Skoda Octavia Combi RS 245 im Test (2017): der Sport-Kombi mit dem gewissen Etwas

Der Octavia Combi RS, die praktische Combi-Spielart mit viel Platz und viel Sportsgeist, sie kommt an bei den Skoda-Kunden. Die Beliebtheit hat die tschechische VW-Tochter jetzt dazu veranlasst, die RS-Palette zu erweitern: Um einen neuen Motor respektive ein Topmodell. Der Name: Skoda Octavia Combi RS 245. Der Motor: Ein Zweiliterbenziner mit 245 PS. Der Preis: Knapp 4.000 Euro über dem des normalen RS. Die Qualitäten? Die gilt es in einem Test herauszufinden.

RS 245: 15 PS und 20 Nm mehr nur ein Vorgeschmack?

SKODA_OCTAVIA_RS_245_COMBI_2017_vorneNicht ganz 4.000 Euro veranschlagt Skoda für das RS245-Modell mehr als für den herkömmlichen RS. Sinnvoll ist der Preisvergleich naturgemäß nur für Antriebe gleicher Bauart. Dabei lernen wir unserer erste 245er-Lektion: Den Octavia Combi RS 245 gibt es – anders als den RS – nur mit Benzinmotor. Der ist dem Wesen nach derselbe wie der im normalen Octavia-Sport-Combi, d.h.: Ein direkt eingespritzter, per Abgasturbo aufgeladener Reihenvierzylinder namens 2.0 TSI mit 1.984 cm³ Hubraum (Kraftstoffverbrauch: 6,6 Liter auf 100 km, 150 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Die Ausbaustufe im RS245er-Modell stemmt jedoch 15 PS und 20 Nm auf die Kurbel. Insgesamt sind es deren 245 PS und 370 Nm, wobei letztere zwischen 1.600 und 4.300 Touren anliegen. Das Drehmoment-Band ist damit spitzer als jenes des RS-Benziners mit 230 PS und 350 Nm (zwischen 1.500 und 4.600 U/min). Trotzdem reicht die Mehrleistung nicht für große Fahrleistungssprünge. Auf der Autobahn darf der RS 245 die 250-km/h-Marke streifen, dann wir er abgeregelt. Beim Kavalier-Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 knöpft er seinem Standard-Rivalen – mit einer Zeit von 6,7 Sekunden – exakt ein Zehntel ab.

Anders gesagt: Die Fahrleistungen des Octavia Combi RS 245 reißen geeichte Sportwagen-Fans nicht vom Sitz. In Anbetracht der Tatsache aber, dass es sich um eine erzpraktische Familienkutsche handelt, sind sie – so zumindest unsere Meinung – sportlich genug. Der RS 245 tritt zackig an, zieht stets kräftig durch; und er hat auch oben hinaus noch richtig Druck. Mehr Sportsgeist gehört in einen Sportwagen, auch wenn uns der neue Golf Variant R an dieser Einschätzung zweifeln lässt. Dennoch bleibt festzuhalten: Der Unterschied zum 230-PS starken RS-Combi ist beim Beschleunigen kaum spürbar – und auf jeden Fall keine 4.000 Euro wert. Da muss also noch mehr dahinter stecken. Dem ist auch so. Aber bevor wir uns auf die Suche nach diesem Mehr machen, wollen wir zuvor noch dem Getriebe ein paar Worte widmen. Hier ist der Aufpreis für das 1.800 Euro teure 7-Gang-DSG eine Überlegung wert, wie wir finden (Kraftstoffverbrauch: 6,4 Liter auf 100 km, 146 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Das Doppelkupplungsgetriebe senkt nicht nur den Verbrauch, sondern verleiht dem Combi RS245 auch zusätzlichen Komfort: und davon kann man in einer echten Familienlimousine nie zu viel haben. Dass der Sport-Kombi – trotz einer besseren Standardsprintzeit – ein wenig an Biss verliert, ist leicht zu verkraften.

Octavia Combi RS 245: mehr als ein Leistungs-Upgrade

SKODA_OCTAVIA_RS_245_COMBI_2017_hintenDas liegt auch daran, dass der Octavia Combi RS 245 so oder so wirklich schwungvoll unterwegs ist – spürbar agiler zumal als das herkömmliche RS-Modell, das wir vor Kurzem in der gerade modellgepflegten Fassung testen durften. Gelöst wird die Temperamentsbremse durch die elektrohydraulische Vorderachs-Quersperre, die Skoda im RS 245 zusätzlich zur elektronischen Querdiffenzialsperre einbaut. Sie ist auch die erste Besonderheit, die das Top- vom Standard-RS-Modell abhebt. Die Vorderachssperre bemüht sich stets darum, die Kraft auf jenes Vorderrad zu verteilen, das gerade mehr Traktion hat: und das, wenn es sein muss, sogar zur Gänze. Durch das mechanische System baut der Octavia Combi deutlich mehr Grip in den Kurven auf – ein Umstand, der von der vergrößerten Spurbreite im Heck ausgeglichen wird. Wie viel mehr Grip es sein soll, entscheidet die Elektronik anhand des gewählten ESC-Modus. Neben der Normalstellung gibt es auch einen Sportmodus.

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SKODA_OCTAVIA_RS_245_COMBI_2017_seite_dynamischDen, nämlich den Sportmodus, finden wir ebenfalls in der serienmäßig installierten Fahrprofilauswahl mit Soundgenerator – dem nächsten RS-245-Extra (210 Euro im RS). Angesprochen wird die Profil-Wahl über die „VRS-Mode“-Taste auf der Mittelkonsole. Im Angebot sind neben „Sport“ die Modi „Eco“, „Comfort“, „Normal“ und „Individual“. Je nach Modus sprechen der Motor und das Getriebe entweder schneller oder sanfter an. Außerdem wird auch der Motorensound angepasst (künstlich wohlgemerkt), wobei insbesondere der kernige Klang im Sportmodus gefällt. Für 805 Euro extra passt das adaptive Fahrwerk überdies die Abstimmung und Dämpfung des Fahrwerks an. So kann man die Kinder entweder sanft in den Schlaf Schaukeln oder einmal kräftig durchschütteln. Die vergrößerten Bremsscheiben gewährleisten, dass der RS 245 dabei nicht aus dem Ruder läuft.

RS-245-Rennsportler mit großem Hang zu Komfort und Sicherheit

SKODA_OCTAVIA_RS_245_COMBI_2017_interieurDas nämliche Ziel verfolgt das breite Fahrsicherheits- und -Assistenz-Angebot des Octavia Combi RS 245. Zusätzliche Extras im Vergleich mit dem Standard-RS gibt es allerdings nicht. Ab Werk verbaut Skoda einen Berganfahrassistenten, eine Voll-LED-Scheinwerferanlage und den Frontradarassistenten, der seit der jüngsten Modellpflege auch auf Personen reagiert. Aufgerüstet werden kann dieses Ensemble unter anderem mit einem adaptiven Abstands-, einem Spurhalte- und einem Spurwechselassistenten. Eine vergleichbare Preispolitik verfolgen die Tschechen in der Abteilung Multimedia. Allein die Grundausstattung kann uns mit dem Musiksystem „Swing“ (5-Zoll-Bildschirm, Radio und Bluetooth-Freisprecheinrichtung, USB-Anschluss) nicht wirklich überzeugen – auch wenn die neuen „Skoda Care Connect“-Onlinedienste serienmäßig eingerichtet sind. Echtes Infotainment wie eine Smartphone-Einbindung, eine induktive Ladefunktion, Navi und WLAN kostet extra. Satte Preisrabatte für die Top-Systeme „Business Amundsen“ und „Business Columbus“ polieren den kleinen Makel jedoch rasch aus.

SKODA_OCTAVIA_RS_245_COMBI_2017_vorne-dynamischVollends gelingt das dem ausgezeichneten Interieur. Hochedel in Schwarz gehalten empfängt uns der Innenraum ab Werk in sehr bequemen Sportsitzen. Sie sind stets mit einer Leder-Alcantarastoff-Kombi überzogen (mit roten oder grauen Nähten); und mit einer elektrischen Einstellungsmöglichkeit samt Memory-Funktion versehen (Aufpreis im RS 550 bzw. 990 Euro). Feine Dekorleisten und Pedale im Alu-Look gehören ebenso zur Grundausstattung wie das bekannt großzügige Platzangebot. Von dem profitieren nicht nur die Insassen, sondern auch deren Gepäckstücke. Mit einem Kofferraumvolumen von 610 bis 1.740 Litern ist der Skoda weiter ohne Konkurrenz. Selbst ganz normale Kombis wie der Opel Astra Sports Tourer müssen sich da geschlagen geben (540 bis 1.630 Liter).

Technische Daten des Skoda Octavia Combi RS 245:
PS-Anzahl: min. 245 PS max. 245 PS
kW-Anzahl: min. 180 kW max. 180 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell oder DSG
Kraftstoffart: Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 6,4 l/100km max. 6,6 l/100km
CO2-Emission: min. 146 g/km max. 150 g/km
Effizienzklasse: min. C max. C
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 34.640 Euro
Stand der Daten: 06.10.2017

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Fazit zum Skoda Octavia Combi RS 245 Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der Octavia Combi RS überzeugt uns in der Topversion RS 245 weniger durch seine überschaubare Mehrleistung. Was ihn vom Standard-RS abhebt sind nicht zuletzt das anpassungsfähigere und agilere Fahrverhalten sowie die höherwertige Ausstattung. Offen bleibt nur die Frage, wann endlich der nächste größere Familienausflug ansteht. Bei MeinAuto.de startet das Top-RS-Modell jedenfalls ab einem Preis von 24.923 Euro – nicht weniger als 30% respektive fast 10.400 Euro unter dem Listenpreis.

     
5 von 5 Punkten

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