Renault Grand Scénic im Test: Geht die Kompaktvan-Erfolgsgeschichte weiter?

Nach zwei Überarbeitungen 2012 und 2013 lassen die Franzosen im November 2016 die vierte Generation des Renault Scénic vom Stapel. Die Langversion, der Grand Scénic, folgt auf dem Fuße, konkret im Dezember 2016. Die Konkurrenz von VW (Touran), Ford (Grand C-Max), Citroen (Grand C4 Picasso) und Opel (Zafira) blickt ebenso gespannt auf das Debüt des neuen Van-Pioniers wie die Kunden. In unserem Test erfahren Sie, wie die Premiere des Grand Scénic verlaufen ist.

Neuer Grand Scénic: noch größer und geräumiger?

Renault-grand-scenic-2016-ausen-dynamisch-schraeg-tiefNach einer Premiere dominiert in Foyer meist ein Hauptthema die Gespräche der Besucher. Beim neuen Scénic dreht sich alles um die bereits ab Werk ausgelieferten 20-Zoll-Räder. Dass sie gut aussehen, darüber sind sich die meisten einig. Aber machen die vier „Riesenräder“ den Kompaktvan nicht steifbeinig wie einen Leiterwagen? Mit der Antwort wollen wir Sie dieses Mal auf die Folter spannen – bis zum Ende des Berichts. Jetzt nehmen wir uns den Innenraum vor. Denn der ist nach wie vor der Mittelpunkt einer jeden Van-Geschichte. Da in dieser in der Regel gleich mehrere Personen eine Hauptrolle spielen, muss ein Van vor allem eines bieten: viel Platz. Der Scénic und sein größerer Bruder, der Grand Scénic, haben diese Voraussetzung bereits in Generation drei beispielhaft erfüllt. In der vierten Ausbaustufe ließ Renault den Van trotzdem um einige Zentimeter wachsen. Der Der Grand Scénic misst – bei einem Radstand von 2,8 Metern – jetzt 4,64 Meter in der Länge, vorher waren es 4,57 (der Scénic wuchs von 4,37 auf 4,41 Meter).

Renault-grand-scenic-2016-innen-kofferraumDas Gros des Zuwachses kommt den Passagieren in Reihe eins und zwei zu Gute, wodurch das ohnehin schon großzügige Platzangebot weiter steigt. Unglücklicherweise mit zwei Ausnahmen: Der Kopffreiheit, die aufgrund der geschrumpften Bauhöhe knapper geworden ist (ab 1,80 wird’s eng); und der Kniefreiheit im Siebensitzer (als Option für 700 Euro im Grand Scénic). Der Grund: Die beiden schwer erreichbaren Zusatzsitze verringern den Platz im Fond ebenso wie die praktischen, aber kniefeindlichen „Easy-Life“-Klapptische an den Vordersitzen (Serie in der Bose-Edition). Geschrumpft ist trotz des Längenzuwachses auch das Stauraumangebot. Der neue Grand Scénic lädt 718 bis 1.901 Liter ein (beim Siebensitzer sind’s 189 [533] bis 1.737), bisher waren es 785 bis 2.083. Dennoch: Der große Franzose spielt weiter in der Stauraumoberliga mit, wie der Vergleich zeigt. In den Kofferraum des 4,53 Meter langen VW Touran passen 834 bis 1.980 Liter, in den des 4,67 Meter langen Opel Zafira 710 bis 1.860.

Motorenangebot ändert sich (noch) kaum 

Renault-grand-scenic-2016-innen-cockpitUnd natürlich ist Volumen nicht alles. Der Grand Scénic überzeugt uns außerdem mit einer 68 Zentimeter niedrigen Ladekante. Besonders gut gefallen hat uns auch die Variabilität des Stau- und des aufgewerteten Innenraums. Die Lehnen der Sitzreihen zwei und drei können wir ganz lässig über den Touchscreen im Cockpit umklappen (oder per Knopfdruck vom Kofferraum aus) – allerdings leider nicht mehr in drei, sondern in zwei Teilen. Im Heck entsteht dabei eine leicht abfallende Ladefläche, die im Grand Scénic mit den optional umklappbaren Beifahrersitz über 2,8 Meter lang wird. Zudem können wir die Fondbank jetzt längs um sechszehn und die Mittelkonsole um siebenundzwanzig Zentimeter verschieben. Letztere ist Teil des „Komfort-Pakets“, das in der „Intense“-Ausstattung 500 Euro kostet. Sie erweist sich als besonders praktisch, weil mit ihr auch die Fondpassagiere auf die integrierten Staufächer zugegreifen können.

Renault-grand-scenic-2016-ausen-dynamisch-vorne-scraegApropos Staufächer: Sie kommen insgesamt auf ein Volumen von über 60 Liter und haben mit dem ausziehbaren und gekühlten Handschuhfach ein besonders Prunkstück zu bieten (es ist jedoch exklusiv der Bose-Edition vorbehalten). Unter der Motorhaube fehlt ein derartiger Reißer leider. Denn keiner der Antriebe zieht wirklich eifrig an – und nur einer hat mehr Dampf als die Motoren des Vorgängers: der neue 1.600 cm³ große Vierzylinder-Common-Rail-Diesel dCi 160 mit 160 PS und 380 Nm ab 1.750 U/min. Er beschleunigt den Van immerhin auf 208 km/h, den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 schafft er jedoch nicht unter 10 Sekunden. Der Verbrauch ist mit 4,5 Litern (115 Gramm CO2) nach Norm und 6,1 Litern im Test akzeptabel. Den besten Kompromiss aus Leistung und Verbrauch bietet aber der dCi 130. Er leistet 130 PS und 320 Nm, kommt in der Spitze auf gut 190 km/h – und verbrennt im Test 5,9 Liter.

Federungskomfort: des Rätsels Lösung

Renault-grand-scenic-2016-ausen-dynamisch-seiteVielen Familien dürfte aber wohl auch der Basisdiesel dCi 110 mit 110 PS reichen, der nur 4 Liter nach Norm und 5,4 Liter im Test verbraucht. Er ist zudem als einziger mit der neuen 7-Gang-Automatik zu haben, mit der er allerdings fast gleich viel kostet wie der dCi 130 mit 6-Gang-Schaltung. Deutlich günstiger, aber nicht unbedingt kraftvoller, fahren die beiden 1,2 Liter Turbobenziner mit 115 und 130 PS. Außerdem sind sie mit 6,1 Liter nach NEFZ (129g) und 7,5 Litern im Test keine Sparmeister. Während uns diese Tatsache durchaus etwas stört, passt die ruhige, gemächliche Gangart der Benziner (und auch der Diesel) sehr gut zum Charakter des neuen Grand Scénic. Der fährt sich aufgrund seines größeren Radstandes zwar nicht so agil, dafür aber noch komfortabler als der Scénic.

Renault-grand-scenic-2016-ausen-dynamisch-hintenUnd damit haben wir jetzt das große Geheimnis des Grand Scénic unversehens auch schon gelüftet. Trotz der hochhackigen 20-Zöller federt der Van geschmeidig, nur selten gibt er sich steifbeinig. Der Grund ist reichlich unspektakulär: die geringe Breite und die hohe Flanke der Pneus (195 bzw. 107 Millimeter). Der Federungskomfort ist aber alles, was der Grand Scénic an Komfort zu bieten hat. Da sind auch noch die fein gepolsterten Sitze mit optionaler Massagefunktion (ca. 1.500 Euro in Verbindung mit Lederbezug in der „Intense“-Linie), die einfach Bedienung des topmodernen Multimediasystems – und die neuen Fahrassistenten. Ab Werk warnt der Scénic jetzt den Fahrer bei Müdigkeit und bremst bis 60 km/h eigenständig, wenn eine Kollision droht (auch mit Fußgängern). Optional lassen sich u.a. ein Parkassistenten, ein Tot-Winkel-Warner; und ein feines Head-up-Display nachrüsten – so soll es bei einem modernen Familienauto sein. 

Technische Daten des Renault Grand Scenic:
PS-Anzahl: min. 110 PS max. 132 PS
kW-Anzahl: min. 81 kW max. 97 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell oder DSG
Kraftstoffart: Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 4 l/100km max 6,1 l/100km
CO2-Emission: min. 104 g/km max. 136g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. B
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 23.490 Euro
Link zum Konfigurator: Hier den Renault Grand Scenic konfigurieren

Fazit zum Renault Grand Scenic Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der Renault Grand Scénic hat in der neuen Generation insbesondere optisch und technisch gewonnen. Die Variabilität wurde auch verbessert, leider geht das flotte Design teils auf Kosten des Raumangebots. Im voll verbauten Motorraum wird erst der neue Diesel-Hybrid 2017 frischen Wind bringen. Bei MeinAuto.de gibt es den kompakten Van ab 19.409 Euro, 20,5% bzw. gut 4.800 Euro günstiger als beim Hersteller.

     
4 von 5 Punkten

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