▶ Innenraum & Ausstattung
Das unverwechselbare Heck erzeugt selbst in der optionalen dritten Reihe großzügige Platzverhältnisse
Aber. Der Ursprung der unverwechselbaren Erscheinung ist und bleibt das Heck. Von ihm aus wurde das Design entwickelt: mit dem Hauptziel, neben der Form auch den Inhalt zu optimieren. Hyundai bezeichnet das Platzangebot des Santa Fe Hybrid als herausragend – und bestückt es wahlweise mit 5, 6 oder 7 Sitzen. Die einzige Einschränkung, die Hyundai diesbezüglich vorgibt, ist: der 6-Sitzer bleibt auf die Topausstattung ʺBlackline" beschränkt.
Als 5- und 7-Sitzer rollt der Santa Fe Hybrid auch in der Basisausstattung ʺSignature" aus dem Werk. Sie wird ihrem Namen gerecht und ist ausgezeichnet sortiert. Doch ist das Platzangebot wirklich so überragend wie Hyundai postuliert? Der Lackmustest für ein 6- oder 7-sitziges SUV ist das Platzangebot in der hintersten Reihe. Die Sitze in der dritten Reihe meist nur für Kinder oder noch kleingewachsene Jugendliche – selbst bei 5-Meter-SUVs wie dem Volvo EX90.
Beim Santa Fe Hybrid ist das anders. Sein Heck sieht nicht nur aus wie das eines Kleinbusses – es bietet auch beinahe so viel Platz. Anders gesagt. Im Hyundai sitzen wir ganz hinten auch mit gut 1,80 Metern noch bequem; in einem Renault Espace oder einem Skoda Kodiaq wäre das unmöglich.
Mit hohem Sitzkomfort, feiner Einrichtung & großem Kofferraum
In der zweiten Reihe des Santa Fe Hybrid reicht der Bewegungsspielraum locker für eine Größe von 1,95 Meter; vorne für gut 1,90. Diese ausgedehnte Freiheit ist ein Fundament des ausgezeichneten Sitzkomforts; zwei weitere sind die hohe Sitzposition und die großen Fensterflächen. Ausgebaut wird der Komfort vorne serienmäßig: durch eine Sitzbelüftung sowie Sitzheizung, eine Lederpolsterung und eine elektrische Sitzeinstellung.
In der Ausstattung ʺBlackline" erhalten die Vordersitze zudem eine Relax-Funktion samt angenehmer Beinauflagen. Die optionalen, längs verschiebbaren Einzelsitz dahinter sind hier ebenfalls als Relax-Sitze samt Armlehnen ausgeführt. Die Sitzheizung ist in Reihe zwei Serie; ebenso wie die elektrische Klappfunktion. Die Elektronik braucht zum Umklappen allerdings länger als die manuell bediente Mechanik in der dritten Reihe.
Im Endeffekt wächst der Stauraum beim 5-Sitzer durch das Umklappen von 711 auf 2.032 Liter; und bei den Modellen mit 6 bzw. 7 Sitzen von 620 auf 1.949 Liter. Kann der Hyundai damit aufzeigen oder einpacken? Der 15 Zentimeter kürzere, fünfsitzige Honda CR-V packt weniger, konkret 587 bis 1.684 Liter Gepäck, ein. Der 4,75 Meter lange Renault Espace nimmt 692 bis 2.224 Liter auf. Alle drei haben mit einer hohen Ladekante ein typisches SUV-Übel im Gepäck.
Der digitale Schlüssel und das Online-Navi sind Serien – ebenso wie eine vorbildlich gestaltete Bedienung
Allein der Hyundai Santa Fe Hybrid aber kann mit einer Kleinbus-artigen und dementsprechend praktischen Heckklappe dienen; sie öffnet schon in der Serienausstattung ʺSignature" elektrisch. Im Bereich der Elektronik ist das Basismodell ebenfalls wohl sortiert. Geöffnet wird der Santa Fe mit einem digitalen Schlüssel, i.e. mit dem Smartphone. Das laden wir kabellos auf der großen Mittelkonsole; und integrieren es wireless ins Online-Navigationssystem.
Das Navi bedienen wir ohne langes Grübeln über einen 12,3 Zoll großen Touchscreen. Mit dem gleichgroßen Digitalinstrument, das sich nahtlos an den Touchscreen anschließt, formt er das Panoramadisplay. Das Head-up-Display erweist sich im Test als nützliche Ergänzung. Es lässt sich als Teil des ʺTechnik"-Pakets; oder über die ʺBlackline" ergänzen.
Die Topausstattung umfasst ferner eine Nappaleder-Ausstattung, eine zweite induktive Handy-Ablage; und einen digitalen Innenspiegel. Die 2-Zonen-Klimaautomatik des Basismodells bleibt allerdings unangetastet; eine 3-Zonen-Variante gibt es nicht. Dafür spendiert Hyundai der dritten Reihe ab Werk eine eigene Klimaautomatik; und der Bedienung vorne handliche Drehregler bzw. Tasten.