Toyota Corolla TS im Test (2019): Hat Toyota wieder einen konkurrenzfähigen Kompakt-Kombi

Die klassische Schrägheck- und die elegante Stufenhecklimousine des neuen, zwölften Toyota Corolla hatten wir schon auf dem Prüfstand. Wer in der Golf-Klasse hierzulande aber ein Rad auf den Boden bringen will, der braucht im Arsenal einen Kombi. Beim neuen Auris-Vorgänger und -Nachfolger trägt er den Namen Corolla Touring Sports. Wie viel Touring und wie viel Sport im kompakten Toyota-Kombi stecken, entdecken wir im Test.

Inhalte des Testberichts zum Toyota Corolla Touring Sports:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Touring Sports – ein sportlicher aussehender Praktiker

toyota-corolla-st-2019-aussen“Ein Toyota? Der sieht aber gut aus.” Ein ums andere Mal urteilten verdutzt Passanten, die uns auf den neuen Corolla Touring Sports ansprachen. Kaum jemand konnte glauben, dass dieser Kombi im legeren Shooting-Brake-Stil der neue Toyota ist. Auch wir hatten anfangs unsere Zweifel. Am Ursprung und am sportlich-eleganten Auftritt des Corolla-Kombi besteht aber kein Zweifel. Weshalb auch?! Der Corolla ist nicht aus purem Zufall das meistverkaufte Auto der Welt, das hat seine Gründe – beim neuen Touring Sports sind es gleich mehrere. Neben der reizvollen Erscheinung erweist er sich im Test bspw. als großer Praktiker und Pragmatiker, wie es sich für ein Familienauto gehört. Mit einer Länge von 4,65 Metern überragt der Corolla TS das elegante Stufenheck zwar nur um zwei Zentimeter – die traditionelle Schrägheck-Limousine hängt er um fast dreißig Zentimeter ab. Der Radstand misst beim Kombi und bei der Limousine mit der Stufe drei Zentimeter mehr. Die Breite und Höhe hat der TS hingegen mit dem Schrägheck gemeinsam. Wichtiger aber ist: Was macht der Kombi, der wahlweise der Kompaktklasse oder der unteren Mittelklasse zugeordnet wird, daraus?

toyota-corolla-st-2019-aussen-hinten-mit-limousineWir inspizieren zuerst den Kofferraum des Toyota Corolla Touring Sports. Dessen Volumen hängt von der Motorenwahl ab. Mit dem Turbobenziner und dem kleinen Hybridmotor offeriert der Kofferraum ein Volumen von 596 bis 1.606 Liter; mit dem großen Hybrid sind es ein paar Liter weniger, exakt 581 bis 1.591. So oder so aber ist der Stauraum um zig Getränkekisten und Koffer größer als der in der fünftürigen Limousine: Sie verstaut im Heck lediglich 313 bis 1.004 bzw. 361 bis 1.052 Liter. Zweifellos aber ist die Limousine nicht der Vergleichsmaßstab. Den setzt die Konkurrenz, d.h. u.a.: der 4,52 Meter lange Honda Civic Tourer mit 448 bis 1.245 Litern, der 4,59 Meter große Hyundai i30 Kombi mit 602 bis 1.650; sowie der 4,60 Meter langen Kia Ceed Sportswagon mit 625 bis 1.694 Liter und der 4,57 Meter große Golf Variant mit 605 bis 1.620 Litern – Anders formuliert: Der Stauraum des Corolla TS zählt nicht zu den allergrößten – aber er bewegt sich im Vorderfeld des Wettbewerbs.

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Toyota werten den Corolla-Innenraum auf

toyota-corolla-st-2019-innen-kofferraumViel Stauraum allein reicht jedoch bei einem kompakten Kombi nicht aus. Der Gepäckraum sollte zudem variabel und praktisch genutzt werden können. Zwei Schlüsselkriterien sind die Ladekante und die Heckklappe. Beim Corolla TS liegt die äußere Kante des Kofferraums 64 Zentimeter über dem Boden: ein bandscheibenfreundliches Maß. Die Heckklappe öffnet geschmeidig – mit elektrischer Assistenz aber nur im Corolla Lounge – und hoch: bis 1,85 Meter Körpergröße sind die Köpfe des Ladepersonals außer Gefahr. Ein weiteres Kriterium sind die Anpassbarkeit des Volumens und der Sitzkonfiguration im Fond. Beide Anpassungen gehen im Toyota leicht von der Hand; die Lehnen der Rücksitzbank lassen sich vom Kofferraum aus per Hebel oder vom Fond aus per Taste umlegen. Fächer und Gepäcksicherungen (Verzurrösen und ein Netz) sind im Heck ebenso vorhanden – im Fond mangelt es allerdings an praktischen Staufächern. Die Kopffreiheit könnte hier ebenfalls etwas größer sein; knapp wird sie aber erst für Fahrgäste jenseits der 1,80. Im Cockpit ist das Platzangebot ausgesprochen großzügig bemessen.

toyota-corolla-st-2019-innenÜberzeugen kann uns die Kommandozentrale auch mit einer wohl überlegten und gebündelten, mit einem Wort übersichtlichen Bedienung. Im Detail offenbaren sich jedoch kleine Schwächen; auch wenn sich das Interieur im Vergleich mit dem Vorgänger um Klassen verbessert hat. So mancher Kunststoffgrat und so manches Spaltmaß lässt aber die letzte Sorgfalt vermissen – das können zahlreiche Mitbewerber besser: VW etwa, aber auch Hyundai. Beim Infotainment müssen wir gleichfalls einen Makel monieren. Zwar ist bereits ab der zweiten Ausstattungslinie “Comfort” das Multimediasystem “Toyota Touch” an Bord, mit 8-Zoll-Touchscreen und den “Toyota Connected”-Services. Doch selbst dem Top-Navigationssystem “Toyota Touch & Go Plus” fehlt eine Smartphone-Einbindung via Android Auto und Apple CarPlay. Die gute Nachricht: Die gängigen Standards werden bald ihren Weg in die Europa-Modelle finden.

Hybrid-Motoren mit hoher Effizienz – Corolla mit Top-Sicherheit

toyota-corolla-st-2019-aussen-seitlichEine patente Lösung für saubere und ökonomische Antriebe hat Toyota hingegen schon gefunden – und längst in Umlauf gebracht: den Hybridmotor. Er zieht nun in der neuen Generation in den Corolla Touring Sports ein: in Form des 1.8 Hybrid mit 122 PS und des 2.0 Hybrid mit 180 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 3,6/3,9 Liter auf 100 km, 83/89 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+). Wir testen den stärkeren der beiden Hybriden, der eine Besonderheit aufweist. Sein Zweiliter-Benziner spritzt wahlweise direkt oder per Saugrohr ein – abhängig von der Leistung, die gefordert wird. Die Idee dahinter: Beide Einspritzarten haben ihre höchste Wirkung in unterschiedlichen Lastbereichen. Durch ihre Kombination soll der Ottomotor noch effizienter arbeiten. Mit einem Testverbrauch von knapp über 4 Litern bestätigt sich die Theorie in unserer Praxis – der knapp 110 PS starke Elektromotor hat am niederen Verbrauch aber einen großen Anteil. Gleiches gilt für die Fahrleistungen: Den 0-100-Sprint absolviert der Kombi bravourös in acht Sekunden; in der Spitze erreicht er 180 km/h. Das große Plus des Hybridmotors bleibt aber seine Effizienz. Sie senkt – für Vielfahrer wie für Familien – die Unterhaltskosten erheblich und erfüllt damit einen zentralen Punkt auf der Kombi-Wunschliste.

toyota-corolla-st-2019-corolla-familieVon unserer Wunschliste konnten wir jedoch nicht alle Punkte streichen. Wir würden uns wünschen, dass Toyota endlich vom stufenlosen Planetengetriebe ablässt. Es stört das angenehme Fahrgefühl und die beschauliche Geräuschkulisse – auch im Corolla TS. Ein Plug-in-Hybrid-Motor wie im Prius würde zum Kombi auch gut passen. Für den einzigen Verbrennungsmotor im Sortiment, den Vierzylinder-Turbobenziner 1.2 T mit 116 PS, gilt das nur bedingt (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,6 Liter auf 100 km, 128 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Die hervorragende und im Euro-NCAP-Crashtest mit fünf von fünf Sternen ausgezeichnete Sicherheitsausstattung ist in einem Familienkombi indessen hochwillkommen: Sie passt zu ihm wie die Schneehaube zum Berg Fuji. Sehen lassen kann sich bereits die Ausstattung des Basismodells; in der Topausstattung “Lounge” sind Matrix-LED-Scheinwerfer, ein Tot-Winkel-Warner und ein Rückfahrassistent fix verbaut. Ebenso integriert im Topmodell: ein adaptives Fahrwerk. Das verleiht dem werkseitig ausgewogen abgestimmten Kombi einen besonderen Komfort.

Technische Daten des Toyota Corolla Touring Sports

PS-Anzahl: min. 116 PS max. 180 PS
kW-Anzahl: min. 85 kW max. 132 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik oder Manuell
Kraftstoffart: Elektro oder Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 3,3 l/100km max. 5,5 l/100km
CO2-Emission: min. 76 g/km max. 125 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. C
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 22.190,00 Euro
Stand der Daten: 26.11.2019

Konkurrenzmodelle

In unserem Autohaus online ist der Corolla TS weder der einzige preiswerte Neuwagen noch der einzige günstige Kombi aus der Kompaktklasse. Drei Beispiele sind der Seat Leon ST ab 17.684 Euro und 26,8% beziehungsweise ab 161 Euro monatlich; der Renault Mégane Grandtour ab 15.406 Euro und 29,8% oder ab monatlichen Raten von 154 Euro; oder der Opel Astra Sports Tourer ab 15.259 Euro und 30,4% Neuwagen Rabatt oder ab 151 Euro monatlich. Eine günstige Finanzierung, z.B. Autoleasing oder Vario-Finanzierung, beide ab 0,9% Effektivzins und ab 0 Euro Anzahlung, finden Sie bei uns ebenso.

Fazit zum Toyota Corolla Touring Sports Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Mit dem Corolla Touring Sports schließt Toyota die Rückkehr seines kompakten Dauerbrenners würdig ab. Die vielleicht größte Überraschung ist das attraktive, sportlich-dynamische Antlitz. Überzeugen kann der TS zumal mit seinem ebenso großen wie praktischen Stauraum, seinem Touring-Fahrkomfort – und seinen Hybridantrieben. Bei einigen Details wie der Smartphone-Einbindung und der Inneneinrichtung kann Toyota noch nachbessern. Der Preis ist stimmt aber bereits. Bei MeinAuto.de gibt es den Corolla-Kombi ab 18.236 Euro – 20,5% oder umgerechnet gut 4.500 Euro unter dem Listenpreis.

 

4 von 5 Punkten

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