VW Crafter Kastenwagen II im Test (2018): Was kann der Transporter?

Letztes Jahr durften wir einige einführende Testrunden in VWs neuem Crafter drehen. Der erstmals in Eigenregie entwickelte große Kleintransporter hat uns dabei beeindruckt – und er hat sich als aussichtsreiche Alternative zur etablierten Nutzfahrzeug-Riege vorgestellt: vom einstigen Plattformbruder, dem Mercedes Sprinter, bis zum Peugeot Boxer. In wie fern er der Konkurrenz wirklich gewachsen ist, wollen wir in einem ausführlichen Test mit dem Crafter Kastenwagen ergründen.

Inhalte des Testberichts zum VW Crafter Kastenwagen:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Unser Fazit mit Sternebewertung
  4. Konkurrenzmodelle

Crafter – ein Kasten mit vielen Gestalten und Gesichtern

vw-crafter-kastenwagen-2018-ausen-vorneKurier- bzw. Lieferdienste sind neben klein- und mittelständischen Handwerksunternehmen die Hauptzielgruppe des neuen Crafter. Für sie ist der robuste, transportstarke Kastenwagen das bevorzugte Einsatzwerkzeug. Der Vollständigkeit halber sei dennoch erwähnt: Die Wolfsburger decken mit der zweiten Generation auch die Flanken ab, z.B. mit dem Crafter Pritschenwagen oder dem Pkw-ähnlichen Crafter Kombi. Das große Arbeitstier unter diesen Spielarten indes ist der Kastenwagen. Deutlich wird das an den technischen Grunddaten, insbesondere den Gewichten. Unter dem Gesichtspunkt des höchstzulässigen Gesamtgewichts teilt sich das Sortiment in drei Äste auf:

  • den Crafter 30
  • und den Crafter 35, die auf ein Gesamtgewicht von 3 bzw. 3,5 Tonnen kommen dürfen
  • und den Crafter 50. Der Kraftlackel kann bis zu 5 Tonnen wiegen und mit maximal 300 Kilo doppelt so viel Dachlast; sowie mit maximal 2,6 Tonnen mehr als die zweifache Nutzlast bewegen.

Trotzdem: Mit einer Traglast von 1 bis 1,5 Tonnen zählt auch der Crafter 30/35 zu den kräftigsten Sherpas der Branche. Zur Traglast gesellt sich überdies die Fähigkeit, mächtige Zuglasten ziehen zu können. Der Crafter 50 schleppt 750, gebremst sogar bis 3.500 Kilo; der Crafter 30/35 schafft 750 respektive 2.500 bis 3.000.

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vw-crafter-kastenwagen-2018-laengen-groesen-vergleichDiese Hauptverästelung kann je nach Anforderungsprofil tiefer verzweigt werden – so tief wie bei kaum einem anderen Vertreter der Spezies Kleintransporter in Groß. VW selbst spricht von 85 Ausprägungen:

  • Um das zu ermöglichen, liefern sie den Crafter Kastenwagen in den drei Dachhöhen Normal-, Hoch- und Superhochdach aus: die Ladehöhe wächst so auf maximal 2,2 Meter.
  • Zwei Radstände – mittellang mit 3,63 und lang mit 4,49 Metern – fächern das Sortiment weiter auf und ziehen den Crafter in die Länge: von 5,9 auf über 6,8 Meter. In der Version „lang plus“ packt ein um 60 Zentimeter verlängerter hinterer Überhang einen weiteren halben Meter drauf. Summa summarum heißt das: In einem Laderaum mit einer Länge von maximal 4,85 Metern lassen sich 9,3 bis 18,4 m³ Ladegut verstauen – das sind 4 bis 6 normale und 3 bis 4 Euro-3-Paletten; oder 6 bis 9 handelsübliche Rollcontainer.
  • Bei Bedarf kann ein Teil des Ladevolumens in Sitzplätze umgewandelt werden: aus dem Crafter wird der Crafter Kastenwagen plus mit 5-7 Sitzplätzen.

Antriebe – effizient und anpassungsfähig

vw-crafter-kastenwagen-2018-ausen-beladenUnabhängig von der gewählten Crafter-Variante gilt freilich: Bei solchen Ladelasten und -Mengen ist es für einen reibungslosen Arbeitsfluss essentiell, dass beim Be- und Entladen keine Falltüren warten. Im Test konnten wir keine entdecken. Die seitliche Schiebetür ist mit 1,3 Metern höchst beladefreundlich (gegen Aufpreis gibt es eine zweite); die zwei dachhohen Hecktüren lassen sich – in einem Winkel von max. 270° – laderaumbreit öffnen. Die Ladekante liegt 57 Zentimeter tief, fast so tief wie beim Fiat Ducato und seinen Brüder Citroen Jumper bzw. Peugeot Boxer. Einziger Vorbehalt: Die kleinen und dennoch schwerwiegenden Hindernisse offenbaren sich oft erst im Arbeitsalltag. Im Test erkennen wir aber, dass VW sich bemüht hat, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Eine karosserieseitige Vorbereitung für Regaleinbauten installiert man serienmäßig. Zum Ausbau und zur Sicherung werden zig Varianten robuster Holzböden angeboten – zudem unzählige Ösen, Seitenverkleidungen, diverse Schienensysteme sowie Koffer und Netze zur Ladungssicherung. Eine Trennwand mit und ohne Fenster (plus Gitter), ein Innenraumdachträger und Steckdosen sowie LED-Beleuchtungen verfeinern die Funktionalität des riesigen Stauraums.

vw-crafter-kastenwagen-2018-ausen-hintenZeit für ein Zwischenfazit: Der Crafter Kastenwagen zählt in der zweiten Generation zu den vielseitigsten und transportstärksten Vertretern seiner Gattung – daran gibt es keinen Zweifel. Doch wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit aus? Eine tragende Rolle spielen in dieser Kategorie die Motoren. Sie müssen kräftig sein, damit beim Transport keine Zeit verloren geht; zugleich sollen sie sparsam sein, damit die Einnahmen nicht durch den Auspuff verschwinden. VW setzt bei den Antrieben auf eine Doppelspitze: eine große Antriebsvielfalt und einen Zweiliter-Vierzylinder-Diesel, der per Common-Rail-Einspritzung versorgt und per Abgasturbo aufgeladen wird. Angeboten wird der 2.0 TDI in vier Leistungsklassen mit 102, 122, 140 oder 177 PS, die zwischen 138 und 165 km/h schnell sind. Alle Ausbaustufen stattet man mit einer Start-Stopp-Automatik aus – und einem SCR-Katalysator, der mithilfe einer Harnstofflösung (Adblue) die Stickoxide weitgehend unschädlich macht. Alle Varianten genügen damit der Euro 6 Abgasnorm – unabhängig davon, welche Antriebsart gewählt wird. Zur Wahl stehen drei Antriebsarten mit abweichenden Einbauarten und entsprechenden Stärken.

Crafter Kastenwagen – praktischer Arbeitsplatz & hilfreiche Assistenten

vw-crafter-kastenwagen-2018-innen-sitze-fuehrerhausBeim Frontantrieb baut VW den Motor vorne quer ein. Beim Heckantrieb montiert man den Frontmotor längs – bei den 4Motion-Allradvarianten wiederum quer. Die größten Nutzlasten verarbeitet der Frontantrieb; außerdem überzeugt er mit der höchsten Laderaumhöhe und der tiefste Ladekante – die nicht notwendige Antriebsübertragung an die Hinterachse spart Platz. Die Kastenwagen mit Heckantrieb punkten im Test mit der höchsten Anhängelast und dem kleinsten Wendekreis: und bei voller Beladung mit einer bärenstarken Traktion (in der 50er-Variante mit Zwillingsbereifung für die Hinterräder). Die Stärken der Allrad-Modelle liegen im Geradeauslauf, im konstanten Grip und im besonders sicheren Fahrverhalten. Die volle Auswahl der Antriebe gibt es allerdings nur für die Selbstzünder mit 140 und 177 PS bzw. 340 und 410 Nm Drehmoment (Kraftstoffverbrauch kombiniert 140/177 PS: 7,2/7,4 Liter auf 100 km, 189/194 g/km CO2 und Euro 6). Neben dem Front-, Heck- und Allradantrieb stehen für sie sowohl das 6-Gang-Getriebe wie das besonders effiziente 8-Gang-DSG zur Verfügung. Den 2.0 TDI mit 102 PS kennt das Crafter-Sortiment dagegen nur als Front-, den mit 122 PS nur als Hecktriebler – beide sind stets an das 6-Gang-Handschaltgetriebe gekoppelt (Kraftstoffverbrauch kombiniert 102/122 PS: 7,2/noch keine Angaben Liter auf 100 km, 187/n.k.A. g/km CO2 und Euro 6).

vw-crafter-kastenwagen-2018-innen-navi-lenkradMit Testverbräuchen zwischen acht und neun Litern hält sich der geschosshohe Crafter Kastenwagen gut, wenn auch nicht so herausragend wie VW behauptet. Mit dem aerodynamischen Effizienzpaket können die Verbrauchswerte noch ein paar Zehntelliter gedrückt werden; angeboten wird es lediglich für die Frontantriebs-Modelle. Die üppige und ebenso nützliche Ausstattung der Fahrerkabine steckt hingegen in allen Crafter-Varianten – wenn vielfach erst gegen Aufpreis. Zwei Beispiele: Der zigfach einstellbare „ergoComfort“-Schwingsitz kostet zwischen rund 300 und 600 Euro; er ist aber jeden Cent wert. Gleiches gilt für die Fahrassistenz-Pakete. Im „3er-Paket“ ist für gut 3.500 Euro alles enthalten, was VW aufzubieten hat – nicht zuletzt die praktischen Parklenk- und Anhängerrangier- Assistenten. Ab Werk installiert VW – teils abhängig vom gewählten Modell – einen Seitenwind- und Spurhalteassistenten sowie das Umfeldbeobachtungs-System „Front Assist“ (City-Notbremsfunktion). Bei einem Riesen wie dem Crafter höchst hilfreiche Helfer.

Technische Daten des VW Crafter Kastenwagen:
PS-Anzahl: min. 102 PS max. 177 PS
kW-Anzahl: min. 75 kW max. 130 kW
Antriebsart: Frontantrieb, 4×4-Antrieb oder Heckantrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 7,2 l/100km max 9,2 l/100km
CO2-Emission: min. 187 g/km max. 237 g/km
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 34.410,04 Euro
Stand der Daten: 29.06.2018

Konkurrenzmodelle

Der Kleintransporter von VW ist in unserem Autohaus nicht das einzige günstige Modell aus dem Segment der Nutzfahrzeuge. Unter unseren Neuwagen finden Sie zum Beispiel auch den Citroen Jumper Kastenwagen ab 18.553 Euro und 42,8%, den Renault Trafic Kastenwagen ab 19.037 Euro und 35,0% – oder den Ford Transit Kastenwagen ab 21.779 Euro und 37,0% Neuwagen Rabatt. Neben dem Barkauf können Sie Ihr Nutzfahrzeug bei uns auch mittels Finanzierung erwerben, etwa über unser gerade für Gewerbekunden besonders attraktives Autoleasing.

Fazit zum VW Crafter Kastenwagen Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Mit dem Crafter Kastenwagen II zeigt VW, dass sie auch im Segment der Nutzfahrzeuge einen Klassenprimus produzieren können. In puncto Laderaumgröße und -Variabilität sowie in Bezug auf die Komfort- und Sicherheitsausstattung spielt der Kleintransporter an der Spitze mit. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit ist er ebenfalls top – insbesondere mit den aktuellen Rabatten. Bei MeinAuto.de gibt es den Crafter II ab 20.851 Euro, 42,2% oder umgerechnet über 14.500 Euro unter dem Normalpreis.

     
5 von 5 Punkten

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