Fiat Tipo Kombi im Test: kleiner Preis, großer Wert?

Fiat will mit dem neuen Tipo in der Kompaktklasse endlich erfolgreich sein. Die Turiner machen dabei keine halben Sachen und treten mit einer vollen Modellpalette an: Einer viertürigen Stufenhecklimousine, die in unserem Test schon eine gute Figur gemacht hat; einem Schrägheckmodell – und auch mit einem Kombi. Der kann jetzt bestellt werden; wir durften ihn bereits Probefahren.

Tipo Kombi: Platz schafft Wert

fiat_tipo_kombi_2016_ausen_vorne_dynamischEs braucht nicht viel, um mehr zu bekommen, lesen wir im Prospekt zum neuen Tipo. Doch kann der Tipo Kombi genug, um diese These zu bestätigen? Wir wollen im Test die darauf Antwort finden – und suchen zunächst eines: Platz. Denn ohne ihn, ist ein Kombi nicht viel wert. Der 4,57 Meter lange Tipo Kombi aber, er hat mehr als genug davon. Dank eines Radstandes von 2,64 Metern und einer wohldurchdachten Raumgestaltung sitzen wir – mit einer Körperlänge von über 1,80 – sowohl vorne wie hinten sehr bequem. Weder Köpfe noch Knie oder Ellbogen fühlen sich bedrängt. Auch die Dinge des täglichen Gebrauchs – Flaschen, halbfertige Steuererklärungen, angebissene Kinder-Schokoriegel usw. – verschwinden im Tipo Kombi rasch in den zahlreichen Ablagen und Staufächern. Aber auch fürs Gepäck und Ladegut bleibt genug Platz. 550 Liter offeriert der Kofferraum an Standardstauraum. Wie viel größer er wird, wenn wir die Lehnen der Fondbank umlegen (ab Werk im Verhältnis 60:40 möglich), verrät uns Fiat leider nicht.

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fiat_tipo_kombi_2016_innen_kofferraumAngegeben werden jedoch die maximale Zuladung von rund 500 Kilo und die maximale Länge der Ladefläche mit 1,8 Metern. Damit lässt sich auch Schweres und Sperriges gut transportieren, wie sich im Test zeigt. Der offenbart auch, dass der Kombi mit einer niedrigen Ladekante und einer einfach abnehmbaren Laderaum-Abdeckung punktet. Und im Vergleich mit der Konkurrenz hält er gut mit. Der etwas kürzere Hyundai i30 Kombi bspw. verstaut 528 Liter, der fast gleichlange Dacia Logan Kombi (MCV) 573; und der VW Golf als Kombi 605 Liter.

Mit der Qualität des letzteren kann der Tipo Kombi innen zwar nicht mithalten – kein Wunder, in seiner Preisklasse. Der Turiner überzeugt uns aber mit einem solide, funktional und übersichtlich eingerichteten Cockpit. Ebenfalls der Preisklasse entsprechend: die Ausstattung. Sie ist in der Basislinie „Pop“ nicht üppig, aber mit allem Wesentlichen bestückt (fernbedienbare Zentralverriegelung, MP3-Radio, elektrische Fensterheber, etc.). In der nächsthöheren Ausstattung „Easy“ ist dann bereits das Infotainment-System „Uconnect“ samt Bluetooth, Audiostreaming und 5-Zoll-Touchscreen an Bord.

Motor: Fiat legt mit dem Kombi nach

fiat_tipo_kombi_2016_ausen_vorne_statischZum Zeitpunkt unseres Tests mit der Limousine hatte Fiat für den Tipo vier Motoren im Programm, brüderlich aufgeteilt auf die Antriebsdynastien Diesel und Otto. Letztere wurde von zwei Vierzylinder-Saugern vertreten: Dem 95 PS und 127 Nm starken 1.4 16V und dem 110 PS und 157 Nm starken 1.6 E-Torq, der stets an eine Automatik gekoppelt ist. Im Kombi ist davon nur der 1.4 16V geblieben, der sein Spitzendrehmoment weiterhin erst jenseits der 4.000 Touren anlegt – entsprechend gemächlich startet der Kombi mit ihm durch. 12,3 Sekunden benötigt er für den initialen Antritt von 0 auf 100 km/h, in der Spitze schafft er 185 km/h. Wirklich umtriebig ist er also nicht, der Sauger. Wirklich sparsam auch nicht, wie der NEFZ-Verbrauch von 5,7 Litern (132g CO2) zeigt.

fiat_tipo_kombi_2016_innen_sitzeGut dass die Turiner zum Start des Tipo Kombi ein Scherflein drauflegen. Turboaufladung heißt das Zauberwort, das aus dem schmächtigen 1.4 16V den 1.4 T-Jet mit 120 PS und 215 Nm Spitzendrehmoment (ab 2.500 Touren) werden lässt. Der neue Turbobenziner knackt dabei nicht nur die 10-Sekunden-Grenze beim Standardsprint (9,8 Sekunden) und auf der Autobahn den 200er: er fährt sich auch sonst spürbar lebendiger. Allerdings kostet er 1.200 Euro mehr als der Sauger und ist zudem lediglich in den beiden höheren Ausstattungslinien „Easy“ und „Lounge“ erhältlich. Der Verbrauch geht mit 6,0 Litern (139g) laut NEFZ und 7,4 Litern laut unseren Testmessungen aber in Ordnung.

Der Tipo Kombi geht es komfortabel an

fiat_tipo_kombi_2016_innen_cockpitNaturgemäß sparsamer, aber auch teurer sind die Diesel im Tipo-Regal. Der Vierzylinder-Common-Rail-Turbo mit 95 PS, 200 Nm und 1,3 Litern Hubraum, der 1.3 Multijet, kostet 2.000 Euro mehr als der Basisbenziner 1.4 16V; der 120 PS und 320 Nm starke Topdiesel 1.6 Multijet schlägt mit 2.000 Euro mehr zu Buche als der Turbobenziner. Gerade der größere Diesel ist ebenfalls in der Lagen, den Kombi flott – und zudem zahm schnurrend -anzutreiben: Von 0 auf 100 geht’s in 10,1 Sekunden, in der Spitze auf bis zu 200 km/h. Sein Verbrauch beläuft sich laut Norm – wie der des Basisdiesels – trotzdem nur auf 3,7 Liter (99g). Kurzum: Bei den Diesel-Motoren haben die Turiner einen guten Kompromiss gefunden.

fiat_tipo_kombi_2016_ausen_hinten_dynamischGleiches gilt für das Fahrwerk, das sowohl mit einem sportlichen Handling wie mit einem guten Federungskomfort überzeugt. Eine Armada an Fahrassistenz- und Sicherheits-Extras sucht man im Katalog des Tipo Kombi hingegen vergeblich. 6 Airbags, ABS, ESP und ein elektronischer Bremsassistent sind ab Werk mit von der Partie. In den höheren Ausstattungen gesellen sich u.a. LED-Tagfahrlichter, ein Licht- bzw. Regensensor und ein automatisch abblendender Innenspiegel dazu. Parksensoren lassen sich über das „Tech-Paket“ nachrüsten (Rückfahrkamera nur in der Topausstattung). Mit dem „Sicherheits-Paket“ für 250 bzw. 500 Euro halten schließlich ein City-Notbremsassistent, ein Geschwindigkeitsbegrenzer und optional auch eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage Einzug. Die ausgezeichnete Bremsanlage ist im Tipo Kombi serienmäßig.

Technische Daten des Fiat Tipo Kombi:
PS-Anzahl: min. 95 PS max. 120 PS
kW-Anzahl: min. 70 kW max. 88 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell
Kraftstoffart: Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert): min 3,7 l/100km max 6 l/100km
CO2-Emission: min. 98 g/km max. 139 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. C
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 15.990 Euro
Link zum Konfigurator: Hier den Fiat Tipo Kombi konfigurieren

Fazit zum Fiat Tipo Kombi Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der neue Tipo Kombi rundet die kompakte Modellpalette der Turiner nicht nur ab. Er bringt alle Eigenschaften mit, um Fiats Träume vom Kompaktklassen-Erfolg wahr werden zu lassen. Der Kombi offeriert ungewöhnlich viel Platz und fährt sich komfortabel, flott und sparsam. Außerdem ist er ein echter Preisbrecher. Bei MeinAuto.de kostet er ab 12.962 Euro, das sind gut 23% bzw. über 3.700 Euro weniger als in der Herstellerliste.

     
5 von 5 Punkten

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