VW e-up! Test: welche Figur macht der erste Elektro-VW?

VW e-up TestStrom oder Gas, Gas oder Strom, das ist die Frage – für all jene jedenfalls, die in VWs Kleinstwagenreihe up! nach einem Auto mit alternativer Antriebstechnologie Ausschau halten. Die Erdgasvariante des up! kursiert in Deutschland schon seit vergangenem Dezember als VW eco up, in diesem Herbst folgt mit dem VW E-up die strombetriebene Version. Ebendiese durften wir zu einer ersten Testfahrt ausführen.

E wie energisch

Hineinsetzen und Strom geben, nun ja: gut hört sich das nicht an, zumindest klingt es reichlich ungewohnt. Aber, und das ist das wichtigste, es fährt sich gut, überraschend gut sogar. Bevor wir uns jedoch in Bewegung setzen, wollen wir uns mit den Kerndaten des nicht alltäglichen Antriebs vertraut machen. Der Elektromotor, der exklusiv die Vorderräder des E-up antreibt, leistet 60 kW bzw. 82 PS und erzeugt ein maximales Drehmoment von 210 Newtonmetern. Als Energiespender fungiert eine Lithium-Ionen-Batterie, die 18,7 kWh Strom speichert. Da der Elektro-up laut VW auf 100 Kilometer 11,7 kWh verbraucht, reicht die Batteriekapazität für rund 160 Kilometer. Was aber bedeuten diese Zahlen?

VW e-up hinten TestZu Beantwortung dieser Frage begeben wir uns in den Stromboliden und mit ihm hinaus auf die Straße. Hier, mitten in der Stadt, fühlt sich der für den Ballungsraum konzipierte E-up auch ganz zu Hause – denn das häufige Anfahren aus dem Stand, es liegt ihm im Blut bzw. im Strom. Besonders jene, die erstmals ein Strommobil pilotieren, werden dabei von der ansatzlosen Kraftentfaltung erstaunt sein, die sich auch an den Messwerten ablesen lässt: So schaff der knapp 1.140 Kilogramm leichte VW E-up den Sprint auf Tempo 60 in weniger als 5 Sekunden. Dank dieser Kraftentfaltung fährt sich der E-up dynamisch wie ein kräftiges Kompaktklasseauto, bleibt dabei aber immer angenehm leise – bis Tempo 130, wo Volkswagen dem Vortriebsdrang dann einen Riegel vorschiebt.

E-up! wie effizient

Während man mit dem VW E-up somit ungehindert der dynamischen Fortbewegung frönen kann – und sich jedwede Befürchtung, dem alternativen up! könnte es an Kraft mangeln, beim ersten Tritt aufs Strompedal in Wohlgefallen auflöst -, währenddessen hält sich der Energieverbrauch in erfreulich engen Grenzen. In unserem Test liegt er im Durchschnitt knapp über 12 kWh/100 km und damit überraschend nahe an den Werksangaben. Besonders effizient ist der Kleine im Stadtverkehr, wo ihm sein geringes Gewicht und das neue hocheffiziente Bremsenergie-Rekuperationssystem zu Gute kommen. Ein verbesserter elektronischer Bremskraftverstärker holt hierbei dank einer höheren Verzögerungsleistung bei jedem Bremsvorgang deutlich mehr Energie zurück. Der neue Bremsverstärker hat zudem den angenehmen Nebeneffekt, dass sich das Bremspedal im E-up „natürlicher“ anfühlt.

Spürbar schlechter sieht der Verbrauch dann allerdings auf der Autobahn aus, auf der der kleine stromgetriebene Wirbelwind trotz seiner windschlüpfrigen Form gut 20 kWh aus dem Akku saugt.

E wie eingeschränkt?

VW e-up Seite TestDer bei flotten Überlandfahrten deutlich steigende Verbrauch erinnert daran, wo die eigentliche Domäne des VW E-up liegt – nämlich in der Stadt. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die eingeschränkte Reichweite von ca. 160 km zu betrachten, die unweigerlich das Aufladen des Akkus zum Thema macht. Wo also lässt sich die Batterie aufladen und wie lange dauert das? Das kommt darauf an, heißt die Antwort: Serienmäßig ist der VW E-up mit einem haushaltsüblichen Stromstecker ausgerüstet. Das hat den Vorteil, dass er an jeder Steckdose aufgeladen werden kann; und den Nachteil, dass das Aufladen so fast 9 Stunden dauert. Über die aufpreispflichtige Wallbox-Steckverbindung lädt sich der Akku hingegen in weniger als 6 Stunden vollständig auf; richtig schnell geht es aber erst mit der 100 Euro teuren Gleichstrom-Ladeoption, mit der die Lithium-Ionen-Batterie in einer halben Stunde zu 80% gefüllt ist. Doch die Sache hat noch einen Haken: Bisher gibt es in ganz Deutschland nur 2 Gleichstromladestationen, eine bei VW in Wolfsburg und eine bei BMW in München.

Der E-up! und sein Preis

Die elektro-mobile Freiheit ist also noch ein wenig eingeschränkt – und sie hat ihren Preis. Zwar ist der VW E-up mit 26.900 Euro für ein E-Auto vergleichsweise günstig, für einen Kleinstwagen ist er jedoch alles andere als preiswert: ein vergleichbarer herkömmlicher up! kostet zum Beispiel rund 15.000 Euro. Inbegriffen ist beim E-up dafür aber eine Akkugarantie (8 Jahre bzw. 160.000 Kilometer), die Highline-Ausstattung, eine Klimaautomatik, die es in den herkömmlichen up!-Varianten nicht gibt – und der unbezahlbare Stolz, ein Vorreiter zu sein. (nau)

vw up konfigurator



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