Audi A3 Sportback vs. Volvo V40: Duell der exklusiven Schräghecklimousinen

Die üblichen Verdächtigen bei der Suche nach der passenden Kompaktklassenlimousine heißen VW Golf, Seat Leon, Hyundai i30, Kia Ceed oder Opel Astra. Wer es eine Nummer exklusiver will, der greift zur A-Klasse von Mercedes, zum 1er von BMW oder zum A3 von Audi. Wie fein der Audi ist, wollen wir im Test anhand eines Vergleichs mit einem anderen Parade-Exemplar der Klasse herausfinden – dem Volvo V40.

Audi A3 – die Größe kommt von innen

audi-a3-sportback-volvo-v40Die beiden kompakten Schräghecklimousinen der Auto-Adelshäuser haben mehr gemeinsam, als man vermuten möchte. Beide kamen in ihrer jüngsten Ausprägung 2012 zur Welt, beide wurden 2016 optisch und technisch überarbeitet – und beide haben den Anspruch, etwas Besonderes zu sein. Wir wollen wissen, wer diesem Anspruch näher kommt. Leiten lassen wir uns von der These, dass wahrer Adel von innen kommt. Die Szene für den ersten Abgleich von Dichtung und Wahrheit bildet demzufolge der Innenraum, konkret der Fahrersitz. Der A3 Sportback bettet unseren verlängerten Rücken auf fest gepolsterte, wohl geformte und vielfältig einstellbare Sportsitze. Diese sind in der getesteten „Sport“-Ausstattung Serie; die verbauten Optionen wie die Massagefunktion (neu seit der Modellpflege) und die elektrischen Einstellmöglichkeiten kosten extra. Auch im Schweden fühlen wir uns dank der feinen Sitzmöbel auf Anhieb pudelwohl; elektrische Einstell- und Heizmöglichkeiten fehlen ebenso wenig. Dem optionalen Lederbezug täte jedoch gerade im Sommer eine Belüftung gut, die leider nicht angeboten wird (gleiches gilt für den A3).

audi_a3_limousine_2016_innen_cockpitPlatz haben wir in den Fahrersitzen der beiden Kompaktklassler mehr als genug, auch mit einer Körpergröße von gut 1,9 Metern. Die Lage ändert sich, wenn wir ins Fond wechseln. Dort geht es im Volvo V40 zu wie im Stoßverkehr. Sitzt vorne ein Großer, hat hinten nur ein Kleiner Platz. Der Sportback lässt Köpfen und Knien – trotz eines Radstand-Patts: 2,64 Meter im Audi, 2,65 im V40 – einige Zentimeter mehr Bewegungsspielraum. Mitfahrer über 1,85 Meter stehen mit ihren Beinen aber auch in ihm an; die gedrungenen Fensteröffnungen und der wuchtige Mitteltunnel lassen den Raum zudem kleiner erscheinen als er ist. Im Volvo fühlen wir uns freier, der Freiraum ist trotzdem knapper – ein Trend, der sich im Kofferraum fortsetzt. Die schwedische Schräghecklimousine nennt ein Stauraumvolumen von 335 bis 1.032 Litern ihr Eigen. Damit besitzt sie ein ähnliches Fassungsvermögen wie der Seat Leon (275 bis 1.105) – der A3 Sportback fasst mit 380 bis 1.220 Litern ein, zwei Koffer mehr. Außerdem kommt uns der Audi beim Beladen mit einer 68 Zentimeter niedrigen Ladekante entgegen; beim Volvo müssen wir die Getränkekisten und Koffer sieben Zentimeter höher wuchten.

Innenraum & Motoren – Audi feiner, Volvo sauberer

Volvo V40 2016 innen cockpitAber, Sie haben recht: Limousinen solch nobler Abstammung sind nicht zum Ackern  geboren. In ihnen will das Leben genossen und der Stil gepflegt werden. Alle zwei sind diesem Zweck entsprechend vom Feinsten ausgerüstet und ausgestattet – letzteres allerdings erst nach einer ausführlichen Einkaufstour durch die Extras-Liste. Insgesamt halten wir fest: Der A3 Sportback von Audi ist eine Nuance hochwertiger eingerichtet und sorgfältiger verarbeitet; das Prädikat „premium“ verdienen sich dennoch beide. Die Variabilität des Innenraums erreicht im Duo hingegen nur Mittelmaß – geteilt umklappbare Rücksitze hat auch die bürgerliche Konkurrenz: eine längs verschiebbare Rückbank fehlt den Edel-Kompakten gänzlich. Dafür punkten sie bei der Bedienung und der Multimedia-Ausstattung – mit Übersichtlichkeit und allen Features, die das moderne, kommunikative Herz begehrt.

volvo-v40-2018-ausen-hintenDamit ist es Zeit, die zwei exklusiven Limousinen mit dem schrägen Heck dem Zweck zuzuführen, für den sie gedacht sind: dem der Mobilität. Die Reihe der Mobilmacher umfasst jeweils klassische Verbrennungsmotoren, die Diesel oder Benzin bevorzugen. Dem V40 sieht man am Motorensortiment an, dass er teilweise ein Relikt vergangener Tage ist: Denn er ist der letzte Volvo, der auf einer Plattform von Ford, dem ehemaligen Eigentümer, aufbaut. Neben den neuen Zweiliter-Turbobenzinern sind weiter die alten, auf der Ford-Technologie beruhenden 1,5 Liter Turbo-Ottomotor zu haben: jene mit 6-Gang-Schaltgetriebe und diese mit 6-Gang-Automatik. Bei den Dieselaggregaten hat Volvo den Schwenk zu den Eigenbau-Motoren indes komplett vollzogen – ebenso wie bei allen Antrieben den Umstieg auf ein realitätsnahes Messverfahren der Verbrauchs- und Abgaswerte. Die Belohnung: Alle V40-Motoren genügen der Euro-6d-Temp-Abgasnorm (für Neuwagen verpflichtend ab Herbst 2019).

V40 brilliert bei der Sicherheit – Audi offeriert alternative Antriebe

 

So weit sind die Motoren unter der Haube des Audi A3 Sportback leider noch nicht. Sie setzen a) auf eine größere Bandbreite und b) auf Alternativen. Bei den Benzinern sind sowohl ein Einliter-Dreizylinder wie ein Zweiliter-Vierzylinder und der Vierzylinder 1.5 TSI mit Zylinderabschaltung am Werk (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,3 Liter auf 100 km, 120 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Ihre Leistung reicht von 116 bis 190, die der 1,6 bzw. 2,0 Liter großen Diesel von 116 bis 184 PS. Für die jeweils stärksten Motoren bieten die Ingolstädter außerdem einen Allradantrieb an – ein Plus gegenüber dem Volvo. Als solches verbuchen wir auch die besagten alternativen Antriebe: namentlich den Plug-in-Hybrid A3-Sportback e-tron und den mit komprimiertem Erdgas betriebenen g-tron (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,8 Liter/3,5 Kilo auf 100 km, 40/96 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+).

Alternative Antriebe fehlen dem sonst so sauberen Schweden. Diesem Makel setzt der V40 ein wendiges, zugleich komfortabel abgestimmtes Fahrwerk und insbesondere eine 1A-Sicherheitsausstattung entgegen. Was bei ihm an aktiven und passiven Sicherheitssystemen an Bord ist, kann so manch höherklassiger Kollege nicht bieten – vom Schleudertrauma- bzw. Seitenaufprall-Schutzsystem über die „City Safety“-Technologie (Vermeidung von Auffahrunfall) bis zu den umfassenden „Driver Alert“, „Blind Spot“- respektive Geschwindigkeits-Management-Systemen. Der kompakte Audi steht dem Volvo in dieser Hinsicht jedoch kaum nach, auch wenn er an dessen Gesamtsicherheit nicht ganz herankommt. Dafür hat er – gegen Aufpreis – seit dem Facelift ein digitales Cockpit zu bieten. Dass wir die analogen Instrumente edler finden, bleibe dahingestellt.

Fazit: Der neue Audi A3 Sportback schlägt im Test den Volvo V40 knapp – aber doch. Ausschlaggebend sind das großzügigere Platzangebot, die noch feinere Verarbeitung und die alternativen Antriebe. Der Volvo punktet vor allem mit seiner Sicherheit und seinem Komfort. Bei MeinAuto.de startet der kompakte Audi ab 21.674 Euro, 17,4% bzw. über 4.400 Euro günstiger als gelistet; der Volvo legt mit 20.166 Euro los, gut 7.200 Euro respektive 27,2% unter dem Listenpreis (nau)

Technische Daten der Modelle im Vergleich:
Audi A3 Sportback Volvo V40
PS-Anzahl: 116 PS bis 190 PS 120 PS bis 280 PS
kW-Anzahl: 85 kW bis 140 kW 88 kW bis 112 kW
Antriebsart: 4×4-Antrieb, Frontantrieb Frontantrieb
Getriebeart: Automatik, Manuell Automatik, Manuell
Kraftstoffart: Diesel, Benzin Diesel, Benzin
Verbrauch (kombiniert): 3,9 bis 5,8 l/100 km 4,5bis 6,0 l/100 km
CO2-Emission: 103 bis 133 g/km 118 bis 139 g/km
Effizienzklasse: A bis B A bis B
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 25.350 Euro ab 26.600 Euro

Sie wollen Alternativen zu den beiden getesteten Modellen prüfen? Unter den Neuwagen in unserem Autohaus gibt es diese in Hülle und Fülle – z.B. die Mercedes A-Klasse ab 22.660 Euro und 13,2%, den BMW 1er ab 21.042 Euro und 18,5%; oder den VW Golf 7 ab 14.670 Euro und 21,3% Neuwagen Rabatt. Beim Autokauf ist unsere Auswahl ähnlich vielseitig und reicht vom günstigen Autokredit bis zum attraktiven Autoleasing.



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