▶ Innenraum & Ausstattung
Stattliche Maße und ein vorzügliches Platzangebot
Die Luft hat beim A6 Limousine e-hybrid jedoch auch reichlich Zeit und Strecke, um sich zu beruhigen. Die Stufenhecklimousine ist in der aktuellen Generation sieben Zentimeter gewachsen: auf eine Länge von 5,0 Meter. Breit ist der Audi 1,88, hoch 1,45 Meter – die Achsen stehen 2,92 Meter auseinander. Diese Zahlen versprechen ein großzügiges, womöglich sogar vorzügliches Platzangebot.
Genau das finden wir bei unserer Sitzprobe vor. Selbst mit einer Größe von gut 1,90 Metern läuft man auf keinem der fünf Sitzplätze Gefahr, in die Enge getrieben zu werden. Dass wir in der 5er Limousine von BMW und der E-Klasse Limousine von Mercedes noch etwas mehr Freiraum genießen, nehmen angesichts dessen mit einem lockeren Achselzucken hin.
Geizt mit Stauraum, aber nicht mit Extras
Das kleine Kofferraumvolumen können wir hingegen nicht so ohne Weiteres hinnehmen. Bereits die konventionell angetriebene A6 Limousine weist im Vergleich mit der Vorgänger-Generation einen Stauraumverlust auf. Statt 530 sind es 492 Liter. Bei den Mild-Hybrid-Antrieben bleibt ein Volumen von 452 Litern übrig; bei der A6 Limousine e-hybrid sind es weniger als 400 Liter. Der Kofferraum des VW Golf ist praktisch gleichgroß.
Dass ist für eine Premium-Limousine der oberen Mittelklasse kein Ruhmesblatt: man mag es drehen und wenden wie man will. Bei der Stufenheck-Limousine ist es aber leichter zu verkraften als beim Kombi. Das ist u.a. auch einer zweiten Einschränkung geschuldet. Die A6 Limousine hat nach wie vor einen kleinen Kofferraumdeckel. Beim A5 und der A6 e-tron lüften die Limousinen ihr Stauraumvolumen mittels einer Heckklappe.
Bestechendes OLED-Panoramadisplay, flotte Software, eingängiges Bedienkonzept
Die A6 Limousine e-hybrid ihrerseits sorgt im Basismodell mit einer 2-Zonen-Klimaautomatik samt Geruchs- und Staubfilter für gute Luft: im Fond wie im Cockpit. In dem dürfen Fahrer und Beifahrer außerdem den Blick auf glanzvolle OLED-Displays werfen. Serie ist das zum Fahrer hin gekrümmte Panoramadisplay. Es verbindet nahtlos das 11,9 Zoll große Digitalinstrument mit dem 14,5 Zoll großen Touchscreen des Online-Navigationssystems.
Auf Wunsch gibt es ein weiteres Display für den Beifahrer mit einer Diagonale von ca. 11 Zoll. Das ʺMMI Navigation plus mit MMI touch" weist dem A6 bereits serienmäßig den Weg. Bei der Wegweisung, der Routenplanung und der Bedienung zeigt das System im Test so gut wie keine Schwächen. Das ist man von den VW-Systemen anders gewohnt. Des Rätsels Lösung ist ein anderes Betriebssystem.
Audi nutzt die “Android Automotiv”-Software – eine Abwandlung des gleichnamigen Smartphone-Betriebssystems. Es ist also kein Wunder, dass sich der A6 e-hybrid so intuitiv bedienen lässt; sondern jahrzehntelange Erfahrung. Audi bringt seine Erfahrung ebenfalls ein: in Form klug gesetzter Tasten und Drehregler. Die Bedieninsel in der Fahrertür ist für uns allerdings kein ergonomisches Prunkstück.