Nissan Juke 2018 im Test: neues Facelift trifft den Ernst des Lebens

Dass der Nissan Juke ein verspielter, kreuzfideler Zeitgenossen ist, sieht man ihm an: am Namen wie am Design. Doch selbst eine Frohnatur wie der kleine Crossover wird hin und wieder vom Ernst des Lebens eingeholt. Nebenbuhler – der VW T-Roc etwa oder der Seat Arona – betreten die Bühne; und die Spielregeln ändern sich. Wie der Juke damit zu Recht kommt, zeigt er uns im Test mit dem jüngst aufgefrischten 2018er-Modell.

Inhalte des Testberichts zum Nissan Juke:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Juke – spielerisch verjüngt

nissan-juke-aussen-vorneDamals, beim Debüt 2010, hatte der Juke leicht lachen. Er selbst hatte gerade in Eigenregie das neue Feld der B-Segment-Crossover ausgesteckt. Ohne Konkurrenz konnte er sorglos über die Boulevards flanieren. Diese Unbeschwertheit zieht an und so kam es, wie es kommen musste: die Kunden folgten dem kleinen SUV in Scharen. Die Konkurrenz erkannte erst spät das Potential dieser Nische und startet mit Respektabstand – Opel bspw. mit dem Mokka 2012 und Peugeot mit dem 2008 im Jahr 2013. Nissan parierte die ersten Herausforderer lässig mit einer Modellpflege im Jahr darauf. Mittlerweile aber mischen immer mehr Hersteller mit, unter anderem auch die Wettbewerber aus dem nahe Korea: namentlich Kia mit dem Stonic und Hyundai mit dem Kona. Wie’s scheint, lassen sich aber weder Nissan noch der Juke davon aus dem Takt bringen. Die Japaner setzen weiter auf Unbeschwertheit und Gelassenheit. Ob diese Taktik erfolgreich bleibt?

nissan-juke-aussen-felgeOptisch sieht es ganz danach aus. Mit wenigen Strichen haben die Autobauer aus Yokohama die Front des Juke aufgefrischt. Die Scheinwerfer-Behausung, das zentrale V-Element des Kühlergrills und die Blinker in den Außenspiegeln: sie alle haben einen dunkleren Touch erhalten; einen kräftigeren Lidschatten, wenn man so will – und der verfehlt selten seine Wirkung. Darüber hinaus hat Nissan die Personalisierungs-Palette bereichert: durch zwei frische Grundfarbtöne (Vivid Blue, Bronze), durch farbige Einsätze für die Leichtmetallfelgen; und durch farbige Karosserie-Elemente wie die Schweller und die Stoßfänger. Gebündelt sind diese Exterieur-Pakete in den drei Sträußen „Enigma Black“, „Power Blue“ und „Energy Orange“. Auch 2018 ist der kleine Nissan also locker, lässig, bunt – und für jeden optischen Spaß zu haben. So wie wir den Juke seit jeher kennen.

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Innenraum: mehr Farbe & mehr Luxus

nissan-juke-innen-vorneInnen setzen sich sowohl die Lockerheit des Juke wie die Akzentuierungs-Offensive des Facelifts fort. Wiederum hat Nissan die Akzentgeber in Pakete gepackt. Unter dem Decknamen „Energie Orange“ und „Power Blue“ werden Verkleidungen, Luftdüsen und Konsolen farblich herausgestrichen – ab der „N-Connecta“-Ausstattung geschieht dies übrigens ab Werk. Wer zur Topausstattung „Tekna“ greift, sitzt zudem – ebenso edel wie fein gebettet – in schwarz gehaltenen Premium-Ledersitzen. In deren Kopfstützen integriert sind zwei der sechs Lautsprecher des Bose-Luxus-Soundsystems. Dieser Klangkünstler, der aus dem Micra importiert wurde, gehört in der Topausstattung gleichfalls zum Serienumfang. Verfeinert haben die Japaner im Zuge des Facelifts schließlich auch das Antlitz der Kombi-Instrumente: mit dem Effekt, dass die essentiellen Fahrzeugdaten nunmehr deutlich besser abzulesen sind. Bis dato scheint alles weiter glatt zu laufen für das kleine SUV. Bei den Antrieben gerät der Juke aber erstmals ins Stocken – das Spielerische ist urplötzlich verschwunden. Was ist geschehen?

nissan-juke-aussen-hintenIm Grunde nichts Außergewöhnliches. Die Rahmenbedingungen für die Zulassung der Motoren haben sich geändert. Direkt eingespritzte Benzinmotoren dürfen ab sofort nur noch ein Zehntel der bisherigen Feinstaubpartikelmenge ausstoßen; das besagt die Abgasnorm Euro 6c. Ab 1. September 2019 werden die Abgasgrenzwerte außerdem auch im realen Betrieb abgenommen – so will es die Norm Euro 6d-temp. Die zwei direkt eingespritzten Turbobenziner, der 1.2 DIG-T und der 1.6 DIG-T, konnten diese Verschärfungen bis dato noch nicht meistern: folglich sind sie aktuell aus dem Sortiment verschwunden. Das bedeutet: Der kleine Nissan kocht vorerst auf Sparflamme. Der 1,6 Liter große Ottomotor ohne Turboaufladung ist der einzige, der derzeit die beiden genannten Normhürden nimmt (Kraftstoffverbrauch kombiniert 5-Gang/Automatik: 7,3/6,8 Liter auf 100 km, 166/154 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse F/E). Die erste war ein Klacks, denn als Sauger betrifft ihn die Euro-6c-Norm nur am Rande. Aber auch die zweite, die realen Grenzwerte, schafft der Vierzylinder. Nissan hat die Leistung um ein paar PS und Nm zurückgeschraubt: auf 112 statt 117 PS und 144 statt 158 Nm.

Juke-Motoren: keine Evergreens

nissan-juke-innen-cockpitDarüber hinaus wurde dem Sauger sowohl in der Variante mit 5-Gang-Getriebe wie in der mit Xtronic-Automatik ein Start-Stopp-System verpasst. Berauschend ist die Effizienz dennoch nicht – das belegen das F respektive das E der Effizienz-Klassifizierung. Verschlechtert hat sie sich allerdings auch nicht, anders als der direkte Vergleich der Normwerte nahe legen würde. Der Normverbrauch liegt zwar um 0,7 Liter höher, der Testverbrauch bleibt mit 7,5 Litern aber praktisch unverändert. Das Ziel, die Norm- an die Realwerte anzunähern, ist in diesem Fall geglückt. Ebenfalls kaum zu spüren ist im Alltag der Leistungsrückgang: nominell verlangsamt sich die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h um knapp eine Sekunde. Ein Sportler war der Saugrohreinspritzer nie – und er wird auch keiner mehr werden. Alle, die  flotter und messbar sparsamer vorankommen wollen, kommen im Augenblick nicht am Diesel 1.5 l dCi mit 110 PS und 260 Nm vorbei (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,7 Liter auf 100 km, 123 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Allerdings hat auch er ein Manko: Er ist nach Euro 6c zertifiziert: d.h. er ist nicht so gut für die Zukunft gerüstet, wie so mancher Diesel der Konkurrenz. Dazu wäre neben dem obligatorischen Dieselpartikelfilter auch eine hocheffiziente Harnstoff-Stickstoffreinigung mit SCR-Katalysator notwendig.

Und wie sieht es mit alternativen Antrieben, etwa einem Elektromotor wie im Hyundai Kona, aus? Schlecht, ähnlich schlecht wie mit dem Bewegungsspielraum auf der Rückbank. Dieses Leid teilt sich der 4,14 Meter kurze Juke indes mit allen anderen B-Segment-SUVs. Mit dem Gros der Konkurrenz auf Augenhöhe bewegt sich der Nissan auch beim Kofferraumvolumen: 354 bis 1.189 Liter umfasst es, ähnlich viel wie das des Renault Capture und das des Kia Stonic (377 bis 1.235 bzw. 3521 bis 1.155 Liter). Der Juke aber wäre kaum so beliebt, wäre er nicht anders als die anderen. Von der Konkurrenz hebt er sich nach wie vor mit seiner in allen fünf Linien reich bestückten Serienausstattung ab; neu hinzugekommen sind im „Acenta“-Modell LED-Nebelscheinwerfer. Heraus stechen zudem die sattelfesten Bremsen (Bremsweg aus Tempo 100 unter 36 Meter) und das herrlich agile Handling; die Federung zeichnet sich hingegen weiterhin durch eine durchschlagend straffe Note aus, die sich auf schlechten Fahrbahnen zu einem Misston auswachsen kann.

Technische Daten des Nissan Juke

PS-Anzahl: min. 110 PS max. 113 PS
kW-Anzahl: min. 81 kW max83 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 4,7 l/100km max 7,2 l/100km
CO2-Emission: min. 123 g/km max. 164g/km
Effizienzklasse: min. B max. F
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 16.490,00 Euro
Stand der Daten: 01.10.2018

Konkurrenzmodelle

Das Beispiel des Juke zeigt – in unserem Autohaus online sind sie richtig, wenn Sie einen günstigen Neuwagen kaufen wollen. Auch dann, wenn es ein kleines SUV sein darf. Untermauert wird das von weiteren Modellen, z.B. dem Citroën C3 Aircross ab 12.025 Euro und 25,0%, dem Kia Stonic ab 14.004 Euro und 16,7%; oder dem VW T-Roc ab 17.112 Euro und 19,2% Neuwagen Rabatt. Bei der Finanzierung erwarten Sie gleichfalls viele attraktive Angebote, bspw. unser günstiges Autoleasing

Fazit zum Nissan Juke Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Der Nissan Juke präsentiert sich 2018 optisch sichtbar verjüngt – sowohl außen wie innen frischen neue Farbakzente das Design und die Individualisierungsmöglichkeiten auf. Unter der Haube aber ist das kleine SUV alt geworden – zumindest vorerst fehlt hier ein jugendlicher Funke. Bei MeinAuto.de startet der aufgefrischte Nissan-Crossover ab 13.650 Euro – 3.400 Euro bzw. 20,8% unter dem vom Hersteller empfohlenen Verkaufspreis.

     
4 von 5 Punkten

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