Nissan NV300 im Test (2018): der Geheimtipp unter den mittelgroßen Kleintransportern

Die Zahl der Kleinunternehmen, die nach einem Transporter für den eigenen Arbeitstrupp, Gäste oder Liefergut suchen, geht auf dem alten Kontinent in die Millionen – entsprechend fleißig wird dieses Feld beackert. Die engste rackernde Verwandtschaft des Nissan NV300 heißt Fiat Talento, Renault Trafic und Opel Vivaro: die eifrige Konkurrenz Peugeot Expert, Citroen Jumpy, Toyota Proace, Ford Transit Custom, Mercedes Vito und VW T6. Wo der Japaner in dieser Reihe steht, lesen Sie im Testbericht.

Inhalte des Testberichts zum Nissan NV300:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

NV300: größer, geräumiger, generöser

nissan-nv300-aussen-vorneReden wir nicht lange um den heißen Brei. Legen wir die Zulassungszahlen als Kriterium an, rangiert der Nissan NV300 weit hinten in der Kundengunst. Im ersten Jahr nach seiner Einführung 2016 wurden in Deutschland weniger als 700 neue Nissan-Transporter zugelassen – ähnlich viele wie vom Vorgänger, dem Primastar. Die baugleichen Modelle von Opel und Renault, der Vivaro und der Trafic, verkaufen sich rund zehn bzw. fünf Mal so gut. Über die Qualität des NV300 und über die Nischen, in die er passt, sagt das dennoch wenig. Der Name NV300 verrät uns indes mehr über das Segment, in dem der Nissan tätig sein soll. Im N hat sich der Hersteller selbst verewigt, im V spricht er den Typ an, den Van. Und die 300? Sie verweist auf die Gewichtsklasse, konkret das – je nach Modell – zulässige Gesamtgewicht von maximal 3 Tonnen. Dass der Japanische Midsize-Transporter tatsächlich bis zu 3.090 Kilo auf die Waage bringen darf, sei an dieser Stelle der Korrektheit halber ergänzt. Die Abweichung verbuchen wir als Mess-Toleranzen. Über die angebotenen Bauformen kommen wir den anvisierten Einsatzgebieten noch einen Schritt näher. Nissan offeriert den NV300 als Kastenwagen, als Kastenwagen mit Doppelkabine für maximal 6 Passagiere; und als Kombi für bis zu 9 Personen. Als Sonderform gibt es ihn außerdem als Fahrgestell mit individuellen Aufbauten, die ihn z.B. zum Reisemobil machen.

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nissan-nv300-aussen-hinten-dynWir bleiben im Test aber bei den klassischen Varianten. Sie werden – wie es sich für ein Nutzfahrzeug gehört – in verschiedenen Längen und Höhen angeboten. Nur der Kleinbus Kombi ist ausschließlich in den zwei Längen L1 und L2 verfügbar. Der Unterschied zwischen ihnen ist jedoch derselbe wie bei den anderen Formen. Der Radstand wächst von 3,01 auf 3,5 – die Länge von 5,0 auf 5,4 Meter. Wichtiger noch ist die Frage: Was passt hinein? Beim NV300 Kombi sind es 9 oder 6 Passagiere. Je nach Sitzbelegung, Sitzstellung und Fahrzeuglänge kommen 1 (550 bis zur Kofferraumabdeckung) bis 3,4 m³ Laderaumvolumen hinzu. Flexibel ist der Nissan als Bus obendrein, u.a. dank der verschiedenen Sitz- und Türkonfigurationen. Die beiden anderen NV300-Typen sind auf den Transport von Ladegut ausgelegt. Je nach Modell fassen sie zwischen 5 und 8,6 bzw. 3,2 bis 4,0 m³ (Doppelkabine). Im Kastenwagen verschwinden auf einer Ladelänge von max. 2,9 Metern bspw. bis zu 3 Euro-Paletten bzw. eine Nutzlast von 1 bis rund 1,2 Tonnen. Die Ladekanten liegen jeweils auf einer Höhe von 55 Zentimetern, kurzum: Sie stören das Einladen nicht. Gleiches gilt für die verschiedenen Schiebe- und Hecktür-Optionen. Gemeinsam ist diesen: Die Öffnungen sind größer als beim Vorgänger.

1.6 dCi Diesel: alles was der Transporter braucht?

nissan-nv300-seite-ladeflaecheDie Lasten und Passagiere wollen nun bewegt werden: vernünftig flott und möglichst effizient. Den dafür zuständigen Motor liefert Renault zu – und zwar in Form eines Reihenvierzylinder-Diesels mit 1,6 Litern Hubraum, der im Nissan auf den Namen 1.6 dCi hört. Für die Kastenwagen stehen vier Leistungsstufen zur Wahl, für den Kombi zwei: namentlich die stärksten zwei Diesel, denen eine Twin-Turbolader doppelt Druck macht. Der 1.6 dCi mit 125 PS und 320 Nm beschleunigt den NV300 auf knapp 170 km/h (Kraftstoffverbrauch Kastenwagen/Kombi: 6,9/5,7 Liter auf 100 km und 178/149 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B); der 1.6 dCi 145 PS und 340 Nm knackt fast die 180 (Kraftstoffverbrauch Kastenwagen/Kombi: 6,9/5,7 Liter auf 100 km, 178/155 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Beide Ausbaustufen laufen kultiviert und angenehm ruhig, übertrieben sparsam sind sie trotz eines serienmäßigen Stopp-/Start-Systems jedoch nicht; Schuld daran ist unter anderem auch der hohe Aufbau der H2-Varianten Schuld.

nissan-nv300-kastenwagen-aussen-vorne-dynDen beiden schwächeren Selbstzündern, der 1.6 dCi mit 95 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,5 Liter auf 100 km und 170 g/km CO2) und der 1.6 dCi mit 120 PS, müssen im Kastenwagen ohne diese Spritspar-Technologie auskommen (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,7 Liter auf 100 km und 174 g/km CO2). In der Praxis leidet der Verbrauch des Duos daran, dass die beiden bei hoher Beladung ihre liebe Müh und Not beim Anschieben haben. Es heißt eifrig mit der 6-Gang-Box hantieren. Der recht hohe Verbrauch ist eine Eigenschaft, die sich der NV300 a) mit seinen Schwestermodellen teilt; und die b) die Betriebskosten belastet. Die weit gestreckten Serviceintervalle des Nissan (2 Jahre bzw. 40.000 km) sind jedoch dazu angetan, die Kosten zu senken. Eine weitere, nur von den Japanern gebotene Besonderheit: die lange Garantie – 5 Jahre bzw. 160.000 km auf das Fahrzeug, 5 Jahre auf den Lack, Originalteile bzw. Zubehör sowie 12 Jahre gegen Durchrostung.

Nissan-Transporter: funktional und variantenreich eingerichtet

nissan-nv300-hinten-ladeflaecheDass die Verkleidungen des Innenraums durchrosten, diese Gefahr besteht hingegen nicht. Robuste Hartplastik wie sie im Nissan NV300 dominiert ist dagegen immun; Schmutz gegenüber erweist sich das Material ebenfalls als gleichgültig: so wie es bei einem Arbeitsgerät sein soll. Funktional ist auch die Ausstattung. Die zentrale Stelle ist und bleibt die hinter dem Steuer. Wird dort viel und lange gesessen, ist ein bequemer Sitz von unschätzbarem Wert. Dieses Kriterium erfüllt im Nissan-Transporter ab Werk der „Komfort“-Fahrersitz mit seinen Lendenwirbelstützen und Armlehnen. Die feste Polsterung bewährt sich auf längeren Fahrten, die hohe Sitzposition verschafft einen klaren Überblick. In den Kastenwägen lässt sich diese Basiskonfiguration ab der „Pro“-Ausstattung auf der Beifahrerseite durch eine umklappbare Beifahrerdoppelsitzbank ergänzen; sie kann als Staufach oder Laptop-Ablage genutzt werden. Im Kombi baut man auf Wunsch vorne eine Sitzheizung ein.

Fix verbaut wird in der Kombi-Variante das CD-Radio mit DAB+, einer Lenkradfernbedienung, einem USB- bzw. Auxin-Anschluss und einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Beim Kastenwagen findet sich diese Unterhaltungs-Ausstattung erst in der Serienausstattung des „Comfort“-Modells wieder. Ein Navi mit 7-Zoll-Touchscreen und Kartenmaterial für West-Europa bietet Nissan als Extra an. Und Zusätzliche Assistenzsysteme stehen als Bündel zur Wahl. Das „Fahrer-Assistenz-Paket Plus“ beinhaltet einen Tempopiloten mit Geschwindigkeitsbegrenzer, eine Einparkhilfe und eine Rückfahrkamera; sowie Nebelscheinwerfer und einen Licht- bzw. Regensensor. So ausgestattet kann man die Fahrt im komfortabel gefederten Transporter mit Sicherheit genießen.

Technische Daten des Nissan NV300 Kastenwagen

PS-Anzahl: min. 95 PS max. 145 PS
kW-Anzahl: min. 70 kW max. 107 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell
Kraftstoffart: Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 6,0 l/100km max 6,9 l/100km
CO2-Emission: min. 155 g/km max. 178 g/km
Effizienzklasse:
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 28.857,50 Euro
Stand der Daten: 14.08.2018

Konkurrenzmodelle

In unserem Autohaus online sind günstige Neuwagen kein Einzelfall, sondern die Regel. In der Klasse der Multivans belegen das Beispiele wie der VW T6 Multivan ab 32.076 Euro und 13,0%, der Opel Vivaro Combi ab 22.770 Euro und 31,9%; oder der Ford Transit Custom Kastenwagen ab 20.601 Euro und 35,5% Neuwagen Rabatt. Dazu gesellen sich diverse attraktive Optionen der Finanzierung, von der Schlussratenfinanzierung bis zum Autoleasing.

Fazit zum Nissan NV300 Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Der Nissan NV300 verliert sich nur selten in die Fuhrparks deutscher Kleinunternehmen. Unser Test weist den Japaner aber als Geheimtipp aus, dessen hervorragendste Tugenden die reiche Grundausstattung, die ungewöhnlich lange Garantie und der Variantenreichtum sind. Der NV300 passt zum Bäcker ebenso wie zum Paketdienst. Bei MeinAuto.de packt der Kleintransporter als Kastenwagen ab 18.704 Euro an, 10.900 Euro oder umgerechnet 38,8% unter dem Listenpreis. Der NV300 Kombi startet in Kürze.
4 von 5 Punkten

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