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Skoda Enyaq iV vs. Kia EV6 (Test 2022): Macht das Duell der Töchter die Mütter stolz?

In unseren beiden Testmodellen steckt das gesamte technische Know-how zweier großer Hersteller: VW und Hyundai. Aber: Sowohl die VW-Tochter Skoda wie die Hyundai-Tochter Kia haben sich längst als eigenständige Marken etabliert. Der Kia EV6 und der Skoda Enyaq sind weit mehr als Klone des VW ID.4 oder Hyundai Ioniq 5. Doch wer kann was und wer kann mehr: der Kia EV6 oder der Skoda Enyaq iV?

Skoda Enyaq iV vs. Kia EV6

Skoda Enyaq iV (l.) & Kia EV6 | © Bilder: Skoda, Kia / Collage: MeinAuto.de

Der Skoda Enyaq iV & Kia EV6 im Schnellcheck


Kia EV6

© Kia

Kia EV6: Bringt der überlange Radstand mehr Platz?

Wer kann was, wer kann mehr? Für eine Antwort müssen Zahlen her. Frei nach diesem Motto schließen wir den Strom zunächst kurz und widmen uns den Maßen und Zahlen der zwei batterieelektrischen Mittelklasse-SUVs. Starten wir mit dem Gast aus Fernost. Das Crossover-SUV EV6 aus Südkorea ist 4,68 Meter lang, 1,88 breit und 1,55 hoch. Der Gast aus Böhmen, der Skoda Enyaq iV, ist genauso breit wie der Kia und drei Zentimeter kürzer – aber knapp sechs Zentimeter höher. Den Radstand gibt Skoda mit 277 Zentimetern an, Kia nennt für den EV6 hingegen eine Achsabstand von 290 Zentimeter – ein Klassenunterschied?

Den Zahlen nach durchaus. Der Kia EV6 überbietet mit seinem Radstand sogar einen Mercedes EQC. Aber von den Zahlen allein hat niemand etwas. Wie wirkt sich der um 13 Zentimeter längere Radstand aus? Bietet der Kia mehr Platz, läuft er ruhiger geradeaus und ist er weniger handlich als der Skoda? Die Antwort ist ein klares Jein. Den Fahrgästen auf der Rückbank offeriert der EV6 tatsächlich mehr Freiraum als der Enyaq iV: jedoch nur ihren Knien und Beinen. Mit seiner eleganten, stark zum Heck hin abfallenden Dachlinie bremst sich der Kia selbst aus. Denn die Kopffreiheit reicht höchsten für Passagiere mit 1,90 Metern; die Beinfreiheit würde auch deutlich größeren Insassen genügen.

Skoda Enyaq iV: Großzügiger zur Fahrgästen und Gepäckstücken

Letztlich haben die Insassen im Skoda Enyaq iV, trotz des deutlich kürzeren Radstandes, etwas mehr Spielraum: objektiv wie subjektiv. Im EV6 engen die mächtigen C- und D-Säulen den Raum gefühlt stärker ein; erst das optionale Glasschiebedach lässt den Innenraum etwas offener wirken. Die dafür notwendige Investition von 990 Euro im Modell mit der ″GT-Line″-Paket sind deshalb sicherlich eine Überlegung wert. Hier bietet sich ein zusätzlicher Zahlenvergleich an. Skoda hat für den Enyaq iV ebenfalls ein elektrisches Panorama-Dach im Sortiment und verrechnet dafür 950 Euro; angeboten wird es bereits ab der Basisausstattung.

Bevor wir uns in den Sitzen zurücklehnen und den Strom aufdrehen, legen wir noch einen kurzen Abstecher ein – und begutachten den Kofferraum. Die Ausgangslage ist klar. Für Skoda ist das ein Heimspiel, dass man nicht verlieren darf. Mit einem Kofferraumvolumen von 585 bis 1.710 Litern räumt der Enyaq iV gleich alle Zweifel vom Tisch; der EV6 verstaut im Heck nur 490 bis 1.300 Liter – zwei klassische Getränkekisten weniger. Einfacher nutzen lässt sich der Stauraum ebenfalls im Skoda. Es gibt keine Stufen, keine Schluchten – und die Ladekante liegt mit 69 Zentimetern für ein SUV angenehm niedrig.

Kia EV6

© Kia

Kia EV6: Mit Frunk und gut doppelter Ladepower

Kia positioniert die Ladekante beim EV6 sechs Zentimeter höher; innen bleibt eine Kante von vier Zentimetern übrig. Beim Enyaq iV lässt sie sich mit dem variablen Kofferraumboden ganz ausgleichen. Mit einem kleinen Zusatzfach unter dem Kofferraumboden können indes beide SUVs dienen: beim Skoda fasst es 55, beim Kia 60 Liter – ein Prestigeerfolg. Einen praktischen Frunk – ein kleiner Stauraum unter der Fronthaube – hat ebenfalls nur der EV6. Er bietet mit 52, bzw. 20 Litern beim Allradmodell, genug Platz für den zum Laden notwendigen Kabelsalat: an dem Ort, wo die Kabel auch gebraucht werden.

Nachdem wir die Kabel schon in der Hand haben, können wir sie auch gleich anschließen. Ab Werk gelingt das im Skoda wie im Kia mit einem Mode-3-Kabel; wer mit Gleichstrom schnellladen will, muss ein CCS-Kabel ordern. Aber wie schnell kann man mit dem passenden Anschluss die jeweiligen Akkus laden. Skoda bot für den Enyaq iV zuletzt drei  Akkus an; aktuell ist aber nur der größte verfügbar. Der Enyaq iV 80 leistet 204 PS bzw. 310 Nm und schöpft seine Energie aus einem 77-kWh-Speicher (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 16,3 kWh auf 100 km, 0 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+++).

Skoda Enyaq iV

© Skoda

125 vs. 350 kW: Real oder nur Fiktion?

Die maximale Ladeleistung beziffert Skoda mit 125 kW; frei gegeben wurde sie zuletzt serienmäßig nur für den großen Akku. Bei der netto 58 kWh großen Batterie liegen beim DC-Schnellladen maximal 100 kW an. Über derartige Leistungswerte kann der Kia EV6 nur milde lächeln. Er quetscht die Elektronen mit bis zu 350 kW durchs Kabel: eine entsprechend potente Ladestation vorausgesetzt (HP-Ladesäule). Im Idealfall sind seine praktisch gleichgroßen Akkus in weniger als 20 Minuten wieder zu 80% geladen – beim Skoda dauert es in Etwa doppelt so lange.

Dass der Kia seine Super-Ladepower in der Realität derzeit nur in Ausnahmefällen erreicht,  kann an vielen Faktoren liegen. Die hauseigene Software ist ein Grund, hier will Kia bald nachbessern. Der Enyaq iV lädt real natürlich auch nur selten mit 125 kW – am Ende bleibt der Vorsprung des EV6 in der Praxis meist erhalten. Doch wie macht das das südkoreanische Crossover-SUV? Mit seiner 800-Volt-Technologie. Kia jagt durch die elektrischen Komponenten seines EV6 – von den Kabeln bis zur Batterie – 800 Volt; Skoda begnügt sich wie die meisten anderen Hersteller mit den derzeit üblichen 400 Volt.

Kia EV6

© Kia

800-Volt-Technologie macht den EV6 auch effizienter

Die Vorteile der höheren Spannung sind mannigfaltig: von den geringeren inneren Widerständen über das geringere Gewicht – bis zum schnelleren Laden. Letztlich spart das viel Gewicht; und es steigert die Effizienz. Die Theorie bestätigt sich im Test. Der Skoda Enyaq iV gönnt sich im Schnitt ca. 22, der EV6 knapp 19 kWh, die Ladeverluste sind hier  schon berücksichtigt. Jede erzeugte Kilowattstunde emittiert CO2 (zumindest CO2-Äquivlanete) und kostet Geld – weniger ist in diesem Fall also eindeutig mehr. Apropos Geld. Welches der zwei SUVs ist das teurere?

In den Skoda Enyaq iV steigt der geneigte Kunde ab 34.600 Euro ein. Dafür bekommt er einen E-Motor mit 109 kW bzw. 148 PS; und einen Akku mit 52 kWh Nettokapazität sowie eine Normreichweite von 355 Kilometern (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: aktuell keine Angaben). Bei Kia bekommt man für diesen Preis nur drei Viertel des EV6. Wer einen fertig zusammengebauten, fahrbereiten EV6 sein Eigen nennen will, muss mindestens 44.990 Euro zahlen. Installiert ist hier ein Heckantrieb mit 170 PS und ein 58 kWh-Akku, dessen Energie für 394 Kilometer reicht (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 16,3 kWh auf 100 km, 0 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+++).

Kia EV6

© Kia

Skoda praktisch – Kia schnittig

Fairer wäre aber der Vergleich mit dem Enyaq iV 60 für 39.650 Euro, interessanter ist indes jener der beiden aktuellen Topmodelle. Der Enyaq iV80X bringt mit seinen zwei Maschinen 265 PS sowie 310 plus 165 Nm über vier Räder auf die Straße. Der Antritt von 0 auf 100 gelingt in rund sieben Sekunden, die Spitze ist bei 160 km/h erreicht. Kostenpunkt: 47.000 Euro. Der EV6 77,4 kWh AWD GT-Line beschleunigt mit seinen 325 PS und 605 Nm in fünf Sekunden von 0 auf 100; und maximal auf 185 km/h. Kia stellt für dieses Modell knapp 53.000 Euro in Rechnung.

Bei den aktuellen Topmodellen sieht die Bilanz damit so aus. Der Kia EV6 ist rund 5.000 Euro teurer, aber mess- und spürbar schneller; mit 506 zu 496 Kilometer hat er im WLTP-Prüfzyklus auch die größere Ausdauer. Der Eindruck, dass der Skoda das günstigere Mittelklasse-SUV ist, bestätigt sich bei den Autokosten. Der ADAC gibt dem Enyaq iV im Mittel rund 5 Cent pro Kilometer Vorsprung; ausgewogener abgestimmt und praktischer eingerichtet ist der Skoda überdies. Der Kia EV6 lässt sich deutlich einfacher bedienen; außerdem ist er feiner verarbeitet und im Schnitt etwas besser ausgestattet.

Skoda Enyaq iV

© Skoda

Technische Daten


Skoda Enyaq iV Kia EV6
PS-Anzahl: 204 PS 170 PS
kW-Anzahl: 150 kW 125 kW
Antriebsart: Heckantrieb Heckantrieb
Getriebeart: Automatik Automatik
Kraftstoffart: Elektro Elektro
Verbrauch: 13,6 kWh/100 km 16,6 kWh/100 km
CO₂-Emission 0 g/km 0 g/km
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette) Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 44.750 Euro ab 44.990 Euro
Stand der Daten: 03.06.2022

Konkurrenzmodelle


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Unser Fazit


MeinAuto.de-Redakteur: Norbert Auer | 03.06.2022
Das Duell Skoda Enyay iV gegen Kia EV6 hat nicht zu viel versprochen. Die zwei Mittelklasse-SUVs aus den Häusern VW und Hyundai matchen sich auf höchstem Niveau. Der Skoda erweist sich als das günstigere, komfortablere und geräumigere SUV; mit mehr Sinn fürs Praktische. Der Kia EV6 bietet mehr Fahrspaß, deutlich mehr Ladeleistung, eine bessere Effizienz und Ausstattung. Mit seinem schnittigen Heck fällt er besonders auf; das muss aber mit einem kleineren Stauraum bezahlt werden.



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