Ford Kuga vs. VW Tiguan: Kopf-an-Kopf an der Spitze? (Test)

Der VW Tiguan 2011Seit Jahren führt er souverän die wachsende Herde der Kompaktklasse-SUVs an – der VW Tiguan. In den letzten Jahren aber hat die Konkurrenz aufgeholt. Ein vielversprechender Konkurrent ist der Ford Kuga, der seit März 2013 in der 2. Generation vom Band läuft. Kann er des Tiguans Vorherrschaft beenden?

Platzmangel kein Thema

Um diese Frage zu beantworten, haben wir die beiden Protagonisten zu einem Testduell gebeten, in dem der Tiguan dem Kuga zunächst generös den Vortritt überlässt. Dieser präsentiert sich – gegenüber dem bis zuletzt sehr erfolgreichen Vorgänger – bereits äußerlich deutlich verändert: Der neue Softroader aus dem Hause Ford ist gut 8 Zentimeter länger, um einiges schmaler und auch sichtbar flacher geworden. In Verbindung mit neuen Designelementen wie der überhöhten Motorhaube oder der eleganten Blechkante unterhalb der Fensterlinien wirkt der Kuga jetzt noch beweglicher und schnittiger.

Der neue Ford Kuga 2013Dieser Eindruck bestätigt sich, als wir den Blick auf den VW Tiguan richten. Im Sommer 2011 hat zwar auch er ein neues Blechkleid bekommen, darunter eine modifizierte Front- bzw. Heckschürze und veränderte Heckleuchten; insgesamt tritt er aber weniger schwungvoll auf.

Damit lassen wir die kosmetischen Befindlichkeiten hinter uns; und machen uns ans Eingemachte: die beiden Duellanden sollen nun ihre praktischen Qualitäten unter Beweis stellen. Für ein SUV ist es zunächst selbstredend geboten, dem Fahrer und den Passagieren ausreichend Platz zu bieten. Hier nehmen sich die beiden kompakten Geländelimousinen nicht viel, sowohl der Tiguan wie der Kuga geizen weder vorne noch im Fond mit Freiraum für Knie, Köpfe und Ellbogen. Der geländetaugliche Volkswagen schafft das allerdings mit 9 Zentimeter weniger Wagenlänge.

Zum Tragen kommt die geringere Länge aber beim Test der Transporteigenschaften. Mit 481 bzw. 1.653 Litern Stauraum übertrumpft der Ford Kuga nämlich den Tiguan, der „lediglich“ mit 470 bzw. 1.510 Liter aufwarten kann.

VW Tiguan hintenBei der Nutzbarkeit des angebotenen Laderaums punktet der VW Tiguan jedoch mit einer zweigeteilten und in der Länge verstellbaren Rückbank, die dem kompakten Offroader von Ford in der zweiten Generation bedauerlicherweise abhanden gekommen ist.

Deutlich verbesserte haben Fords Ingenieure aber den Klappmechanismus der Rückbank. Jetzt genügt ein einziger Zug – und das hintere Sitzelement liegt hingestreckt zu einer stufenlosen Ladefläch. Im Tiguan bleibt bei derselben Übung eine störende Stufe zurück, sofern man nicht – gegen einen Aufpreis von 175 Euro – einen zusätzlichen Boden ordert.

Motoren: VW entscheidet die Diesel-, Ford die Benziner-Wertung

Doch genug der Gepäckschlichterei, hinaus auf die Straße und der Frage hinterher, was die beiden Kontrahenten in Sachen Fahrdynamik vorweisen können. Unsere beiden Testwagen wurden hierfür mit jeweils einem der bevorzugten Dieselaggregate bestückt: Im Kuga schnurrt so ein 2,0-TDCi mit 163 PS und 340 Nm, im Tiguan ein 2.0 TDI mit 140 PS und 320 Nm Drehmoment.

Einmal unterwegs wird rasch klar, dass der VW-Diesel trotz schlechterer Ausgangswerte dem Selbstzünder aus Köln überlegen ist. Der Diesel des Tiguan legt bereits ab 1.750 Touren sein Spitzendrehmoment an und läuft bis in die oberen Drehzahlregionen äußerst kultiviert; das Ford-Aggregat klingt hingegen nicht nur hörbar rauer, es beschleunigt auch mäßiger. Im Verbrauchsvergleich liegen die beiden Motoren aber auf Augenhöhe: als Allradler sollen sie sich im Drittelmix jeweils mit 5,9 Litern Diesel zufrieden geben.

Der neue Ford Kuga 2013 HintenLiegt der Tiguan bei den Dieselaggregaten noch einen Kolbenhub voran, sind die Benziner des Ford Kuga ihren VW-Pendants aber mindestens ebenbürtig. Zu verdanken ist das den mehrfach ausgezeichneten, drehfreudigen EcoBoost-Motoren, die im Kuga als zwei unterschiedlich starke 1,6-l-Vierzylindervarianten (150 oder 182 PS) angeboten werden. Für den VW Tiguan gibt es dagegen vier verschiedene Ottomotoren, vom sparsamen 1.4 TSI mit 122 PS bis hin zum drehfreudigen 2.0 TSI mit 211 PS.

Fahrverhalten und Sicherheit – der Kuga auf der Überholspur

Auch im Handlingvergleich braucht sich der Ford Kuga vor dem Klassenprimus nicht zu verstecken; ganz im Gegenteil. Mit der neuen elektrischen Servolenkung beweist er nämlich denselben ausgeprägten Kurvengeist wie sein Vorgänger; und obwohl er recht straff abgestimmt ist, schluckt der Kuga II selbst kurze Bodenwellen in ähnlich bandscheibenfreundlicher Manier wie der Komfortmeister aus dem Hause VW.

Zu überzeugen weiß der Kuga außerdem mit geräuscharmem Langstreckenkomfort und mit einem kleinen aber feinen Vorsprung im Portfolio der Fahrsicherheits-Assistenten: ein Innenstadt-Notbremssystem sucht man im Tiguan etwa vergeblich.

Fazit: Der VW Tiguan steht nicht länger allein auf weiter SUV-Flur. Der neue Ford Kuga ist ihm technisch weitgehend ebenbürtig – und preislich einen Sprung voraus. Den Kuga gibt es über MeinAuto.de ab 18.367 Euro, den Tiguan ab 20.370 Euro. (nau)

Rund um diese Modelle präsentieren Euch auch noch zwei Einzeltests:

Auch bei den beiden SUVs fragt man sich natürlich, welche Alternativen habe ich. Der MeinAuto.de Bedarfskonfigurator zeigt, welche alternativen Modelle es zu den beiden Diesel-Allradern mit mehr als 150 PS gibt. Zu den Alternativen von Kuga & Tiguan

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Weitere Berichte gibt es hier: VW Tiguan Test

ford kuga 2013



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