-E-SUV real derzeit keine 11.000 Euro: so lässt sich der Einstieg in die E-Mobilität bezahlen. Fest steht aber auch, dass der Dacia Spring keine Quelle höchster Fahrfreuden ist.

Der Permanentmagnet-Synchronmotor kommt auf eine maximale Leistung von 33 kW, sprich 44 PS, und 125 Nm; im “Eco Mode” sind es 23 kW bzw. 31 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 13,9 kWh auf 100 km, 0 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+). Das klingt nach nichts, doch das 3,73 Meter kleine SUV wiegt keine 1.000 Kilo – 970 Kilo sind es leer. Deshalb kommt der Springt gerade im alltäglichen Stadtverkehr ausreichend flott in die Gänge. Von 0 auf 50 km/h beschleunigt er in knapp weniger als sechs Sekunden: das ist ausreichend dynamisch. Der neue Fiat 500e tritt allerdings fast doppelt so schnell an.

© Dacia

Niedriger Verbrauch – mit real ca. 200 Kilometern ausreichend Ausdauer

Wer mit dem Dacia Spring deutlich schneller als 50 km/h fahren will, braucht dann schon mehr Geduld. Bis aus dem Stand Tempo 100 erreicht ist, vergehen über 19 Sekunden: das kann sich ziehen. Im “Eco”-Modus ist hier auch bereits Schluss; im Standard-Modus regelt die Maschine bei 125 km/h ab. Diese Zurückhaltung hat gute Gründe; und ihre Vorteile. Dacia setzt auf einen vergleichsweise kleinen und damit leichten wie günstigen Akku: Er wiegt keine 200 Kilogramm und speichert knapp 27 kWh. Unter diesen Voraussetzungen ist ein geringer Stromverbrauch entscheidend, um eine passable Ausdauer erreichen zu können – und einen geringen Verbrauch, den hat der Dacia Spring.

Nach der WLTP-Norm verbraucht er auf 100 Kilometer nur 13,9 kWh – viele E-SUVs verstromen fast doppelt so viel. Dieselbe Norm kommt auf eine Reichweite von 230 Kilometer. Im Test schaffen wir im Mittel um die 200 – im reinen Stadteinsatz bis zu 250 Kilometer. Für Stadtauto ist dieser Aktionsradius groß genug: oft hält eine Akkufüllung eine Woche vor. Beim Nachladen gehört der Spring eher zur gemächlichen als zur sprunghaften Sorte. Mit einer Wechselstrom-Schnellladevorrichtung (Wallbox) lässt er sich zu Hause in knapp fünf Stunden laden; an einer öffentlichen Gleichstromladesäule mit maximal 30kW in knapp einer Stunde. Dieses Ladetempo schafft der Anschluss – er verbirgt sich vorne unter dem Logo – aber erst, wenn 600 Euro extra auf den Tisch geblättert werden.

Überraschend viel Volumen

Bei dem Preis des Dacia Spring kann man sich solche Kleinigkeiten aber leisten. Doch setzt sich das so fort – oder ist das kleine SUV schon ab Werk vernünftig ausgestattet? Die kurze Antwort. Sowohl die Qualität der Ausstattung wie ihr Umfang lassen uns im Test abwechselnd überrascht und enttäuscht den Kopf schütteln. Eine positive Überraschung ist das Platzangebot für Fahrer und Co-Pilot. Bei einem Radstand von 2,42 und einer Breite von 1,77 Metern – wohlgemerkt mit Außenspiegeln, ohne sind es 162 Zentimeter – haben wir klaustrophobische Zustände erwartet. Vorne kann davon selbst mit über 1,80 Metern keine Rede sein. Gestört hat uns aber, dass sich weder der Fahrersitz in der Höhe noch das Lenkrad in der Länge einstellen lassen.

Überraschend viel Volumen offeriert auch der Kofferraum des Spring. Namentlich 270 bis 1.100 Liter. Da er mindestens 95 Zentimeter breit ist, lässt sich sogar ein Kinderwagen unterbringen. Die Zuladung ist mit maximal 255 Kilo freilich etwas schmal – aber nichts im Vergleich zum schmalen Platzangebot auf der Rückbank. Es fällt so spärlich aus, dass bereits junge Teenager in Bedrängnis kommen können.

© Dacia

Großes, optional gut ausgestattetes Cockpit – kläglicher Komfort

Bei der Bewertung des Komforts verändert sich unser Eindruck vom Dacia Spring urplötzlich: das Erstaunen weicht einer Enttäuschung. Die konturlosen Sitze bieten kaum Komfort – und noch weniger Halt. Im Vergleich mit dem Federungskomfort freilich ist der Komfort der Sitze noch eine Wohltat. Beim Fahrwerk scheint Dacia vieles vergessen zu haben, was man beim Sandero und Co in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt hat. Direkt ist keine Tugend für Dämpfer und Federn, sondern für die Lenkung.

Im Test könnten wir oft jeden Pflasterstein spüren – und hören. Eine Geräuschdämmung, die diesen Namen verdient, fehlt Großteils. Überland reagiert der Dacia Spring zudem allergisch auf Windböen und selbst auf langgezogene Kurven. Für Parklücken, enge Baustellen und schmale Gassen ist das E-SUV hingegen wie gemacht – auch dank seines nur 9,5 Meter großen Wendekreises. Dieses Wechselbad der Gefühle und Eindrücke setzt sich munter fort. Innen breitet Dacia im Spring eine eintönige Hartplastik-Landschaft vor uns aus, die fehlende elektrische Handbremse passt perfekt ins Bild.

Großzügige Unterhaltungs- und Assistenz-Ausstattung

Der nächste Schnappschuss kippt das Stimmungsbild wieder ins Gegenteil. Das Mini-SUV bietet innen viele praktische Ablagen mit einem Volumen von rund zwanzig Litern. Bei der Unterhaltungs- und Assistenz-Ausstattung zeigt sich der Spring gleichfalls unerwartet großzügig. Hinter dem Lenkrad erblicken wir eine übersichtliche Instrumententafel mit einem kleine Zentraldisplay. Es serviert uns – einfach ablesbar – alle Schlüsselinformation des Stromers: von der Reichweite bis zur verbleibenden Ladezeit.

In der höheren Ausstattung “Comfort Plus” – 1.300 Euro teurer als die Basisausstattung – verbaut Dacia zudem das “Media-Nav Evolution”-Navigationssystem: mit 7-Zoll-Touchscreen, DAB-Radio und einer Smartphone-Integration. Das Navi erleichtert u.a. das Finden der nächsten freien Ladestation. Die Renault-Technik bewährt sich auch im Bereich Sicherheit und Assistenz. Der “eCall”-Notfallruf ist ebenso Serie wie ein Notbremsassistent (radarbasiert ab 30 km/h), eine Berganfahrhilfe und sechs Airbags. Bei einem Dacia kann da schon fast von einer großen Armada sprechen.

Technische Daten des Dacia Spring Electric

PS-Anzahl: min. 45 PS max. 45 PS
kW-Anzahl: min. 33 kW max. 33 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: Elektro
Verbrauch (kombiniert): min. 13,9 kWh/100 km max. 13,9 kWh/100 km
Effizienzklasse: min. A+ max. A+
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 21,90 Euro
Stand der Daten: 16.12.2021

Konkurrenzmodelle

In unserem Autohaus stehen neben dem Dacia noch rund 400 weitere, frei konfigurierbare Neuwagen zur Auswahl, darunter so manches SUV mit batterieelektrischem Antrieb. Drei Beispiele: der DS3 Crossback E-Tense ab 33.805 Euro und 17 %, der Opel Mokka-e ab 27.990 Euro und 20 %; oder der Peugeot e-2008 ab 30.124 Euro und 17 % Neuwagen Rabatt. Bei uns lohnt sich aber nicht nur die Barzahlung, sondern auch eine Finanzierung – zum Beispiel unser AutoLeasing ab 1,9 % und 0 Euro Anzahlung.

Fazit zum Dacia Spring Electric Test

MeinAuto-Redaktion |
Mit dem Spring Electric springt Dacia ins Frischwasser der Elektromobilität. Im Gepäck hat das 3,7 Meter kurze Mini-SUV typische Dacia-Tugenden: einen unschlagbar günstigen Preis sowie vorne und im Kofferraum großzügige Platzverhältnisse. Überraschend gut ist – teils aber erst optional – die Ausstattung – überraschend schlecht der Sitz- und Federungskomfort. Bei MeinAuto.de kaufen Sie das neue E-SUV von Dacia schon ab 17.365 Euro und 18% Rabatt bzw. 3.800 Euro unter dem Listenpreis (exklusive staatliche E-Auto-Förderung).

    
4 von 5 Punkten

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