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Mitsubishi Eclipse Cross Plug-in-Hybrid 2021 (Test): Facelift verwandelt das SUV-Coupe in ein PHEV

Mit dem SUV-Coupé Eclipse Cross hat Mitsubishi 2018 die Schneise zwischen ASX und Outlander aufgeforstet. Der 4,41 Meter lange Setzling ist prächtig gediehen – so gut, dass ihm die Japaner mit der 2021-Modellpflege mehr Platz einräumen. Der aufgefrischte Eclipse Cross misst längs jetzt 4,55 Meter; und er vertraut fortan ganz auf einen Plug-in-Hybridantrieb. Wir haben das Eclipse Cross PHEV getestet.

Inhalte des Testberichts zum Mitsubishi Eclipse Cross PHEV:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

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© Mitsubishi

Eclipse Cross: Modellpflege mit neuen Antrieben

Es ist ungewöhnlich, dass ein Modell bei einer Modellpflege seine Maße verändert. Zwar ist „Maße“ beim gepflegten Mitsubishi Eclipse Cross zu viel gesagt – denn gewandelt hat sich nur ein Maß: die Länge. Das SUV-Coupé ist mit der Überarbeitung aber immerhin knapp 14 Zentimeter gewachsen – auf eine Länge von 4,55 Meter. Alle anderen Abmessungen sind mit jenen des Vorgängers identisch: der Radstand von 2,67 Metern ebenso wie die Breite und Höhe von 181 bzw. 169 Zentimetern. Der Zuwachs verteilt sich auf den vorderen und hinteren Überhang: rund zehn Zentimeter entfallen auf den vorne, rund vier auf den hinten.

Wer sich wie wir von den Zuwächsen einen größeren Kofferraum erhofft hat, wird beim Blick in denselben ernüchtert sein. Das Stauraumvolumen schrumpft sogar: von bescheidenen 385 bis 1.159 Litern auf bescheidenere 359 bis 1.108 Liter. Wie kommt’s? Grund für den Schwund ist der Umsturz im Antriebssortiment. Bei der Modellpflege hat Mitsubishi alle konventionellen Verbrennungsmotoren aussortiert. Das Antreiben übernimmt nun exklusiv der neue Plug-in-Hybrid-Motor. Er benötigt zusätzlich zum 43 Liter großen Benzintank eine aufladbare Batterie. Außerdem nutzt er zwei Elektromotoren, einen an jeder Achse. Kurzum: Die neue Antriebstechnologie braucht mehr Platz.

Aufgefrischtes Design und praktischer Kofferraum

Die größte praktische Schwäche konnte der Mitsubishi Eclipse Cross bei der Modellpflege demnach nicht ablegen. Das bestätigt der Vergleich mit einem der Konkurrenten: Das Ford Kuga PHEV ist nur sechs Zentimeter länger, dennoch verstaut es im Heck mit 405 bis 1.481 Litern deutlich mehr Gepäck. Der Kofferraum des Mitsubishi verdient sich trotzdem das Prädikat “klein aber fein”: u.a. mit einem praktischen Fach im Ladeboden und einer 230-Volt-Steckdose.

Fein und großzügig bemessen hat Mitsubishi zudem die Platzverhältnisse im Innenraum: größer geworden sind die aber nicht. Geändert hat sich indessen das Aussehen, speziell rund um die Frontpartie. Der Kühlergrill wurde stilvoller verziert und höher gerückt, weil der vordere Stoßfänger kräftiger wurde und weiter nach oben reicht. Die Anordnung der Scheinwerfer und ihr Design hat Mitsubishi ebenfalls überarbeitet. Außerdem sind die leuchtstarken Bi-LED-Scheinwerfer von der zweithöchsten Ausstattungslinie “Intro Edition” in die zweite Linie “Plus” hinunter gewandert.

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© Mitsubishi

Plug-in-Hybrid: mit 188 PS und elektrischem Allradantrieb

Bis auf kleine Details bleibt es sonst beim bisherigen Aussehen. Der Mitsubishi Eclipse Cross ist also weiter ein Crossover-SUV: ein SUV mit dem schnittigen Heck eines Coupés. Grundlegend geändert hat sich allerdings die Art des Antriebs. Mitsubishi vertraut beim Eclipse Cross ab sofort vollends auf den verbesserten, aus dem Outlander bekannten Plug-in-Hybrid: den 2.4 MIVEC 4WD mit 188 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert NEFZ/WLTP: 1,8/2,0 Liter bzw. 19,3/17,5 kWh auf 100 km, 41/45 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+). Besser geworden sein soll die Effizienz, die Reichweite, die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Motoren – und die Ladegeschwindigkeit. Herz des Plug-in-Hybridsystems ist weiterhin ein 2,4 Liter großer Vierzylinder-Benziner.

Er läuft im hocheffizienten Atkinson-Zyklus und liefert 98 PS und 193 Nm. Mitsubishis Ziel aber ist es, den Verbrenner so gut wie möglich zu schonen: mithin am besten gar nicht in Betrieb nehmen zu müssen. Deshalb stellt man dem Vierzylinder gleich zwei permanentmagnetisierte Synchronmotoren zur Seite und hat so gleich einen elektrischen Allradantrieb an Bord. Der vordere Elektromotor arbeitet mit einer Nennleistung von 25 kW und eine Spitzenleistung von 60 kW (82 PS); bei einem maximalen Drehmoment von 137 Nm. Die E-Maschine an der Hinterachse treibt mit 30 bzw. 70 kW und maximal 195 Nm an. Diese drei Motoren wirken auf unterschiedlichste Weise zusammen.

Effizienz als oberste Priorität

Der Wechsel zwischen den Betriebsarten gelingt dem Eclipse Cross PHEV erstaunlich geschmeidig, fast unmerklich. Los geht’s mit dem Druck auf den Start-Knopf und dem Einlegen des “D”-Modus im 1-Stufen-Direktgetriebe. Ist ausreichend Energie im 80-zelligen, 13,8 kWh großen Lithium-Ionen-Akku, laufen nur die Elektromotoren an. Wie es danach weitergeht, entscheidet der Gasfuß – und die intelligente Elektronik oder der Fahrer mit der Wahl eines Fahrmodus. Die Elektronik entscheidet sich stets für die effizienteste Arbeitsweise.

Auf der Autobahn wechselt das System bspw. in den Parallel-Hybridmodus: der Verbrenner dreht an der Vorderachse; die Elektromotoren unterstützen ihn bei Bedarf. Schneller als 162 km/h wird der Eclipse Cross jedoch in keinem Fall: Effizienz hat oberste Priorität. Das zeigt sich gleichermaßen beim Sprint aus dem Stand auf 100 km/h; er dauert fast elf Sekunden. An Elan mangelt es uns dennoch nicht. Gerade auf den ersten Metern überzeugt der Antritt, vor allem im “EV”-Modus, der bis 135 km/h reicht. Und wie lange reicht die Energie in der Batterie? Laut NFEZ-Norm 61, laut WLTP-Pendant 45 Kilometer – im Test schaffen wir mit einer voll aufgeladenen Batterie um die 30 bis 40 Kilometer.

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© Mitsubishi

Eclipse Cross Plug-in-Hybrid: mäßige E-Reichweite – exzellentes Ladetempo

Besonders beeindruckend ist die elektrische Reichweite des Mitsubishi Eclipse Cross demnach nicht. Hinzu kommt natürlich die Reichweite, die im 43 Liter großen Benzintank steckt. Bei einem Testverbrauch von rund vier Litern käme man damit theoretisch 1.000 Kilometer weit – sofern dazwischen der Akku immer fleißig aufgeladen wird. Das ist aber ohnehin beinahe ein Muss, denn sonst ist ein PHEV – überspitzt formuliert – kaum mehr als ein technisch überfrachteter Verbrenner.

Beim Laden zieren sich die meisten Plug-in-Hybrid-Modelle bisher aber. Der neue Mitsubishi ist mit seinem zusätzlichen Wechselstromstecker eine erfreuliche Ausnahme. Mit dem “CHAdeMO”-Schnellladeanschluss, lädt er in 25 Minuten. Die meisten anderen PHEVs haben da erst zu einem Viertel bis Fünftel aufgetankt. Laden kann man die Batterie außerdem während der Fahrt, per Rekuperation. Sie wurde von Mitsubishi weiter verfeinert. Mit den Wippen am Volant können wir zwischen fünf Rekuperations-Stufen wählen.

Komfortable Ausstattung und sparen dank Umweltbonus

Eine sechste Stufe namens “B0” steht im Eclipse Cross überdies zur Wahl. In ihr wir jedoch nicht Energie zurückgewonnen, sondern gespart: beim seelenruhigen Dahingleiten, in dem sich das PHEV ganz den Kräften der Reibung und des Luftwiderstands ausliefert. Die Ruhe lässt sich im SVU vortrefflich genießen, denn Mitsubishi stattet es bereits ab Werk hochwertig und komfortabel aus: u.a. mit einem 8-Zoll-Infotainmentsystem, einer Zweizonen-Klimaautomatik und beheizten Vordersitzen. Gestört haben wir uns im Test eher an der Optik, bspw. dem unharmonischen Sammelsurium der Materialien.

So mancher Kunde mag sich auch am Preisanstieg stören, den der exklusive Umstieg auf den Plug-in-Hybrid-Antrieb mit sich bringt. Der Vorgänger war mit dem 163 PS starken Vierzylinder-Benziner für knapp 19.000 Euro zu bekommen. Der Nachfolger öffnet erst ab knapp 40.000 Euro die Türen; ein ähnlich ausgestatteter Vorgänger kostete Ende 2020 rund 30.000 Euro. Aber: Das Eclipse Cross PHEV wird mit dem Umweltbonus in Höhe von 6.750 Euro gefördert. Damit bleibt er in der Anschaffung teuer, bei den laufenden Autokosten schlägt er den Vorgänger aber.

Technische Daten des Mitsubishi Eclipse Cross PHEV

PS-Anzahl: min. 188 PS max. 188 PS
kW-Anzahl: min. 138 kW max. 138 kW
Antriebsart: 4×4-Antrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: Hybrid
Verbrauch (kombiniert): min. 19,3 kWh/100km max. 19,3 kWh/100km
CO2-Emission: min. 41 g/km max. 41 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. A+
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 43.190 Euro
Stand der Daten: 01.12.2021

Konkurrenzmodelle

Als SUV mit einem Plug-in-Hybridantrieb ist der Mitsubishi längst nicht mehr alleine. Unter den günstigen Neuwagen in unserem Autohaus online finden Sie z.B. auch: den Ford Kuga Plug-in-Hybrid ab 30.175 Euro und 26 % bzw. Monatsraten ab 238 Euro, den Audi Q3 TFSI e ab 40.6356 Euro und 16 % bzw. ab 431 Euro oder das Cupra Formentor PHEV ab 32.853 Euro und 21 % Neuwagen Rabatt bzw. ab 370 Euro im Monat. Eine Finanzierung rechnet sich bei uns ebenfalls, etwa unser Autoleasing oder unsere Vario-Finanzierung ab 1,9 % Effektivzins und ab 0 Euro Anzahlung.

Fazit zum Mitsubishi Eclipse Cross PHEV Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Mitsubishi modellpflegt sein mittleres SUV zum Eclipse Cross PHEV. Das SUV-Coupé wächst auf 4,55 Meter und wird exklusive von einem 188 PS starken Plug-in-Hybrid mit elektrischem Allradantrieb motorisiert. Die Fahrleistungen sind gut, die Effizienz ist noch besser – und die Ladegeschwindigkeit sowie die Ausstattung sind exzellent. Die elektrische Reichweite fällt aber mittelmäßig, der Kofferraum minimalistisch aus. Bei MeinAuto.de gibt es das Plug-in-Hybrid-SUV von Mitsubishi ab 35.938 Euro (exklusive Umweltbonus), d.h. beinahe 8.200 Euro oder 19 % günstiger als gelistet.

4 von 5 Punkten

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