▶ Innenraum & Ausstattung
Platzangebot bleibt zuvorkommend – die Rückbank ab Werk längs verschiebbar
Ob der Q3 Nr. 3 innen einen ähnlich tiefen Eindruck hinterlässt? Unübersehbar ist, dass sich beim Interieur ebenso viel verändert hat wie beim Exterieur. Zum Guten oder zum Schlechten? Beim Platzangebot zeitigen die Änderungen vereinzelt unerwünschte Folgen. Das Stauraumvolumen z.B. hat von 525 auf 488 Liter abgenommen. Dank der längs-verschiebbaren Rückbank – erneut ein Serienextra – können wir das Volumen aber im Handumdrehen auf 575 Liter erweitern.
Die Beine der Fondpassagiere büßen in dem Fall allerdings einiges an Freiheit ein. Der Bewegungsspielraum reicht hinten in dieser Konfiguration für rund 1,80 Meter große Fahrgäste. Schieben wir die Bank ganz nach hinten, reicht die Beinfreiheit für gut 1,90 Meter große Personen. Die Köpfe kommen im Q3 erst ab einer Größe von rund 1,95 Metern in Bedrängnis.
Mit etwas weniger Stauraum – aber mit einer aufgewerteten Serienausstattung
Die größere Kopffreiheit ist im Fond der große Unterschied zwischen des Q3 und Q3 Sportback. Im SUV-Coupe fällt die Kopffreiheit auf den Rücksitzen um 5 Zentimeter geringer aus. Der Stauraum schrumpft durch das schräge Heck lediglich bei umgelegten Lehnen. Der Q3 verstaut 1.386, der Q3 Sportback 1.289 Liter. Aber, bei beiden Karosserieformen ist das Volumen um einiges geringer als bisher.
Schuld daran ist das Serien-Soundsystem, konkret dessen Subwoofer; er ist unter dem variablen Kofferraumboden installiert. Ob es eine weise Entscheidung war, dem prächtigen Sound einigen Stauraum zu opfern? Das entscheiden die Kunden. Jene, die mehr Stauraum bevorzugen, können z.B. den BMW X1 mit seinem 540 bis 1.600 Liter großen Kofferraum wählen; oder den Hyundai Tucson mit 620 bis 1.799 Litern Stauraum.
Und der Audi Q3? Er kommt uns in der dritten Generation ab Werk mit seiner großen Klappe entgegen; die noch dazu elektrisch öffnet sowie schließt. Dass wir das Gepäck beim Einladen über eine knapp 77 Zentimeter hohe Ladekante wuchten müssen, gefällt uns weniger gut.
Der übersichtliche, fein eingerichtete digitale Begleiter sagt dem Lenkstock-Hebel Ade
Dass Audi beim aktuellen Q3 auf klassische Ausstattungslinien verzichtet, finden wir hingegen unproblematisch. Die Erweiterung der Serienausstattung mittels einzelner Pakete ist flexibler und individueller. Essentiell ist unseres Erachtens nur eines der vielen Pakete, namentlich das ʺKlimatisierung plus"-Paket. Es ersetzt die serienmäßige, für ein Premium-SUV aber keineswegs standesgemäße 1-Zonen-Klimaautomatik: durch eine 3-Zonen-Version.
Außerdem spendiert das Paket den Vordersitzen eine Sitzheizung, welche die Mittelbahnen und die Wangen wärmt. Die digitale Ausstattung hat keine Aufwertung Not. Bereits im Basismodell ziert die Armaturentafel das elegant geschwungene Panoramadisplay. Es setzt sich aus dem knapp 12 Zoll großen “Audi virtual cockpit plus” zusammen– und dem 11,9 Zoll großen Touchscreen. Das Digitalinstrument des Q3 bietet die lang vermisste Möglichkeit, eine Kartenansicht einzublenden.
Der Touchscreen und das dazugehörige Navi lauf wie die Systeme der höheren Klassen jetzt auch beim Q3 mit der “Android-Automotive”-Software: ohne Ruckeln und ohne logische Irrungen. Auch die Bedienlogik der multifunktionale Bedienleiste – sie ersetzt wie im Tiguan – die klassischen Lenkstockhebel erschließt sich uns schnell. Die neue Lösung hat zumal Vorteile. Sie ist vielseitiger; und sie schafft, durch das Abwandern des Gangwahlhebels, auf der Mittelkonsole neue Freiräume.
Audi nutzt sie für einen praktischen Lautstärke-Drehregler und ein gekühltes, induktive Ladefach für zwei Smartphones. All diese kleine Details summieren sich: zu einem positiven Gesamteindruck. Positiv sehen wir auch die Entwicklung bei der Materialqualität. Der Q3 Nr. III ist wieder hochwertiger und dennoch nachhaltiger eingerichtet als sein Vorgänger.