Im alltäglichen Verkehr liegt der Verbrauch der sparsamsten Elektroautos oft etwas höher als im Normtest – je nach Modell um 2 bis 6 kWh mehr. Der ADAC versucht, die realen Bedingungen mit seinem Ecotest abzubilden. Hier schneiden Modelle wie der Hyundai Kona Elektro und das Tesla Model 3 besonders gut ab, mit einem Verbrauch von weniger als 17 kWh auf 100 Kilometer.
Ein interessantes Thema ist natürlich der Vergleich der Betriebskosten von Elektroautos mit denen von Diesel- oder Benzinfahrzeugen. Wann ist ein Elektroauto im Betrieb tatsächlich günstiger?
Ob die Energiekosten für ein E-Auto niedriger sind als für einen Verbrenner, hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem Stromverbrauch, den Kraftstoffkosten und auch von individuellen Tarifangeboten. Der Liter Benzin oder Diesel kostet derzeit im Schnitt etwa 1,80 Euro – wobei der Preis schon schwankte und auch in Zukunft schwanken wird. Eine Kilowattstunde Strom liegt momentan bei etwa 0,4 bis 0,5 Cent, wobei auch hier die Preise je nach Tarif variieren können.
Nehmen wir an, der Strompreis liegt bei 50 Cent pro kWh und der Preis für Benzin oder Diesel bei 1,80 Euro. Dann ergibt sich folgendes Bild:
Unter diesen Annahmen gilt: Ein Elektroauto ist günstiger als ein Diesel, wenn es mit weniger als 18 kWh auf 100 Kilometer auskommt. Im Vergleich mit einem Benziner liegt der Grenzwert bei 22 kWh.
▶ Das bedeutet: Ein effizienter Elektroantrieb kann bereits bei mittleren bis niedrigen Verbrauchswerten eine kostengünstigere Wahl im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren darstellen – besonders, wenn man von günstigen Stromtarifen profitiert.