Skoda Fabia (2014) im Test: wieder ein guter Jahrgang?

Lange Jahre war der Skoda Fabia von Erfolg verwöhnt, zuletzt aber begannen die Verkaufszahlen zu stagnieren. Zum Glück aber ist der dritte Fabia-Jahrgang schon fertig gereift und wird ab November in der Schrägheckvariante ausgeliefert. Auf den Fabia Kombi heißt es noch bis zum Frühjahr 2015 warten, die Zeit bis dahin soll uns der Test des schrägen Fabia verkürzen.

Karosserie gestutzt, Platzangebot erweitert

Skoda Fabia 2014Kürzen ist auch das passende Stichwort, um sich dem neuen Fabia optisch zu nähern. Der hat in der dritten Generation fast einen Zentimeter in der Länge und gut drei Zentimeter in der Höhe verloren, dafür aber in der Breite ganze 9 Zentimeter gewonnen. Optisch wirkt der Kleine deshalb nun deutlich strammer, kompakter und solider – und die neuen Maße sollen auch dem Fahrverhalten zu Gute kommen. Doch davon später mehr, jetzt wollen wir uns einen ersten Eindruck vom Innenleben verschaffen. Und wie ist er, dieser Eindruck? Gut – überraschend gut sogar, denn im neuen Fabia sind Armaturen, Schalter und Bedienknöpfe so übersichtlich angeordnet, dass wir uns auf Anhieb wohl fühlen und zurechtfinden. Der Innenraum ist außerdem sorgfältig verarbeitet, die harten Kunststoffoberflächen erscheinen durch die feine Maserung hochwertiger – und die vielen cleveren Ablagen und Staunetze bringen Ordnung den Alltag.

An einigen Details aber lässt sich erkennen, dass auch Skoda den Sparstift ansetzen muss: So sind die Kopfstützen im neuen Fabia nicht mehr verstellbar, außerdem wurde das Navi aus der Serienausstattung verbannt. Hinzugekommen ist allerdings das Mirrorlink-System, das das Smartphone mit dem Bordcomputer koppelt. Derart kann das schlaue Telefon über das Touchdisplay in der Mittelkonsole bedient werden und mit diversen Apps lassen sich dann bspw. die wichtigsten Fahrzeugdaten aufzeichnen oder auch Routen planen – womit erfreulicherweise das Navi auf Umwegen wieder in den Fabia zurückkehrt.

Ebenso erfreulich ist, dass die Beschneidung der Karosserie keine Folgen für den Freiraum im Fabia hat, weder in Bezug auf die Füße noch auf die Köpfe, weder vorne noch hinten auf der Fondbank. Dort sitzen wir dank des Zuwachses in der Breite jetzt sogar noch bequemer. Einen Zuwachs dürfen wir auch vom Heck vermelden, wo die tschechischen Stauraumgurus noch einmal 30 Liter mehr Volumen gefunden haben. 330 Liter sind es jetzt und damit ist der Fabia endgültig der Kleinwagen mit dem größten Standardkofferraum. Der VW Polo bietet zum Beispiel „nur“ ein Volumen von 280, der Opel Corsa eines von 285 Litern. Natürlich lässt sich der Kofferraum durch das umlegen der Rücksitzlehnen noch erweitern, im Fabia auf 1150 Liter; allerdings bleibt dabei eine nicht unbedingt dezente Stufe im Ladeboden zurück.

Kleine Motoren – viel Leistung

Skoda Fabia 2014 hintenInnen hat der neue Fabia also noch einmal deutlich zugelegt, die Autoschmiede aus Jungbunzla, tschechisch Mladá Boleslav, wollen es dabei aber nicht bewenden lassen: denn der Fabia hat überdies nagelneue Motoren bekommen, die durchgehend der Euro 6 Norm genügen und fast ein Fünftel weniger Kraftstoff verbrennen. Zu Beginn umfasst die Motorenpalette dabei vier Benzinmotoren und zwei Dieselaggregate, ein 75 PS starker Oberspardiesel wird 2015 folgen und laut Norm mickrige 3,1 Liter verbrauchen (82 Gramm CO2). An diese Werte kommen die vier Benziner selbstredend nicht heran, trotzdem sind sie für die meisten Fabia-Kunden die erste Wahl – und das wird sich vermutlich nicht ändern. Denn die liefern bereits in den beiden 60 bzw. 75 PS starken Dreizylinder-Varianten ausreichend Vortrieb für die Stadt – und in der kräftigeren Version auch für Überlandausflüge. Der 75-PS-Sauger beschleunigt den Fabia nämlich in knapp 15 Sekunden von 0 auf 100 und auf eine Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h, und das mit einem NEFZ-Verbrauch von 4,8 Litern.

Am attraktivsten dürfte aber der schwächere der beiden Vierzylinderturbo sein, der 90 PS und 160 Nm starke 1.2 TSI. Er produziert deutlich mehr Schub als die Sauger – 0 bis 10 km/ in 10,4 Sekunden -, braucht dabei aber keinen Tropfen mehr Benzin: 4,7 Liter sind es laut Norm, im Test messen wir im Schnitt knapp sechs.

Fabia-Fahrwerk: massiger Komfortgewinn

Wer nun mit dem Gedanken an den alten Fabia befürchtet, dass das Fahrwerk auf so viel Schwung bockig reagiert, der wird wie wir eine Überraschung erleben. Durch den Einsatz hochfester Stähle ist es Skoda gelungen, die gesamte Karosserie zu versteifen, ihren  Schwerpunkt zu senken und ihr Gewicht zu reduzieren; außerdem wurde mit der Fahrzeugbreite auch die Spurweite vergrößert. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass der Fabia kaum noch schwankt – und das wiederum erlaubt eine deutlich komfortablere Abstimmung, die unter der Regie der neuen, exakten elektro-mechanischen Lenkungen auch genügend Agilität zulässt.

Fazit: Eine frischere Optik, mehr Platz im Innen- sowie im Kofferraum, kräftigere und sparsamer Motoren – und nicht zuletzt ein rundum verbessertes Fahrverhalten: der Skoda Fabia III lässt nicht nur seinen Vorgänger, sondern auch viele seiner Konkurrenten alt aussehen; auch weil sich der Preis weiter im vier- bzw. niederen fünfstelligen Rahmen bewegt. Die Fabia Limousine kostet bei MeinAuto.de zum Beispiel ab 9.700 Euro, 22,7% oder fast 2.700 Euro weniger als gelistet. Auch der Fabia Combi ist bei uns bereits vorbestellbar, ab 10.771 Euro. (nau)

Dabei finden Sie bei uns keine EU-Fahrzeuge, sondern nur Neuwagen mit attraktiven Rabatten, zum Beispiel den VW Polo ab 9.786 Euro und 25% Neuwagen Rabatt, den Opel Corsa ab 9.542 Euro und 24,5%; oder den Ford Fiesta Trend ab 9.958 Euro und rund 24% Preisnachlass. Ebenso reichhaltig ist die Auswahl übrigens bei der Autofinanzierung: sie reicht vom zinsgünstigen Autokredit bis hin zum flexiblen Auto Leasing.



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