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Mercedes S-Klasse Plug-in-Hybrid (Test 2022): Vorbildlicher Brückenbauer?

Im Herbst 2020, bei der Vorstellung der neuen S-Klasse, hat Mercedes einen frischen Plug-in-Hybrid-Antrieb angekündigt: Mit wenigen Worten, aber großen Versprechen – etwa einer E-Reichweite von über 100 Kilometern. Im Juli 2021 startete der Verkauf; seit November ist eine Allrad-Variante bestellbar. Ob der S-Klasse Plug-in-Hybrid 580 e wie versprochen liefert, erkunden wir im Test.

Inhalt


  1. Stärken und Schwächen im Schnellcheck
  2. Technische Daten
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Fazit

© Mercedes-Benz

Die Mercedes S-Klasse Plug-in-Hybrid im Schnellcheck


Stärken

  1. Plug-in-Hybrid mit Kraft in Überfülle
  2. Spürbar stärkerer E-Motor
  3. Über 100 Kilometer elektrische Reichweite (WLTP)
  4. Hochwertigen AC- und DC-Lader bis 60 kW
  5. Luxus vom Feinsten durch die Bank

Schwächen

  1. Extremer Preis
  2. Sündhaftteure Extras
  3. Massiv verringerter Stauraum

© Mercedes-Benz

Elfte S-Klasse führt die vierte Plug-in-Hybrid-Generation ein

Es ist die vierte Plug-in-Hybrid-Generation, die seit Sommer 2021 der elften S-Klasse effizienten Schwung verleiht. Für das Benzin-E-Motor-Ensemble ist es also keine Premiere – aber dem Modell aus der ″EQ Power″-Linie steht erstmals eines aus der voll-elektrischen ″EQ″-Familie zur Seite: der EQS. Gut möglich, dass in der zwölften S-Klasse der Plug-in-Hybrid und der EQS bereits miteinander verschmolzen sind. Der Trend geht jedenfalls in diese Richtung, in Richtung voller Antriebs-Elektrifizierung. Erkennen lässt sich das auch an der Entwicklung des Plug-in-Hybrid-Antriebes.

In der S-Klasse feierte diese Antriebstechnologie ihr Debüt 2013: als 500 e. Damals schloss Mercedes einen doppelt aufgeladenen, 333 PS starken Dreiliter-V6 mit einem 108 PS starken Elektromotor zusammen. Ein Akku mit knapp 9 kWh Fassungsvermögen erlaubte in der Theorie eine elektrische Reichweite von 30 Kilometern; der Norm-Verbrauch lag bei 2,8 Litern – Mercedes feierte das S-Klasse PHEV stolz als Dreiliter-Auto. 2017 wurde der Plug-in-Hybrid modellgepflegt. Am Verbrauch änderte sie nichts. Der neue Plug-in-Hybrid 560 e wurde aber stärker und – mit einer E-Reichweite von 50 Kilometern – ausdauernder.

© Mercedes-Benz

Generation IV: Elektrische Leistung erhöht, elektrische Reichweite verdoppelt?

Mit dieser elektrischen Reichweite wäre der S-Klasse Plug-in-Hybrid 2021 bzw. 2022 freilich nur noch ein Nachzügler – und nicht die Avantgarde. Da ist aber der Anspruch der S-Klasse. Logische Folge: Mercedes hat sowohl die Leistung wie die Reichweite erhöht – letztere beträchtlich. Beträchtlich heißt mehr als verdoppelt. Der Lithium-Ionen-Akku besteht aus 108 Pouch-Zellen, die zusammen Energie chemisch im Ausmaß von 28,6 kWh speichern können; die Batterie des 560 e speicherte maximal 13,5 kWh. Sie reichten für 50 Kilometer, das neue S-Klasse-PHEV stromert, nach WLTP-Norm, bis zu 113 Kilometer.

Bei der Allradvariante sind es im normierten Idealfall maximal 109 – und selbst bei den beiden Langversionen noch 108 Kilometer. Beeindruckend. Dass auch die S-Klasse an der frischen Luft an den Prüfstandwerte scheitert, tut dem keinen Abbruch. Denn im Test stromern wir ohne große Sparbemühungen zwischen 80 und 90 Kilometer. Im Alltag ist das ein echter Komfortgewinn, da man nicht nach jeder Fahrt nachladen muss. Das Einstecken und Energieladen ist mit dem neuen S-Klasse Plug-in-Hybrid allerdings ein Kinderspiel – und flugs erledigt.

© Mercedes-Benz

S-Klasse PHEV: Akku lädt in weniger als 30 Minuten – leider nur optional

Der Akku kann bequem zu Hause oder an einer öffentlichen Schnellladestation geladen werden. Mit der ″Mercedes Benz″-Wallbox fürs Eigenheim schafft das Ladegerät ab Werk eine Ladeleistung von 11 kW; der Akku ist in rund zwei Stunden und 15 Minuten geladen. Der Gleichstrom-Lader schafft bis zu 60 kW und lädt die Batterie in weniger als einer halben Stunde. Für den, dafür notwendigen, CCS-Stecker stellt Mercedes aber 600 Euro in Rechnung. Bei einem Basispreis jenseits der 130.000 Euro erscheint das etwas kleinlich. Einem S-Klasse-Käufer dürften die paar hundert Euro jedoch egal sein.

Eine andere Eigenschaft des Akkus mag den ein oder anderen S-Klasse-Besitzer hingegen stören. Die Batterie raubt der Luxus-Limousine 200 Liter Stauraum; statt 550 lädt das PHEV nur 350 Liter. Positiv fällt auf, dass es Mercedes geschafft hat, die störende Stufe im Kofferraumboden auszubügeln. Gelungen ist das, weil die Batterie in Generation XI zwölf Zentimeter tiefer sitzt. Positiver Nebeneffekt. Dass Zusatzgewicht des Akkus, rund 300 Kilo, fallen beim Fahren nicht negativ auf – im Gegenteil. Der deutlich tiefere Schwerpunkt lässt die S-Klasse als Plug-in-Hybrid noch souveräner durch die Kurven und über Buckel gleiten.

© Mercedes-Benz

S 580 e: 510 PS, immer mit 9-Gang-Wandler, auf Wunsch als Allradantrieb

Apropos souverän. Wie fährt sich der neue Plug-in-Hybrid-Antrieb der Mercedes S-Klasse eigentlich: souverän, subtil, sagenhaft oder so lala? Wir würden dem 510 PS und 750 Nm starken S 508 e nach dem Test einen sagenhaften Durchzug und eine souveräne Souplesse attestieren: sowohl als S 580 e mit Heck- wie als S 580 e mit “4Matic”-Allradantrieb (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 0,6-1,0 Liter bzw. 20,7-25,5 kWh auf 100 km, 15-23 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse k.A.). Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert das Edel-PHEV in fünf Sekunden, Schluss ist im Hybrid-Modus bei 250 km/h.

Im Fahrprogramm “Electric” lässt Mercedes den Vorwärtsdrang bei 140 km/h sanft auslaufen. Bis dahin ist die wieder in die 9G-Wandlerautomatik integrierte, permanenterregte Synchronmaschine spürbar agiler, dynamischer geworden als bisher. Ihre Leistung hat von 90 auf 110 kW bzw. 150 PS zugelegt, ihr Drehmoment kulminiert bei 480 statt 440 Nm. Der Benziner bringt indes dieselbe Leistungs-Mitgift in die Ehe ein wie sein Vorgänger, namentlich 367 PS. Allerdings kommt die Leistung nicht mehr aus einem V6, sondern aus dem neuen, besonders effizienten und sauberen Reihensechszylinder M 256.

Mercedes-Benz S 500 PLUG-IN HYBRID

© Mercedes-Benz

Minimaler Verbrauch – überragende Gesamtreichweite

Wobei. In den WLTP-Prüfzyklen kommt der Dreiliter-Turbobenziner nur noch sporadisch zum Einsatz. Wirklich realistisch sind diese Zyklen aber nicht – entsprechendes gilt für den Normverbrauch von 0,5 bis 1,0 Litern. Mit zwei Litern kommen wir im Schnitt im Test aber aus; wer viel Kurzstrecke fährt, schafft auch deutlich weniger. Die knapp 70 Liter im Benzintank reichen jedenfalls ewig, locker ein Vierteljahr: sofern man den Akku alle 100 Kilometer lädt. Im Vergleich mit dieser Gesamtreichweite ist selbst der ausdauernde neue EQS – maximale Reichweite 782 Kilometer – ein Sprinter; allerdings ein lokal emissionsfreier.

Der S 580 e ist davon keineswegs allzu weit entfernt. Man kann mit ihm nicht nur gut und weit stromern, man will es auch. Das rein elektrische Fahrprogramm ist außerdem die sinnvollste Betriebsart: ökonomisch wie ökologisch. Ökonomisch bewegt sich der Vorteil – pro Kilometer betrachtet – im Cent-Bereich, er ist also kaum nennenswert. Der ökologischen Sicht hat Mercedes indes einen eigenen, 40-seitigen Umweltcheck gewidmet. Das zeigt: Das S-Klasse PHEV will auch in puncto Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit ein Vorreiter sein. Doch gelingt ihm das?

Mercedes-Benz S 500 PLUG-IN HYBRID

© Mercedes-Benz

Wie steht es um die CO2- & die Umweltbilanz des S 580 e

In Maßen durchaus, würden wir sagen. Gefertigt wird der S 580 e in der  “Factory 56” in Sindelfingen. Einen Teil der benötigten Energie erzeugt eine Photovoltaikanlage mit einer Peakleistung von 5.000 kW auf dem Dach. Trotzdem: Bei der Herstellung ist der Kohlendioxid-Ausstoß im Vergleich mit dem Vorgänger gestiegen: von rund zwölf auf knapp 14 Tonnen CO2 pro Pkw. Hauptverantwortlich dafür ist die größere Batterie. Im Fahrbetrieb macht sie diesen Nachteil aber mehr als wett. Über den gesamten Lebenszyklus gesehen sinkt der CO2-Ausstoß zwischen 14 bis 36 Prozent – je nachdem, welcher Strom nachgeladen wird.

Außerdem verbaut Mercedes in der aktuellen S-Klasse gut 200 Teile, die ressourcenschonend gewonnen werden. Von den gut 2,4 Tonnen sind das knapp zwei Zentner. Das zeigt freilich auch. Die Elektrifizierung der Antriebe verbesserte vor allem die CO2-Bilanz. In der Gesamtbilanz sind E-Antriebe, insbesondere Plug-in-Hybrid, aber weit davon entfernt, emissionsfrei zu sein. Die Frage der Umweltfreundlichkeit ist noch einmal ein ganz anders Kaliber. Dass Mercedes diese Tatsachen offen kommuniziert, ist aber ein wichtiger Schritt. Damit ist das neue S-Klasse PHEV auch in dieser Hinsicht Avantgarde.

Mercedes-Benz S 500 PLUG-IN HYBRID

© Mercedes-Benz

Technische Daten der Mercedes-Benz S-Klasse Plug-in-Hybrid


PS-Anzahl: min. 268 PS max. 503 PS
kW-Anzahl: min. 210 kW max. 370 kW
Antriebsart: Heckantrieb, 4×4-Antrieb
Getriebeart: Automatik mit manuellem Modus
Kraftstoffart: Benzin, Diesel
Verbrauch Benzin: 8,1-10,1 l/100 km
Verbrauch Diesel: 6,4-6,8 l/100 km
CO₂-Emission 169-229 g/km
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 107.671 Euro
Stand der Daten: 07.06.2022

Konkurrenzmodelle


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Unser Fazit zur Mercedes-Benz S-Klasse Plug-in-Hybrid


MeinAuto.de-Redakteur: Norbert Auer | 07.06.2022
Die Ankündigungen zum neuen S-Klasse Plug-in-Hybrid waren vollmundig – der Test zeigt, dass Mercedes den Mund nicht zu voll genommen hat. Die Fahrleistungen begeistern und haben insbesondere im reinen E-Betrieb stark zugelegt. Die elektrische Reichweite wurde sogar verdoppelt – und laut WLTP auf über 100 Kilometer ausgedehnt. Neben dem Preis der einzige Haken ist der deutlich geschrumpfte Kofferraum. Bei MeinAuto.de ist der Mercedes S 580 e bestellbar – wie gewohnt mit kräftigen Rabatten auf den Listenpreis von 132.460 Euro.

     
5 von 5 Punkten


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