Seat Ibiza Reference 1.0 EcoTSI im Test (2018): ein Dreizylinder-Benziner als Eco-Referenz?

Bei den Kleinwagen ist der Benziner nach wie vor die erste Wahl – angesichts der Diesel-Abgasmiseren heute mehr denn je. Da alternative Antriebe nur schleppend in Fahrt kommen, muss die rund ein Jahrhundert alte Ottomotoren-Technologie die modernen ökologischen Ansprüche bedienen. Ob sie dazu in der Lage ist? Seat schickt den Ibiza in der Basisausstattung „Reference“ mit einem Dreizylinder „EcoTSI“ ins Testrennen, um den Beweis anzutreten. Wir sind gespannt.

Inhalte des Testberichts zum Seat Ibiza Reference 1.0 EcoTSI:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Unser Fazit mit Sternebewertung
  4. Konkurrenzmodelle

1.0 EcoTSI: lebendiger Dreizylinder-Turbo mit 95 PS

seat-ibiza-aussen-vorne999 Kubikzentimeter verteilt auf drei in Reihe angeordnete Zylinder, die per Direkteinspritzung mit Kraftstoff versorgt und per Turbo aufgeladen werden: das sind die Zutaten zum Eco-Motoren-Mix des Seat Ibiza. Ob mit diesen Ingredienzien anno 2018 noch ein Ökologie-Preis zu gewinnen ist, darf uns der 1.0 TSI auf einer ausgedehnten Testfahrt beweisen. Ein wenig skeptisch legen wir den ersten Gang des manuellen 5-Gang-Getriebes ein und greifen voller Vertrauen ins Lenkrad, das ab Werk von einer elektromechanischen Servolenkung unterstützt wird. Ein Warnton macht uns darauf aufmerksam: das Licht ist noch nicht in Betrieb genommen. Das Selbst-Hand-anlegen ist in Zeiten der allgegenwärtigen Assistenten ungewohnt. Die wichtigsten Automatismen freilich beherrscht auch der Ibiza V, aber die automatisch aktiven LED-Tagfahrlichter sind erst in der nächsthöheren „Style“-Ausstattung installiert. Zurück zum Motor. Seat offeriert den 1.0 EcoTSI aus dem Mutterhaus VW in zwei Leistungsstufen: mit 95 und 115 PS. In der von uns getesteten Basisausstattung „Reference“ steht allein die schwächere mit 95 PS im Konfigurator (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,6 Liter auf 100 km, 105 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B).

seat-ibiza-aussen-hintenDiese Dreizylinder-Variante bringt ihre Spitzenleistung zwischen 5.000 und 5.500 Touren. Das Drehmoment kulminiert bei 175 Newtonmetern – und zwar zwischen 1.750 und 3.500 Touren. Die gebotene Leistung genügt, um den 1.134 Kilo schweren Kleinwagen in knapp elf Sekunden von 0 auf 100 – und mit geducktem Kopf und eingezogenen Schultern auf gut 180  km/h zu beschleunigen. Dazwischen zieht der Einliter-Krümel motiviert an. Im zweiten Gang  hetzt der den Ibiza bspw. in unter sieben Sekunden von 60 auf 100 Stundenkilometer: damit kann man nicht nur in der Stadt, sondern auch auf Landstraßen überholen. Leistung hat Seats kleiner 95-PSler also genug. Das offenbart auch der Blick zum zweiten Antrieb in der Werksausstattung: dem 1.6 TDI mit 80 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 3,8 Liter auf 100 km, 100 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A). Er schafft es in der Spitze auf 169 km/h und beim null-hundert-Spurt auf 13,3 Sekunden. Wie gewohnt geht der Turbodiesel in der Praxis nicht so schneckenträge ans Werk, wie die Zahlen andeuten. Lebendiger als der Benziner ist der Selbstzünder aber keinesfalls.

Eco-Benziner: im Öko-Test nur zweiter

seat-ibiza-aussen-seiteSo viel zum Nebenkapitel des Tests, den Fahrleistungen. Bei der voll-tönenden Bezeichnung des 1.0 EcoTSI ist klar, dass uns die Frage nach dem Verbrauch und den Abgaswerten  brennender interessiert. Im Test begnügt sich der Einliter-Dreizylinder im Schnitt mit  fünfeinhalb Litern: in der Stadt reichen meist fünf, Überland fünfeinhalb; nur auf der Autobahnwerden es gut und gerne sieben. Der reale CO2-Ausstoß steigt demzufolge um ein Drittel: von rund 100 auf knapp über 150 Gramm pro Kilometer. Der 1.0 EcoTSI ist also auf dem Papier ökologischer als in der Realität. Dieses Problem plagt jedoch auch den 1.6 TDI, der im Alltagsbetrieb ebenfalls rund einen Liter mehr benötigt als im Normzyklus. Der große Unterschied zum 1.0 EcoTSI: als einziges Seat-Modell durchläuft und besteht der Benziner – dank eines Ottopartikelfilters – bereits die für Neuzulassungen ab Herbst 2019 verpflichtende Abgasnorm Euro 6d-temp. Macht ihn das auch zu einem Ökotest-Musterknaben? Nicht unbedingt.

Der ADAC bescheinigt ihm in dieser Hinsicht eine mittelmäßige Gute, wenn auch eine, die sich am oberen Rand des Mittelfelds bewegt. Dass es besser geht, zeigt Seat selbst mit dem bivalenten Erdgasmotor 1.0 TGI. Er schlägt sich insbesondere beim Schadstoffausstoß um zwei Klassen besser. Kurzum: Selbst unter den gebotenen Antriebsoptionen ist der EcoTSI nicht der ökologisch verträglichste Ibiza-Motor. Das gilt allerdings mit Einschränkung: Denn wer den Erdgasmotor haben will, der muss wie beim stärkeren 1.0 EcoTSI mindestens zur „Style“-Ausstattung greifen. Dennoch bleibt der Vergleich mit dem TGI interessant. Er zeigt, dass der Benziner überdies nicht der günstigste Antrieb ist – bei einem Kleinwagen, bei dem jeder Euro doppelt zählt, keine unwesentliche Tatsache. Wieder ist es der Erdgasmotor, der ihm den ersten Platz wegschnappt: und das obwohl er im Ankauf rund 1.500 Euro mehr kostet. Mit dem 95 PS starken 1.0 EcoTSI ist der kleine Seat jedoch ökonomischer unterwegs als mit dem 1.6 TDI. Erst jenseits einer Jahresleistung von 30.000 Kilometern zieht der Diesel vorbei.

Ibiza Reference – unschlagbar im Preis, spartanisch in der Ausstattung

seat-ibiza-aussen-vorne-dynWir wenden uns wieder dem Testwagen, dem Ibiza Reference, zu – und den beiden für ihn angebotenen Motoren. Das Basismodell kann für sich ebenfalls einen ökonomischen Vorteil geltend machen: es senkt die Einstiegspreishürde im Vergleich zu den „Style“-Modellen um satte 2.000 Euro. Besonders zum Tragen kommt dieser Vorzug beim 1.0 EcoTSI, der den Preis gegenüber dem Diesel seinerseits um gut 3.000 Euro drückt. Mit dem gesparten Geld lässt sich nach Herzenslust in der Extra-Liste stöbern, um die Grundausrüstung zu verfeinern. Es gibt lediglich ein Hindernis: Wie die Grundausstattung ist die Zubehörliste der „Reference“-Ausstattung bescheiden wie ein Bettelmönch. Ab Werk installieren die Spanier zwar vorne elektrische Fensterheber, eine Zentralverriegelung und die Umfeldbeobachtung mit City-Notbremshelfer (neben den obligatorischen Assistenten wie ASB, ESP & Co). Ein Unterhaltungsmedium fehlt indes vollends. Für 650 Euro kann das „6,5-Zoll Media“-System mit Farb-Touchscreen, Bluetooth-Schnittstelle und Multifunktions-Lenkrad nachgerüstet werden, inklusive manueller Klimaanlage. Die optionale „FullLink“-Smartphone-Integration ist für den „Reference“ aber keine Option.

Eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Müdigkeitserkennung, eine ultraschall Einparkhilfe und Nebelscheinwerfer sind gegen Aufpreis erhältlich. Voll-LED-Scheinwerfer bleiben dem Kunden aber ebenso verwehrt wie eine automatische Distanzregelung, eine Rückfahrkamera und eine Klimaautomatik. Der mit ansprechender Sorgfalt eingerichtete und vorne sehr weitläufige Innenraum lässt sich mit Dekoreinlagen und Sportsitzen veredeln (130 bzw. 500 Euro). In allen anderen Belangen muss man sich mit dem Basis-Rüstzeug des Ibizenkers begnügen, das jedoch nicht das Schlechteste ist. Der Kofferraum präsentiert sich mit 355 bis 1.165 Litern herrschaftlich groß; leider ist die Rückbank im „Reference“-Wagen nur als Ganzes umklappbar. Die Bremsen sind mit einer Bremsleistung von 37 Metern aus Tempo 100 durchschnittlich. Das Fahrwerk indessen ist mit seinem hohen Federungskomfort und seiner erfreulichen Agilität eine Referenz in der Kleinwagenklasse.

Technische Daten des Seat Ibiza:
PS-Anzahl: min. 80 PS max. 115 PS
kW-Anzahl: min. 59 kW max. 85 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 3,8 l/100km max 5,0 l/100km
CO2-Emission: min. 108 g/km max. 133 g/km
Effizienzklasse: min. A max. B
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 15.515,00 Euro
Stand der Daten: 08.08.2018

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum Seat Ibiza Reference 1.0 EcoTSI Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Der Seat Ibiza 1.0 EcoTSI gefällt im Test mit seinem ausgewogenen Fahrwerk, seiner glasklaren Bedienung und seinem großzügigen Platz- und Stauraumangebot. Der Dreizylinder tritt passabel an und zieht flott durch; und er hält sich mit fünfeinhalb Litern beim Verbrauch zurück. Der Eco-Titel ist aber zu hoch gegriffen. Bei MeinAuto.de startet der Eco-Ibiza schon ab 12.559 Euro, 23,5% oder umgerechnet knapp 3.700 Euro unter dem unverbindlichen Rufpreis des Hersteller..
4 von 5 Punkten

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