Welcher Kombi passt zu mir?

Neuwagen-Beratung

10.01.2024 | Du suchst ein Auto, das viel Platz für Personen und Ladegut bietet? Dann fährst Du mit einem Kombi nach wie vor ausgezeichnet. Was Kombis auszeichnet, was sie von SUVs und Vans unterscheidet – und welche Kombis es gibt bzw. Welcher zu Dir passt: unser Ratgeber kennt die Antworten.

Cupra Leon
© Unsplash

Das kann ein Kombi

Die Idee hinter dem Kombi, dem Kombinationskraftwagen, ist einfach. Er will die Vorteile eines Pkws mit denen eines Lkws kombinieren: den Komfort und die hochwertige Einrichtung des einen mit dem großen Ladevolumen und Platzangebot des anderen. In den 1970er hat sich der Kombi vom nutzwertorientierten Auto zum vollwertigen Pkw weiterentwickelt: mit all ihren Annehmlichkeiten und Vorzügen. Der Vorderwagen unterscheidet sich meist nicht von den Limousinen desselben Modells.

Der Preis weicht aber leicht ab: je nach Klasse ist für einen Kombi mit einem Aufpreis von rund 500 bis 2.000 Euro zu rechnen. Dafür gibt es:

  • deutlich mehr Platz auf der Rückbank,
  • mehr Flexibilität und
  • einen ungleich größeren Kofferraum.

Mittlerweile freilich gibt es eine zweite Karosserieform, die diese widerstrebenden Eigenschaften vorzüglich vereint: das SUV. Ihr Vorteil ist die niedrigere Sitzposition, der bessere Überblick in Fahrtrichtung und das bequemere Aus- und Einsteigen. Dafür sind beim Kombi die Ladekante und der Verbrauch niedriger.

Welche Kombis gibt es

Klassen, Formen und Bezeichnungen

In der Hochzeit der Kombis war diese praktische Karosserieform in nahezu allen Fahrzeugsegmenten vertreten. Das hat sich verändert: Zurzeit werden Kombis von der Kompaktklasse aufwärts angeboten; meist bis in die obere Mittelklasse. Am umfangreichsten ist das Sortiment in der Mittelklasse.

Der klassische Kombi hat eine nahezu horizontale Dachlinie, ein langgestrecktes Heck, meist eine Dachsäule und ein steiles Heck. Mit den Jahren haben sich aber auch andere Formen herausgebildet.

  • Der Shooting Brake ist ein viertüriges Coupe mit Steilheck und wird u.a. von Mercedes und VW angeboten (CLS Shooting Brake, Arteon Shooting Brake).
  • Das Kombicoupé ist eine Variante mit besonders dynamischer Linienführung wie bspw. der Kia ProCeed

Als Bezeichnungen haben sich bei den Herstellern die unterschiedlichsten Namen eingebürgert. Audi nennt seine Kombis Avant, VW Variant und BMW Touring. Bei Mercedes heißt der Kombi T-Modell, bei Opel Sports Tourer und bei Skoda Combi.

Günstige Familienkombis (nahezu) auf Mittelklasse-Niveau

Das passende Familienauto sollte nicht nur geräumig und komfortabel sein, sondern auch eine gute Sicherheitsausstattung bieten. Im besten Fall gibt es das alles zum günstigen Preis.

Die genannten Preise gelten jeweils für die Basismodell mit den jeweiligen Basismotoren. Wer stärkere Antriebe will, muss bei den meisten zu höheren Ausstattungslinien greifen – beides erhöht den Preis teils erheblich. Beim Kia Ceed Sportswagon, beim Opel Astra ST, Cupra Leon, beim Peugeot 308 SW und beim Mercedes CLA gibt es im Bereich um die 35.000 bis 40.000 Euro aber schon einen Plug-in-Hybrid-Antrieb.

In puncto Sicherheits-, Komfort- und Multimedia-Ausstattung sind die Kombis dieser Preisklasse mittlerweile längst voll familientauglich. Immer öfter sind eine Klimaautomatik und ein gut vernetztes Infotainmentsystem Serie; häufig bereits ein Navi: so zum Beispiel bei eine Hyundai i30 Kombi oder Toyota Corolla Touring.

Das stattliche Kofferraumvolumen ist traditionell eine besondere Stärke der Kombis; ebenso wie dessen Flexibilität- Das Modell mit dem größten Stauraum ist der Skoda Octavia Combi mit 640 Litern; er kostet ab knapp 32.000 Euro. Ein Opel Astra Sports Tourer, ein VW Golf Variant und ein Hyundai i30 Kombi packen ähnlich viel Gepäck ein.

Mittelklasse-Kombis für Familien

Wird die Familie größer, reichen Kompakt-Kombis meist nicht mehr aus: es braucht einen Kombi aus der Mittelklasse. Er bietet nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Komfort, mehr Extras, mehr Sicherheit und mehr Dynamik. Mit diesen Eigenschaften ist er auch auf der Langstrecke im Vorteil.

  • Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet in dieser Klasse der Skoda Superb Combi. Er startet bei gut 42.000 Euro und bietet dafür auch das größte Stauraumvolumen (660 bis 1.950 Liter).
  • Da kann selbst der Konzernbruder VW Passat Variant nicht mithalten; er weist ein Kofferraumvolumen von 650 bis 1.780 Liter auf – ist aktuell mit einem Startpreis von ca. 39.000 Euro etwas günstiger.
  • Beliebte Alternativen für Familien sind in der Mittelklasse der Mazda 6 Combi ab 35.000 Euro, der Peugeot 508 SW und der Citroen CX 5 – sie starten mit Preisen von 46.000 bzw. 38.000 Euro.

Wenn auf der Rückbank drei Kindersitze befestigen will, der findet im Van- oder SUV-Segment eher ein passendes Modell.

Kombis für Berufspendler

Wer beruflich viel pendelt und viel Platz braucht, der wählt seinen Kombi nach anderen Kriterien aus. Sicherheit, Fahrleistung und Komfort stehen hier ganz oben auf der Liste, aber auch das Renommee des Herstellers ist entscheidend. Kurzum: Hier schlägt die Stunde der Kombis der Premium-Hersteller, aus der Mittel- wie aus der oberen Mittelklasse.

  • Ein Audi A4 Avant ab knapp 40.000 ist das unterste Limit; ein A6 Avant kostet rund 20.000 Euro mehr.
  • BMW 3er Touring und Mercedes C-Klasse T-Modell sind deutlich teurer, ersteren gibt es nicht unter 46.000, zweiteren nicht unter 47.000 Euro. Der BMW 5er Touring ist mit einem Einstiegspreis derzeit vergleichsweise günstig 56.800 Euro; das neue Modell kommt 2024 und wird deutlich teurer sein – wohl ähnlich teuer wie das E-Klasse T-Modell von Mercedes (ca. 64.500 Euro).
  • Unter den Modellen der Importeure sind nicht zuletzt der Volvo V60 und Volvo V90 sehr gefragt; ab 45.200 bzw. ca. 60.000 Euro.

Gerade bei den Business-Modellen aber wird sichtbar, dass auch bei den Kombis nichts mehr ohne alternative Antriebe geht.

Umweltfreundliche Kombis

Hybrid, Plug-in-Hybrid & elektrische Antriebe

Die Suche nach einem Kombi mit einem alternativen Antrieb glich vor wenigen Jahren noch der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Das hat sich zuletzt grundlegend geändert, mithin verbessert. Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Antriebe sind heute selbst bei den Kompaktklasse-Kombis Standard. Die Preise beginnen unter 40.000 Euro, z.B. bei einem Kia Ceed Sportswagon.

In der Mittelklasse überbieten sich die Hersteller gegenwärtig bei der Leistung, nicht zuletzt aber auch bei den elektrischen Reichweiten. Die Nase vorn haben in Bezug auf die Reichweite derzeit die Modelle von Mercedes: C- und E-Klasse stromern als PHEVs deutlich über 100 Kilometer ohne Nachladen. Apropos Nachladen. Auch in dieser Beziehung ist Mercedes topp: Als einer der wenigen Hersteller setzen die Stuttgarter auf ein Ladegerät mit Schnellladefunktion.

Plug-in-Hybrid bieten aber auch Citroen für den CX 5, Peugeot für den 508 SW, BMW für den 3er und 5er Touring, Audi für den A6 Avant und Volvo für seine beiden Kombis an. Ein wesentlicher Nachteil der Plug-in-Hybrid-Antrieb ist ihr Preis; unter 60.000 Euro geht in der Mittelklasse nichts; die Förderung wurde 2023 eingestellt.

Kombis mit Hybridantrieb wurden nie gefördert. Sie sind aber auch äußerst selten. Zwei Ausnahmen sind der Toyota Corolla Touring Sports und Suzuki Swace.

Batterieelektrische Kombis waren vor ein, zwei Jahren überhaupt nicht zu finden. Auch das ändert sich gegenwärtig rasant.

  • Der günstigste Elektro-Kombi kommt von einem chinesischen Hersteller, es ist der MG5 Electric Standard ab 35.000.
  • In der Kompaktklasse werden die ersten E-Kombis Ende 2023 bzw. 2024 erwartet, der Opel Astra Electric und sein Schwestermodell Peugeot 308-e SW.
  • In der Mittelklasse bietet aktuell ebenfalls ein chinesischer Hersteller den einzigen E-Kombi E, Nio den ET5 ab 47.500.
  • 2024 wird hier aber frischer Schwung in die Palette kommen: mit dem Audi A6 e-tron, dem VW ID.7 und dem BMW i5 Touring.
  • In der Oberklasse fährt der Porsche Taycan Sport Turismo seit einiger Zeit elektrisch, ab 94.000 Euro. Mercedes bieten keine reinen E-Kombis an, dafür aber die E-SUVs EQE und EQS.
CarCoach-Fazit - Auf den Punkt gebracht - White Text - Julian

Die SUVs mögen dem Kombi zusetzen, vor dem Aus ist dieses praktische Familienauto aber noch lange nicht. Das belegt nicht zuletzt die Entwicklung der letzten Jahre: immer mehr Hersteller bringen rein elektrische Kombis auf den Markt; PHEVs sind längst Standard.

Am Ende ist mit Sicherheit für jeden der passende Kombi dabei: ob klein und günstig oder groß, luxuriös und sündteuer.

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