▶ Innenraum & Ausstattung
Die Luft bliebt beim Test mit dem Porsche 911 Targa ein Dauerthema. Die meiste Zeit ist das Thema unterhaltsam und erquicklich. Nur rund um Tempo 100 kann die Luft im Innenraum deutlich hörbar zu wabern beginnen. Abhilfe schafft entweder das Herunterlassen der Fenster; oder das Aufstellen des Windschotts. Bei letzterem ist Handarbeit gefragt. Sonst ist im Targa 4 GTS immer die Elektrik am Werk.
Das betrifft auch die 4-fache Sitzeinstellung der Serien-Sportsitze. Sie sitzen sich zwar gut und straff; wir hätten im Topmodell aber eine der Top-Sitzvarianten erwartet. Beheizbar sind die Sitze serienmäßig, zumindest die zwei im Cockpit. Dass es im Fond zwei weitere Sitzplätze gibt, erwähnen wir nur fürs junge Publikum. Erwachsen können die Fondsitze getrost ignorieren: sie bieten zu wenig Platz.
Einrichtung & Ausstattung sind immer sportlich luxuriös, die Sitze erst gegen Aufpreis
Die Frage, ob 135 bis 163 Liter Stauraumvolumen genügen, stellt sich nicht. Mehr gibt es nicht: weder im 911 Cabriolet noch in einem Mazda MX-5 Roadster. Die zwei sind eben keine Familienautos, sondern offene Sportwagen. Wie Luxus-Sportwagen eingerichtet ist nur der Porsche. Die 2-Zonen-Klimaautomatik ist beim 911 Targa GTS wie in allen anderen Varianten gesetzt; das Cockpit ist aber im “GTS”-Stil ausgestaltet. Zum ihm gehören bspw.: das GT-Sportlenkrad sowie “Race-Tex”-Sitzbezüge.
Auch die Türen, das Armaturenbrett und die Armablagen sind mit diesem Stoff veredelt. Cabon-Einleger und zwei Kontrastfarben setzen weitere elegante Akzente. Einen weiteren, bisher ungekannten Akzent setzt im 992.2 das digitale Kombiinstrument. Das 12,6 Zoll großen Curved-Display hinter dem Lenkrad offeriert zahlreiche Anzeige-Optionen; u.a. auch eine 3D-Navikartenansicht.
Das Kombiinstrument ist digital – Bedienung & Vernetzung sind einfacher
Das Digitalinstrument des 911 Targa ist ein fixer Bestandteil des Bedien- und Anzeigensystems; das ganz auf den Fahrer ausgerichtet ist. Ergänzt wird es rechter Hand vom 10,9 Zoll großen Full-HD-Touchscreen. Über ihn laufen vornehmlich die Detaileinstellungen. Die häufigsten Funktionen sind direkt über das Lenkrad erreichbar; oder über Schnell-Wahltasten bzw. Drehregler auf der Mittelkonsole. Auf ihr finden wir auch den Gangwahlhebel und eine induktive Ladeschale mit 15 Watt Leistung.
Zum Touchscreen gehört nach wie vor ein Online-Navigationssystem. Bei ihm hat Porsche an der Konnektivität gefeilt. Am PCM kann man sich jetzt einfach per QR-Code anmelden. IPhones sind über “Apple Carplay” außerdem direkter ins System eingebunden. Die Inhalte des Smartphones können z.B. auf dem Digitalinstrument angezeigt werden. Der “Siri”-Sprachassistent ist ebenfalls verfügbar.