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Mercedes GLE Coupé 2020 II im Test: Willkommen in der Haute Couture?

Wo Coupé drauf steht, sollte Eleganz, Sportlichkeit und Dynamik drin stecken: auch in einem SUV der oberen Mittelklasse wie dem GLE Coupé. In der ersten Reihe konnte die schnittige Variante des E-Klasse-Crossover diese Erwartung nur bedingt erfüllen. Deshalb folgt schon nach vier Jahren die zweite. Sie soll den Erzrivalen BMW X6 ernsthaft fordern. Ob es gelingt, lesen Sie in unserem Testbericht.

Inhalte des Testberichts zum Mercedes GLE Coupé:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

GLE Coupé C 167: der zweite Design-Entwurf sitzt hauteng

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Coupés sind im SUV-Segment weiter ein Nischenprodukt – aber ein höchst erfolgreiches. Den Erfolg dieser Spezialform einer Spezial-Karosseriebauform darf sich BMW auf die Brust heften. Die Münchner haben diese lustvolle SUV-Spielart anno 2008 aus der Taufe gehoben: mit dem X6. Mittlerweile tummeln sich selbst in den unteren Klassen reichlich Nachahmer. So richtig zur Geltung kommt die Neuinterpretation des Gran Turismo jedoch erst in der oberen Mittelklasse – und hier findet sie auch entsprechend Anklang. Porsche baut seit vergangenem Jahr den Cayenne auch als Coupé, Audi seit zwei Jahren den Q8 – und Mercedes hat 2015 in aller Eile den C 292, das GLE Coupé, auf den Markt gebracht. Dieser Schnellschuss ging allerdings nach hinten los. Optisch wirkte das sportliche Premium-SUV nie als Einheit, sondern mehr als Stückwerk – keine aussichtsreiche Basis für ein Designobjekt. Mit dem C 167, dem zweiten GLE, soll das anders werden. In der Entwicklung spielte das Coupé von Beginn an eine tragende Rolle – und das sieht man im fraglos an. Von der langen Front über die schwungvolle Dachlinie bis zum knackigen, in die Heckklappe integrierten Spoiler: das zweite GLE Coupé ist aus einem Guss.

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Der Designwandel schmeichelt indes nicht nur unserem Auge. Selbst die Luft schmiegt sich galanter an das gewaltige, 4,94 Meter lange und ohne Spiegel 2,01 Meter breite GLE Coupé an. Der Luftwiderstand ist gegenüber dem Vorgänger um fast 10% gesunken – obwohl die aktuelle Baureihe knapp einen Zentimeter breiter und einige höher ist. Die Breite – 2,16 Meter mit Außenspiegel – macht sich dennoch negativ bemerkbar: Baustellen-Spuren und Wohnstraßen werden schnell zum Nadelöhr. Der positive Nebeneffekt: Hüften und Ellenbogen können sich unbehelligt ausbreiten. Ähnlich verhält es sich mit der Höhe, für die Mercedes mit 1,73 ein Top-Modellmaß gewählt hat: passend, denn ein SUV-Coupé ist in erster Linie der Ästhetik verpflichtet. Sonnen- und Schattenseiten birgt aber auch dieser Ansatz. Auf erstere fallen der bequeme Einstieg und die auf den Vordersitzen luxuriöse Kopffreiheit. Hinten bleibt den Häuptern mit 96 Zentimetern aber um fast sieben Zentimeter weniger Platz als beim GLE, vorne sind es lediglich fünf. Wer nicht zu groß ist, sitzt im Coupé dennoch wie auf einem Thron: erhaben und losgelöst.

Viel Platz, viel Stauraum – trotzdem kein großer Praktiker

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Der hohe Aufbau des GLE Coupés zeitigt, wie erwähnt, jedoch auch Schattenseiten. Auf eine stoßen wir beim Test der praktischen Qualitäten, konkret beim Beladen des Kofferraums. Dessen äußere Ladenkante platzieren die Stuttgarter in Generation II zwar sechs Zentimeter tiefer als bisher, mit 87 Zentimeter liegt sich aber nach wie vor fast auf Geländerhöhe. Selbst mit einer Größe von 1,85 Metern sehnt man ein kleines Podest herbei. Das liefert Mercedes natürlich nicht mit – wie das aussähe. Ein Premiumhersteller löst das eleganter: mit der “Airmatic-Luftfederung, die uns bei dieser Aufgabe um fünf Zentimeter entgegen kommt. Dieses Entgegenkommen hat seinen Preis, konkret gut 2.000 Euro. Ist das Hindernis Ladekante einmal überwunden, wartet im neuen E-Klasse-SUV-Coupé ein durchaus praktischer und etwas größerer Kofferraum als bisher. Er nimmt 655 bis 1.790 Liter auf und kann mit einer magnetischen Abdeckung dienen. Die Lehnen lassen sich im Verhältnis 2:1:2 umlegen; die Heckklappe klappt serienmäßig per Knopfdruck auf und zu. Trotzdem: Wer mit dem GLE Wochenend- und Baumarkt-Einkäufe erledigen will, ist mit dem klassischen SUV besser bedient. Das packt 630 bis 2.055 Liter ein – über eine Ladekante, die fast zehn Zentimeter tiefer liegt.

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Wer beim Rückwärtsfahren etwas sehen will, wird mit dem GLE ebenfalls glücklicher sein. Das Heck des GLE Coupé II sieht zwar – man kann es nicht anders sagen – scharf aus. Das Heckfenster aber ist eher eine Schießscharte für Scharfschützen: mit einem äußerst begrenzten Sichtfeld. Ohne Rückfahrkamera würde man im gefährlichen Blindflug reversieren – gut, dass das Park-Paket mitsamt Kamera Serie ist. Noch eleganter parken wir das Premium-SUV mit der 360°-Kamera oder dem aktiven Parkassistenten ein. Zeit für ein Zwischenfazit: Der Test offenbart bisher eine klares Muster, das da lautet: Schönheit muss leiden, besonders in der Praxis. Dafür blüht sie beim Promenieren und auf der “Großen Tour” strahlend auf. Mercedes hat für die Genussrunden die passenden Antriebe parat: zum Marktstart allerdings keine Benziner, zumindest nicht im regulären Regal. Zwei Diesel und ein Plug-in-Hybrid wuchten die 2,3 bis 2,7 Tonnen voran. Die Selbstzünder setzen für diese herausfordernde Aufgabe auf sechs in Reihe aufgefädelte Zylinder, die mit einem Bi-Turbo beatmet werden.

Kräftige Sechszylinder-Diesel – starker & sparsamer Plug-in-Hybrid

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Die doppelte Beatmung entlockt dem 350 d 272 PS und 600 Nm, dem 400 d 330 PS und 700 Nm; letztere liegen jeweils schon ab 1.200 U/min an (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,3/7,4 Liter auf 100 km, 193/195 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Übersetzt wird diese gewaltige Kraft ab Werk: vom neuen, keine zwei Zentner schweren Wandlerautomaten 9G-tiptgronic und vom zupackenden 4Matic-Allradantrieb. Der Vorwärtsdrang ist belebend: der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 dauert rund sechseinhalb bzw. fünfeinhalb Sekunden. Das Prädikat “premium” verdient sich auch die Abgasreinigung. Sie genügt – dank mehreren Stickoxid- und Oxidationskatalysatoren – der ab 1. Januar 2021 geltenden Abgasnorm Euro 6d; aktuell beileibe keine Selbstverständlichkeit. Der Verbrauch hingegen ist mit gut 9 Litern im Testmittel keine Errungenschaft, die sich eine Prämierung verdient – auch wenn man das Gewicht, die Größe und die Form berücksichtigt. Hängt zumal eine Anhängelast von bis zu 3,5 Tonnen am Haken, wird es locker zweistellig.

Abhilfe schafft die PHEV-Variante, sprich das GLE Coupé mit dem 320 PS und 700 Nm starken Plug-in-Hybrid-Antrieb GLE 350 de 4 Matic (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,3/28,7 Liter/kWh auf 100 km, 34 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+). Er tritt mit seinem Vierzylinder-Diesel und seinem 136 PS bzw. 440 Nm starken E-Motor mindestens so kräftig an wie die Sechszylinder-Diesel. Da er aber auch an die 100 Kilometer rein elektrisch schafft, kommt er im Schnitt mit zwei Litern aus. Noch besser: Dank der aktuellen Förderung ist er bereits im Einkauf günstiger als die Diesel. Das kann man von den drei AMG-Benzinern nicht behaupten; sparsamer und sauberer sind sie ebenso wenig – dafür mit bis zu 612 PS leistungsmäßig in einer anderen Liga. In dieser spielt zumal das neue, digitale Innenleben des GLE Coupés. Ob im Cockpit mit dem bestens vernetzten MBUX-Bedien- und Infotainmentsystem und dem luxuriösen “Energizing-Komfortpaket oder im Bereich der Assistenzsysteme. E-Klasse bleibt E-Klasse, auch als SUV-Coupé.

Technische Daten des Mercedes GLE Coupé

PS-Anzahl: min. 320 PS max. 612 PS
kW-Anzahl: min. 235 kW max. 450 kW
Antriebsart: 4×4-Antrieb
Getriebeart: Automatik mit manuellem Modus
Kraftstoffart: Elektro oder Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 27,0 kWh/100km max. 6,9 l/100km
CO2-Emission: min. 29 g/km max. 263 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. E
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 81.693,50 Euro
Stand der Daten: 09.06.2020

Konkurrenzmodelle

SUV-Coupés gehören unter den Neuwagen in unserem Autohaus online keineswegs zu den Außenseitern. Drei weitere Beispiele: der BMW X6 ab 63.879 Euro und 19% bzw. monatlichen Raten ab 616 Euro, der Audi Q8 ab 61.0483 Euro und 23% bzw. ab 575 Euro monatlich oder das Porsche Cayenne Coupé ab 76.979 Euro und 9% Neuwagen Rabatt bzw. monatlich ab 840 Euro. Die Finanzierung ist bei diesen Preisen eine besonders lukrative Kaufoption, nicht zuletzt als Autoleasing oder Autofinanzierung – bei uns schon ab 0,9% Effektivzins und 0 Euro Anzahlung.

Fazit zum Mercedes GLE Coupé Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Das Mercedes GLE Coupé ist in der zweiten Generation, wie die erste hätte sein wollen: elegant, harmonisch, dynamisch und voll vernetzt. Mit dem neuen Plug-in-Hybrid 350 de ist sie außerdem ausgesprochen sparsam und sauber – ohne an Dynamik zu verlieren. Besonders praktisch und preiswert ist das schnittige E-Klasse-SUV indessen nach wie vor nicht. Bei MeinAuto.de geht das elegante Premium-SUV-Coupé aber schon ab 68.845 Euro auf Tour, 16,8% oder umgerechnet fast 13.700 Euro unter Listenpreis.

     
4 von 5 Punkten

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