Škoda Karoq Scout im Test (2019): zurück zu den Wurzeln als Kletterpflanze?

Der Karoq gehört – wie sein Vorgänger, der Yeti; und seine Geschwister, der Seat Ateca und der VW T-Roc – zur allseits beliebten Gattung der tollkühnen Bordstein-Kletterer, der City-SUVs. Mit dem Karoq Scout versucht Škoda seit Herbst neue Gefilde auszukundschaften. Er soll, dank Allradantrieb, auf losem Untergrund und bei schlechten Straßenverhältnissen einen sicheren Tritt finden. Ob das Unterfangen glückt, erzählt unser Testbericht.

Inhalte des Testberichts zum Skoda Karoq Scout:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Scout gibt sich ohne Versteckspiel zu erkennen

skoda-karoq-scout-aussenDie kernige und geländetaugliche Škoda-Scout-Familie zählte bislang drei Köpfe. Die klassischen Karosserieformen Limousine bzw. Kombi waren durch den Octavia und den Fabia vertreten – und gegenüber dem SUV, dem bärigen Kodiaq, in der Überzahl. Der Neuzugang des Karoq stellt das Gleichgewicht her. Diese Parität trägt der kleine Scout selbstbewusst zur Schau, indem er mit seinem vermeintlichen Können optisch nicht hinter dem Berg hält. Vorne demonstrieren ambitionierte Luftschlitze im Kühlergrill und im Stoßfänger Kraft und Dominanz: Wer so tief Luft holt, muss viel Dampf unter der Haube haben. Eine ähnliche Sprache sprechen die kräftigen Radhäuser. Die silbern eingefärbten Schweller und Stoßfänger blinzeln dem Betrachter keck zu und deuten einen Unterbodenschutz an. Ein solcher unterfüttert Getriebe und Motor tatsächlich, doch lediglich leidlich. Das Hartplastik dürfte keiner Kollision mit einem Stein standhalten, der den Namen verdient. Aber so wild will es der auf Offroad gebürstete Karoq nicht treiben – wie sich am Schuhwerk erkennen lässt. Die serienmäßigen 18-Zoll Leichtmetallfelgen der Serie „Braga“ sind zu schick, um sich an Felsen zu reiben; die dazugehörigen 225er sind unverkennbar Asphalt-Liebhaber.

Auch innen macht der Karoq Scout umgehend klar: Für tiefe Schlammschlachten bin ich zu schade. Der Zwirn der Scout-Sondersitzbezüge in Schwarz und Braun ist für Dreckträger zu fein; wohl fühlt er sich in der täglichen Großstadt-Dschungelrallye. Die Konturen, die Polsterung und die Kopfstützen schmiegen sich eng an die Körper des Fahrers und Beifahrers. Platz haben die zwei auch mehr als genug: solange sie nicht über 190 Zentimeter groß sind. Im Fond ist das SUV nicht ganz so fein eingerichtet; an Platz mangelt es jedoch keineswegs. Dieses Urteil gilt unabhängig davon, ob die herkömmliche oder die Varioflex-Sitzbank verbaut wird. Wir würden nach dem Test unbedingt letztere empfehlen. Für nur 390 Euro vollführen die Varioflex-Sitze wahre Verwandlungskunststücke. Die Bank besteht aus drei Sitzen, die sich einzeln verschieben lassen; der mittlere Platz kann wahlweise als praktisches Tischchen genutzt werden. Eine zweite Möglichkeit offeriert der Ausbau des Mittelsitzes; dann lassen sich die Außensitze in Richtung Mitte verschieben. Mit dem gewonnenen Freiraum und den in der Neigung verstellbaren Lehnen gemahnt der Sitzkomfort bereits ansatzweise an die Oberklasse.

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Der Pfadfinder reist mit schwerem Gepäck

skoda-karoq-scout-aussen-hintenZugute kommen die flexiblen Rücksitze außerdem dem Stauraum – auch wenn der Aufbesserungen kaum nötig hat. Der 4,38 Meter lange Karoq verstaut auch als „Scout“-Special 521 bis 1.630 Liter. Das ist mehr als der fast gleichlange Ateca im Heck versteckt, konkret 485 bis 1.579 Liter; und mehr als der rund 15 Zentimeter längere Ford Kuga in seinem Kofferraum unterbringt (456 bis 1.653 Liter). Wer die Vario-Rücksitze vollständig ausbaut, kann den Tschechen sogar mit maximal 1.810 Litern befüllen. Gönnt man sich für 80 Euro zusätzlich die umklappbare Beifahrersitzlehne, gelingt auch der Transport besonders sperriger Gegenstände ohne viel Aufhebens. Die Gründe: Der Stauraum misst über zwei Meter und die Ladekante – untypisch für ein SUV – liegt nur 68 Zentimeter hoch. An zahlreiche Fixier- und Zusatzstaumöglichkeiten hat Škoda wie gewohnt auch gedacht. Obwohl die Konkurrenz ihre Scouts längst ausgeschickt hat, sind die Autobauer mit dem Pfeil im Emblem in dieser Beziehung weiter einige Pfeilspitzen voraus.

Der Karoq Scout kann aber mehr als nur anpacken. Wie wir bereits gesehen haben, kann er auch mit raffinierten Details glänzen. Die Edelstahlkappen der Pedale gehören in diese Kategorie; im übertragenen Sinn gilt das auch für die klugen Ablagemöglichkeiten, die feine Verarbeitung, das multifunktionale Lederlenkrad, die Klimaautomatik, das schlüssellose Zugangssystem und die LED-Ambientbeleuchtung. In einem Satz: Die Serienausstattung des Škoda-Scout darf getrost als üppig bezeichnet werden. Die Preisliste gibt jedoch noch genügend Extras für eine ausgiebige Einkaufstour her. Ab Werk leuchtet der Škoda mit Halogenscheinwerfern die Prärie aus; nach einer Zuzahlung von 990 Euro übernehmen diese Aufgabe LED-Hauptscheinwerfer: mit einer vollautomatischen Lichtsteuerung, die verschiedene Modi kennt; automatisch regulierte LED-Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht packt die VW-Tochter für den Preis noch drauf. Für weitere 150 Euro gibt es eine Scheinwerferreinigungsanlage, die sich insbesondere bei Stippvisiten staubiger Schotterpisten und salzverschmutzter Schneepfade als lohnende Investition erweist.

Karoq Scout: sicher auf und abseits befestigter Straßen

skoda-karoq-scout-innen23Andere Scout-Kunden werden ihr Geld lieber in die Aufwertung der Multimedia-Ausstattung investieren. Das Serien-Musiksystem „Swing“ verwandelt sich gegen einen Aufpreis von 630 Euro bspw. zum Infotainmentsystem Bolero; es spiegelt per „Smart Link+“ die Smartphone-Inhalte aufs 8-Zoll-Display. Wieder andere dürften sich die eine oder andere Neuheit aus der Fahrerassistenzecke gönnen. Der Frontradarassistent mit City-Notbremsfunktion, die Geschwindigkeitsregelanlage und die Parksensoren gehören zur Werks-Mitgift; der Parklenkassistent kostet 300, die Rückfahrkamera 150 Euro. Teurer, aber auch interessanter, sind der adaptive Abstands- und der Stauassistent: mit ihnen ist der Karoq in Maßen teilautonom unterwegs. Doch wo, lautet die große noch offene Frage. In der Stadt? Selbstverständlich. Auf der Landstraße und der Autobahn? Hier federt der Karoq Scout ebenfalls artig über Wellen und Rillen – das 780 Euro teure adaptive Fahrwerk ist eine nette Zugabe, aber kein Muss. Doch wie stellt sich der Sonder-Karoq abseits geteerter Pisten an? Durchaus geschickt.

Mit einer Bodenfreiheit von knapp 17 Zentimetern eignet er sich zwar nicht für tiefschürfende Querfeldein-Ausflüge. Aber. Dank des adaptiven Allradantriebs und der Fahrprofilauswahl – beide Serie – hält sich das SUV auf losem Untergrund wacker: vor allem im „Offroad“-Modus. In dem spricht das Gaspedal zaghafter an; außerdem schalten sich die Auto-Holdfunktion und der Bergabfahrassistent zu, wenn’s steil bergab geht. Der Allradantrieb setzt auch erst ein, wenn die Vorderräder an Grip verliefen; sonst heißt es mit Frontantrieb Sprit sparen: der hohe Cw-Wert von 0,35 fordert seinen Tribut. Die drei angebotenen Verbrennungsmotoren tragen ihr Scherflein zur Effizienz bei. Der Vierzylinderbenziner 1.5 TSI aus VWs Evo-Baureihe drückt mit 150 PS und 250 Nm kräftig an (Kraftstoffverbrauch: 6,5 Liter auf 100 km, 149 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Dank Zylinderabschaltung, Hochdruckeinspritzung und 7-Gang-DSG bleibt der Verbrauch im Rahmen; in der Mittellage läuft der Benziner aber etwas rau. Die beiden Diesel sind nicht nur sparsamer, sondern auch zugkräftiger. Sowohl der 2.0 TDI mit 150 PS und 6-Gang-Handschaltung als auch der 2.0 TDI mit 190 PS und 7-DSG ziehen bis zu 2,1 Tonnen an ungebremster Anhängelast  (Kraftstoffverbrauch: 5,1 Liter auf 100 km, 134 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Fehlt eigentlich nur noch ein sauberer Alternativer.

Technische Daten des Skoda Karoq Scout

PS-Anzahl: min. 150 PS max. 150 PS
kW-Anzahl: min. 110 kW max. 110 kW
Antriebsart: 4×4-Antrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 5,1 l/100km max 6,5 l/100km
CO2-Emission: min. 134 g/km max. 149 g/km
Effizienzklasse: min. B max. C
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 33.640 Euro
Stand der Daten: 22.02.2019

Konkurrenzmodelle

Ein kompaktes SUV wie der Karoq steht in unserem Autohaus online nicht im Abseits. Unter den rund 400 Modellen, allesamt Neuwagen, finden Sie viele Konkurrenten des Tschechen: z.B. den BMW X2 zu einer Rate ab 96 Euro bzw. ab 21.580 Euro rund 38,4%, den Hyundai Tucson zu einer Rate ab 160 Euro bzw. ab 17.911 Euro und 24,9%; oder den VW T-Roc zu einer Rate ab 195 Euro bzw.  ab 18.404 Euro und 13,9% Neuwagen Rabatt. Neben den Toprabatten erwartet Sie bei uns eine Finanzierung mit Top-Konditionen, etwa unser Autoleasing mit einem Effektivzins ab 0,9%.

Fazit zum Skoda Karoq Scout Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Der Karoq Scout erweist sich im Test als würdiger Neuzugang zu Skodas Scout-Familie. Sein Platz- und Stauraumangebot ist einsame Klasse. Dank fixem Allradantrieb und Offroad-Modus kommt er auch auf losem Untergrund klar – zudem ist er üppig ausgestattet. Recht üppig ist aber auch der Preis. Bei MeinAuto.de wagt die Offroad-Karoq-Variante ab 28.706 Euro den Abstecher ins Gelände – 16,7% bzw. gut 5.600 Euro unter dem Listenpreis; der normale Skoda Karoq startet zu einer Rate ab 183 Euro bzw. ab 21.264 Euro.

 
4 von 5 Punkten

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