▶ Innenraum & Ausstattung
Ein Panda mit genug Platz für Erwachsen vorne wie auf der Rückbank
Mit diesem Design hat der Grande Panda Hybrid das Zeug zu einer Stil-Ikone a la Cinquecento zu werden. Ikonen und Idolen sind für ihren Einsatz im Alltagseinsatz und ihre praktischen Qualitäten jedoch eher gefürchtet als geschätzt. Ist Fiats Mini-SUV eine Ausnahme? Ja, vor allem, aber nicht nur im Vergleich mit dem normalen Panda oder dem Fiat 500. Vorne offeriert der Grande Panda ein wenig mehr Platz als der Panda.
Das mag enttäuschend klingen: Doch dort beim Panda wie hier im kleinen SUV kann man sich auch mit einer Größe von an die 1,90 Meter gut einleben. In der Basisversion “Pop” ist die Einstellmöglichkeit des Fahrersitzes fürs Einleben aber am unteren Limit. Denn in der Höhe können wir den Sitz nur einstellen, weil wir im Modell mit der nächsthöheren “Icon”-Ausstattung sitzen.
50 Liter mehr Stauraum als der Elektro, 200 mehr als der Panda
Weitere Sitz-Features liefert Fiat für den Grande Panda Hybrid in dieser Ausstattung als Paket aus: z.B. die Höheneinstellung des Beifahrersitzes, die geteilt umklappbare Rücksitzlehne; sowie die vordere Sitzheizung. Der Sitzkomfort und die Sitzhöhe sind vorne generell, sprich ab Werk, gut. Im Fond gilt das, solange die Fahrgäste höchstens 1,80 Meter groß sind. Größere Fahrgäste müssen mit einer eingeschränkten Beinfreiheit rechnen.
Der Spielraum für die Köpfe ist um einiges großzügiger bemessen. Bei der Vergabe des Stauraums war Fiat beim Grande Panda Hybrid ebenfalls freigiebig. Der Kofferraum fasst 412 bis 1.366 Liter – das sind rund 50 Liter mehr als im Grande Panda Elektro; und beinahe 200 mehr als im gewöhnlichen Panda. Die Konkurrenz kann mit Fiats City-SUV bestenfalls mithalten.
Der mit 4,18 Metern deutlich längere Hyundai Bayon verstaut hinten 411 bis 1.205 Liter; der ähnlich lange Renault Captur 444 bis 1.276. Ein herkömmlicher Kleinwagen wie der VW Polo, der dem Grande Panda größenmäßig nähersteht, nimmt 351 bis 1.125 Liter mit. So variabel wie in einem Captur ist der Kofferraum des Fiat indessen nicht; beim Renault lässt sich die Rückbank verschieben.
Günstige, sehr schlichte Grundausstattung – in den höheren Linien übersichtlich, stimmig und stilvoll eingerichtet
Trotzdem: Selbst als potenzielle Ikone zeigt der Grande Panda Hybrid beim Transportieren reichlich Engagement und Geschick. Doch wie schick und fein präsentiert er sich innen? In der Basisversion “Pop” ist der Fiat schlicht, beinahe spartanisch eingerichtet. Ihr Highlight ist das übersichtliche, 10 Zoll große Digitalinstrument. Mehr als eine manuelle Klimaanlage kann man bei dem günstigen Preis nicht erwarten; dass ein Infotainmentsystem fehlt, ist zumindest nachvollziehbar.
Leider wirkt das Cockpit mit dem fehlenden Touchscreen aber weniger stimmig als mit ihm. Die Handy-Halterung ist nur ein Notbehelf, der fehlende Decke des Handschuhfachs weder praktisch noch optisch eine saubere Lösung. Ganz anders sieht es in der von uns getesteten “Icon”-Ausstattung aus; das Topmodell “La Prima” ist natürlich noch feiner eingerichtet. Hier wird das 10-Zoll-Infotainment zu einem 10-Zoll-Navi.
Das kabellose Laden und die automatische Klimaanlage sind auf diesem Niveau ebenfalls ohne Aufpreis an Bord. Zu bedienen ist der Grande Panda generell recht einfach. Der ein oder andere Drehregler würde einiges noch einfacher gestalten: etwa das Einstellen der Temperatur. Bei einem Mini-SUV kann man aber eben nicht alles haben.