Renault Trafic Combi im Test (2018): der Pragmatiker unter den Kleinbussen

Renault ist im Segment der leichten Nutzfahrzeuge eine feste Größe: weltweit und in Deutschland, wo sich die Franzosen als Nummer 1 der Importeure etabliert haben. Einen Namen haben sich die Kleintransporter insbesondere bei Fuhrpark-Managern und Selbstständigen gemacht. Die mittelgroßen Pkw-Varianten tauchen auf dem Radar von Familien und Taxi-Unternehmen seltener auf – der allmächtige VW Multivan T6 wirft einen großen Schatten. Im heutigen Test versucht der Renault Trafic Combi aus ihm herauszutreten. Mit welchem Ergebnis, erzählt unser Testbericht.

Inhalte des Testberichts zum Renault Trafic Kombi:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Unser Fazit mit Sternebewertung
  4. Konkurrenzmodelle

Renault Trafic Combi: Engpässe beim Transport Fehlanzeige

renault-trafic-2018-ausen-vorneAm Aussehen, so viel ist nach dem ersten Rendezvous sicher, liegt es nicht, dass der Renault Trafic Combi weniger präsent ist als seine Kollegen: etwa der Trafic Kastenwagen. Kantig und mutig steht der Mittelklasse-Kleinbus vor uns; auch seine Größe macht mächtig Eindruck. Die 2014 eingeführte dritte Generation liefern die Autobauer aus der Île-de-France in zwei Längen aus, eine größer als die andere:

  • Als Combi – mit der technischen Bezeichnung L1H1 – weist der Van einen Radstand von 3,1 Metern auf; beim Grand Combi L2H1 wächst sich der auf 3,5 Meter aus.
  • Addieren wir die 93 bzw. 97 Zentimeter großen Überhängen, wird daraus ein 5,0 respektive 5,4 Meter langer Kleinbus – einer, der mit 1,96 Metern breit wie ein Kasten und mit 197 Zentimeter groß wie ein Tormann ist.

Diese enormen Pkw-Maße bleiben nicht ohne Folgen. Auf der ersten Ausfahrt müssen wir uns, als Gewohnheits-Lenker eines herkömmlichen Pkws, erst an die Dimensionen des Trafic Combi gewöhnen; gerade im Stadtverkehr. Zum Glück ist der Mensch ein Gewohnheitstier: es dauert nicht lange und wir sind mit den Maßen vertraut. Nämliches gilt für die asphärischen Bereiche der zwei Außenspiegel und den konvexen Zusatzspiegel: sie helfen den toten Winkel zu verkleinern.

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renault-trafic-2018-innen-rueckfahrkameraEin elektronischer Toter-Winkel-Assistent wäre uns noch lieber, aber der fehlt im Angebot – dafür ist gegen Aufpreis eine Rückfahrkamera erhältlich; angesichts der mäßigen Aussicht, empfiehlt sie sich zum schadlosen Einparken unbedingt. Während die Sicht zur Seite und nach hinten eingeschränkt ist, haben wir den Verkehr vorne – dank der hohen Sitze und der großen Fenster – gut im Blick. Die Großverglasung lässt das Cockpit des Trafic noch geräumiger erscheinen, als er ist. Selbst Fahrer mit gut 1,90 Meter sitzen im Kleinbus unbedrängt; auf den beiden Fondbänken kann sich sogar ein zwei Meter Riesen fein einrichten. Apropos fein einrichten. Seit Herbst 2017 bietet Renault den Combi in der luxuriösen Sonderedition Trafic Spaceclass an. In ihr sind die Sitze nicht nur mit Leder bezogen, sondern auch fester gepolstert und schärfer konturiert als in den Linien des Standardmodells. Außerdem können die maximal neun Einzelsitze viel- und einfacher umgestellt werden; Renault spricht von über 50 Möglichkeiten: selbst das Drehen ist möglich. Ein großer Ausklapptisch sowie zahlreiche Strom- und USB-Anschlüsse werden ebenfalls angeboten.

Funktionale Grundausstattung – edle Sonderausstattung „Spaceclass“

renault-trafic-2018-innen-sitzeDas „Spaceclass“-Sondermodell richtet sich an Hoteliers und Shuttle-Dienste, die ihren Gästen einen besonderen Service bieten wollen. Für Familien mit viel Kleingeld ist der schicke Kleinbus indes ebenso interessant: weil er neben der einfacheren Anpassung der Sitzstellung auch bis zu 6 m³ Stauraum bietet. Im gewöhnlichen Trafic Combi reicht das Transportvolumen

  • von 1 bis 3,2 m³ im Standardmodell (L1H1),
  • in der Langversion L2H1 von 1,8 bis 4,1 m³;
  • oder um es in einem Pkw-üblichen Maß auszudrücken von 1.000 bis 3.200 oder 1.800 bis 4.100 Litern.

An Volumen mangelt es ihm also keineswegs – auch wenn der ähnlich lange Toyota Proace mit bis zu 4.554 Litern etwas mehr Ladung unterbringt. Die größte Herausforderung in den Trafic-Combi-Modellen ist der Umbau der Sitze. Die zweite Sitzreihe lässt sich ausbauen, die dritte herausnehmen und umklappen. Das Ausbauen aber ist Schwerarbeit und allein kaum zu schaffen – 50 Kilo pro Bank wiegen zu schwer. Einfach verschieben können wir die Sitze ebenso wenig. Deshalb dauert es, bis der Laderaum so lang ist, wie er für Sondertransporte sein kann: i.e. 2,5 Meter in der L1- und fast drei Meter in der L2-Variante.

renault-trafic-2018-innen-cockpitDas Aus- und Einladen des Transportguts geht uns danach aber ebenso leicht von der Hand  wie den Fahrgästen das Ein- und Austeigen fällt. Die wichtigsten Helfer sind: die 55 Zentimeter niedrige Ladekante, die bis zu zwei Schiebtüren; und die optionalen Heckflügeltüren. Ums Zusatzgewicht müssen wir uns auch keine Sorgen machen: weder beim 2,7-Tonnen- noch beim 2,9-Tonnen-Combi mit kurzem und langem Radstand.

  • Die maximale Nutzlast beträgt knapp 890 bei der ersten, zwischen 1.000 und 1.050 Kilo bei der zweiten Spielart.
  • Dazu können zwei Tonnen gezogen werden, wenn der Anhänger bremst; und 750 Kilo, wenn der Hänger ungebremst hinterherfährt.

Kurzum: Im Renault Trafic ist es kein Problem, mit Sack und Pack zu verreisen oder umzuziehen. Der zusätzliche Stauraum im Innenraum von rund 90 Litern, verteilt auf gut ein Dutzend Ablagen und Fächer, gewährleistet, dass alles seine Ordnung hat und möglichst wenig verloren geht.

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renault-trafic-2018-ausen-hintenBeim Großtransport von Möbeln, Rädern oder Baumaterial erweist sich auch die – nennen wir sie zweckmäßige – Materialauswahl und Verarbeitung als hilfreich. Man muss nicht jedes Gepäckstück umsorgen wie ein frischgeschlüpftes Küken. Als Fahrer und Fahrgast hätten wir uns dennoch hier und da mehr Sorgfalt gewünscht (abgesehen vom Spaceclass). Immerhin wird der Trafic Combi in französischen Sandouville zusammengeschraubt: wie seine Geschwister, der Opel Vivaro Combi und der NV300 Kombi. Und dort laufen normalerweise Renaults Edelkarossen vom Band. Auf der anderen Seite: Wie viel Luxus braucht ein praktisches Auto? Rational betrachtet, viel weniger als üblich. In der Ausstattung „Authentique“ hat der Renault alles Wesentliche an Bord – von der Klimaanlage über die elektrischen Fensterheber und die Zentralverriegelung bis zum Berganfahrassistenten und Tempopiloten. Für 1.100 Euro kann, wer will, noch das Multimediasystem „R-Link Evolution“ mit 7-Zoll-Touchscreen, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, „Tom Tom“-Navi sowie Smartphone-Integration installieren. Der ein oder andere mag monieren, dass topmoderne Assistenzsysteme fehlen. Stimmt. Dennoch schneidet der Renault-Bus bei den ADAC-Tests in puncto Aktiv- und Kindersicherheit ausgezeichnet ab. Der Rest ist bei einem Familienauto eine Zugabe.

Wichtiger ist: Die Bremsen müssen gut zupacken, was sie mit einem Bremsweg aus Tempo 100 von 39 Metern auch halbwegs tun; und die Motoren sollten den Van möglichst effizient antreiben. Diese Aufgabe fällt einem der 1,6 Liter großen Vierzylinder-Diesel sowie dem Vorderradantrieb und dem manuellen Sechsganggetriebe zu. Der Einstiegsdiesel dCi95 leistet 95 PS und schafft in der Spitze gerade so die 150; und trotz serienmäßigem „start & stop“-System ist er nicht der Sparsamte (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,0 Liter auf 100 km und 155 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Die beiden doppelt aufgeladenen Alternativen schlagen sich – abgesehen vom Preis – in allen Kategorien besser. Der energy dCi125 beschleunigt den Trafic Combi effizient auf knapp 170 km/h (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,6 Liter auf 100 km und 145 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B); der energy dCi145 sogar auf nahezu 180 (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,9 Liter auf 100 km und 152g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Für den geringeren Verbrauch zeichnen zusätzliche Spritspartechnologien verantwortlich; für den stark reduzierten Stickoxidausstoß seit Kurzem SCR-Katalysatoren. Dafür gibt es die grüne Feinstaubplakette – damit muss der Bus nicht außerhalb der Umweltzone abgestellt werden.

Technische Daten des Renault Trafic Kombi:
PS-Anzahl: min. 95 PS max. 121 PS
kW-Anzahl: min. 70 kW max. 89 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell
Kraftstoffart: Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 6,0 l/100km max 6,2 l/100km
CO2-Emission: min. 157 g/km max. 163 g/km
Effizienzklasse: min. B max. B
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 30.713,90 Euro
Stand der Daten: 24.07.2018

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum Renault Trafic Kombi Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Renault versucht mit dem Trafic Combi erst gar nicht, sich mit dem VW T6 in puncto Ausstattung und Verarbeitungsqualität zu messen. Sie konzentrieren sich stattdessen aufs Wesentliche: auf ein großzügiges Platz- und Stauraumangebot, auf eine pragmatische Einrichtung, effiziente Motoren – und einen familienfreundlichen Preis. Bei MeinAuto.de gibt es den Renault-Kleinbus ab 19.939 Euro, 37,9% bzw. über 11.600 Euro günstiger als gelistet.

     
5 von 5 Punkten

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