Kia Rio 2015 Test: Tiger an der Nase – Tiger im Tank?

Wie es sich bei diesem Namen gehört, sorgt der Kia Rio für Partystimmung beim koreanischen Hersteller. Weshalb? Weil er sich weltweit prächtig verkauft. Doch weiß der Kleinwagen auch die Kunden zu verzücken? Wir haben es getestet – und zwar mit der Anfang 2015 modellgepflegten dritten Generation.

Neue Nase, frische Farben und ein herausgeputzter Innenraum

kia rio 2015 vorneAm Engagement, die Stimmung anzuheizen, an dem fehlt es Kia dabei nicht – das wird bereits beim ersten Blick auf den runderneuerten Rio klar. Der kleine Partytiger sieht nämlich frisch und vergnüglich aus: mit der neuen „Tiger“-Nase, die vom Doppeltrapez-Kühlergrill dominiert wird und die jetzt alle neuen Kia-Modelle tragen; mit deftigeren Rundungen und kräftigeren Schürzen – und auf Wunsch nun auch mit zwei verschiedenen Farben. Bei den Maßen hat sich hingegen nichts verändert, die zum Start der dritten Generation gestreckten Abmessungen sind dem Rio erhalten geblieben. Das 2015er-Modell ist folglich 4,05 Meter lang und weist einen Radstand von 2,57 Metern auf. Damit zählt er zu den größeren Vertretern seiner Spezies, ein VW Polo kommt bspw. nur auf einen Radstand von 2,47 Meter und eine Länge von 3,97 Meter. Spürbar ist die Übergröße vor allem für die Insassen, denn sowohl hinterm Lenkrad wie auf der Rückbank sitzen wir ziemlich unbedrängt. Dass wir richtig bequem unterwegs sind, liegt aber auch an den verbesserten Sitzmöbeln. Die sehen dank der neuen Stoffbezüge nämlich nicht nur schöner aus, sie packen seitlich auch fester zu.

Feiner verarbeitet hat Kia aber nicht nur die Sitzmöbel, sondern den gesamten Innenraum. Geschäumte Kunststoffe, Klavierlackeinlagen und Chromverzierungen werten das Cockpit auf, in der Topausstattung „Spirit“ kommt der Fahrer auch in den Genuss des neuen Navigationssystems samt dazugehörigem 7-Zoll-Display. Knapp 600 Euro sind dafür aber zusätzlich auf den Tisch zu legen – ein Kompass und eine Landkarte sind sicherlich günstiger; ob sie auch sieben Jahre währen, ist aber eine andere, erst in Zukunft zu beantwortende Frage (so lang nämlich währt die Garantie aufs Navi). 

Zahme Sauger & lahme sowie sparsame Diesel

Die Frage nach dem Stauraumangebot können wir indessen sofort beantworten. Der Kia Rio bietet fürs Gepäck nur durchschnittlich viel Platz: 288 bis 923 Liter sind es, um genau zu sein, das ist ähnlich viel wie ein VW Polo (280 bis 952 Liter), aber merklich weniger als etwa ein Opel Corsa (285 bis 1.090) oder ein Renault Clio (300 bis 1.146).

Modellgepflegt hat Kia aber nicht nur die Nase, sondern auch dahinter bzw. darunter. Die Rede ist hier von den Motoren, welche die Südkoreaner jetzt allesamt fit gemacht haben für die Euro-6-Abgasnorm. Die dabei eingesetzten Antriebskonzepte sind allerdings die alten geblieben. Die zwei verfügbaren Ottomotoren blasen sich also weiterhin nicht mit Hilfe eines Turbos auf, sondern saugen vor sich hin. Der 1.2 CVVT holt so 86 PS und 121 Nm Spitzendrehmoment aus seinen vier Zylindern, der 1.4 CVVT 109 PS und 137 Nm. Da die maximalen Drehmomente aber jeweils erst um die 4.000 Touren zupacken, versprühen die Sauger wenig brasilianisches Temperament. Die Sprintzeiten von null auf hundert Stundenkilometer – 13,1 bzw. 11,5 Sekunden – belegen das. Und auch bei den schaltfaulen Zwischensprints in den oberen Gängen geht den Saugmotoren rasch die Puste aus. Doch wer fleißig im 5- bzw. 6-Gang-Getriebe rührt, der bekommt den Rio auch auf Touren – und das bei einem recht moderaten Verbrauch: 4,7 (109 g CO2) bzw. 5,0 Liter (114 g CO2) verbrennen die Sauger nach Norm im günstigsten Fall, rund 6 Liter gönnen sie sich im Testmittel.

Der Tiger steht auf sanften Pfoten

kia rio 2015 hintenDie Benzinmotoren sind also keine wilden Tiger, aber sie bringen genug Kraft mit, um den Rio schwungvoll und sparsam durch den Alltag zu geleiten. Die beiden Dieselaggregate sind indes noch eine Spur effizienter, allerdings fahren sie sich trotz Turboaufladung noch zahmer – um nicht zu sagen lahm. Der der 90 PS starke 1.4 CRDi braucht gut 14 Sekunden, der 75 PS starke 1.1 CRDi sogar 16 Sekunden für den 0-100-Sprint. Da die Selbstzünder auch noch rund 2.000 Euro teurer sind, dürfte für die meisten Käufer einer der Benziner die bessere Option sein. Der äußerst sparsame 1.1 CRDi, der mit Start-Stopp-Automatik nur 3,2 Liter laut NEFZ verbraucht, dürfte Effizienzfetischisten allerdings nicht leicht aus dem Kopf gehen.

Mit welchem Antrieb der Rio letztlich aber auch ausgestattet wird, der kleine Südkoreaner federt nach der Modellpflege spürbar sanfter als zuvor, auch wenn er auf kurze Schläge immer noch etwas steif reagiert. Dank der präzisen Lenkung und nicht zuletzt der sehr guten Geräuschdämmung ist der Rio nun aber auch fit für längere Ausflüge – eilig sollte man es dabei jedoch nicht haben.

Fazit: Mit der Modellpflege hat der Kia Rio rundum an Qualität gewonnen – von der Optik über den Innenraum bis hin zum Fahrwerk. Bei den Motoren hat sich Kia allerdings noch Luft nach oben gelassen. Bei MeinAuto.de kostet der Kia Rio ab 9.183 Euro (Dreitürer), das sind gut 22,6% bzw. fast 2.500 Euro weniger als beim Hersteller ums Eck. Der Fünftürer startet bei 9.768 Euro und 22,3% Rabatt.

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