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Der Skoda Rapid ist das Ergebnis der Studie, die der tschechische Automobilhersteller 2011 unter dem Namen Mission L auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt präsentierte. 2013 kommt der in Indien bereits erhältliche Rapid auch in Europa zu den Händlern. Dabei wird sich das europäische Modell optisch jedoch deutlich vom indischen Pendant unterscheiden. Die Limousine soll das Angebot des Volkswagen-Tochterkonzerns komplettieren. Angesiedelt zwischen Skoda Octavia und Fabia wird das Mission L-Modell insbesondere preissensible Kunden ansprechen, die bislang eher zu Modellen der Konkurrenten Hyundai, Chevrolet oder Dacia gegriffen haben. Der Modellname Rapid ist im Übrigen ein alter Bekannter. Schon 1935 produzierte Skoda einen Roadster mit entsprechendem Namen und auch von 1984 bis 1990 hatte der tschechische Konzern ein gleichnamiges zweitüriges Coupé im Angebot.
Vollwertige Limousine zum Schnäppchenpreis
Mit seinen Vorfahren hat der neue Rapid allerdings nicht mehr gemein als den Namen. Der Fünftürer rollt mit ca. 4,40 Metern Länge und ca. 1,70 Metern Breite als kompakte Limousine zu den deutschen Händlern. Das für die tschechischen Autos typische Raumgefühl mit viel Beinfreiheit und Platz wird im Rapid sowohl vorne als auch hinten auf der Rückbank vorherrschen. Außerdem soll der Kofferraum beachtliche 500 Liter Stauraum bieten. Im Gegensatz zum größeren Skoda Octavia wird der Rapid in Cockpit und Innenraum allerdings nicht ganz so edel daherkommen. Dafür ist er jedoch mit den im Raum stehenden 13.000 Euro Neupreis ein echter Preisbrecher. Zudem erhält der Käufer mit den zentralen Sicherheitsmerkmalen wie ESP, ABS und mehreren Airbags einen vollwertigen Alltagswagen, dessen Bauteile partiell aus dem VW-Baukasten stammen. Zahlreiche Extras wie Doppelkupplungsgetriebe, Parksensoren und die Klimaautomatik bieten die Möglichkeit, das Auto individuell zu verfeinern.
Günstige Limousine statt Octavia-Ersatz
Offiziell steht die Motorisierung des Rapid noch nicht fest, auch ist nicht sicher, ob das Modell mit 140 Pferdestärken ausgestattet wird, denn als Octavia-Ersatz ist die neue Limousine keinesfalls gedacht. Vielmehr soll der niedrige Preis gehalten und damit ein Kundenkreis angesprochen werden, dem der größere Bruder aus dem Hause Skoda zu teuer ist. Die Konkurrenz von Hyundai, Chevrolet und Dacia wird in Anbetracht des angesetzten Preises in jedem Fall den Druck des tschechischen Konkurrenten spüren. Das großzügige Platzangebot für die Insassen bietet gemeinsam mit der Basisausstattung ein solides und alltagstägliches Auto für Limousinen-Liebhaber.
Ob der Skoda Rapid auch als Kombi-Version in die deutschen Läden rollen wird, ist bislang unklar. Zum Marktstart ist ein entsprechendes Modell nicht geplant. Doch in Anbetracht der Geschwindigkeit, mit der sich bei Skoda vieles verändert, besteht für Kombi-Fans Hoffnung. Vielleicht gibt ja der Name des Autos schon einen Hinweis auf die Weiterentwicklung der Modellreihe: Der Ausdruck Rapid bedeutet ins Deutsche übersetzt „schnell“.