Porsche Cayenne S E-Hybrid III im Test (2018): wie viel Spaß generiert der neue Plug-in-Hybrid?

Renn- respektive Sportwagen und elektrische Antriebe schließen sich keineswegs aus – das lebt die Formel E der zweiten Generation eindrucksvoll aus. Diese Formel funktioniert auch für den Parade-SUV-Sportler aus Zuffenhausen. Seit der zweiten Generation sorgt eine E-Maschine in Kombination mit einem Ottomotor für mächtig Dampf. In der dritten Serie legt der Plug-in-Hybrid-Antrieb einen großen Zahn zu. Wie viel Biss der Cayenne S E-Hybrid hat, zeigt er uns im Test.

Inhalte des Testberichts zum Porsche Cayenne Plug-in Hybrid:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

E-Hybrid S: 100 kW Extrapower für den 340-PS-V6

porsche-cayenne-ehybrid-aussen-vorneMit den Modellen aus dem Schwester-Unternehmen – dem VW Touareg und dem Audi Q7  – teilt sich der Porsche Cayenne III die technische Plattform. Den Enthusiasmus für das Plug-in-Hybrid-Antriebskonzept – die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor mit aufladbarer Batterie – teilt aktuell indes nur der Porsche. Die Geschwister müssen in den neuesten Generationen erst wieder auf den Geschmack kommen. Der Audi Q7 e-quattro startet in Kürze, der Touareg soll 2019 folgen. Dennoch: Es ist und bleibt das Porsche-SUV, das in diesem Trio die elektrifizierende Pionierarbeit verrichtet. Seit 2010 steht ein Hybrid-Motor zur Wahl, seit 2014 hat er die Form eines Plug-in-Hybrid; für die dritte Baureihe haben die Zuffenhausener alle Antriebskomponenten weiterentwickelt. Das Ergebnis in nüchternen Zahlen ausgedrückt: ein E-Hybrid S mit einer Systemleistung von 340kW, d.h. 462 PS, und 700 Nm – das sind fast 40 kW und über 100 Nm mehr als bisher (Kraftstoffverbrauch Benzin: 3,4/20,9 Liter/kWh auf 100 km, 78 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+). Bei diesen Zahlen dürfte es niemanden verwundern, dass der E-Hybrid abgeht wie ein Kugelblitz. Mit vereinten Kräften ist man eben stärker – vor allem wenn die jeweiligen Stärken richtig eingesetzt werden.

porsche-cayenne-ehybrid-aussen-hintenDie Stärke des Dreizliter-V6-Turbobenziners, der unter der kolossalen Haube, dampft, liegt jenseits der 1.350 Touren. Ab diesem Zeitpunkt dreht das volle Moment von 450 Nm an der Welle: mit jeder Umdrehung gesellen sich zig PS dazu, bis ab 5.300 Touren schließlich 340 PS vorwärts traben. Die elektrische Maschine, die unter dem Fahrer, direkt vor der Antriebswelle, platziert ist, leistet ihrerseits 100 kW und 360 Nm. Praktischerweise liefert sie diese Leistung zu, während der Benziner noch im Turboloch vor sich hindämmert. Das führt dazu, dass im E-Hybrid S das volle Drehmoment von 700 Nm die Antriebswelle schon lange vor der 1.000-Touren-Grenze bearbeitet. Was die Ehe aus Benziner und Stromer mit dieser Kraft anrichten können, zeigt sich, wenn man voll aufs Blech steigt. Kurz hat man das Gefühl, durch die elektrisch achtfach verstellbaren Komfortsitze gedrückt zu werden. Die halten dem Druck aber ebenso stand wie die Welle und die Serien-19-Zoll-Leichtmetallfelgen.

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Cayenne-Plug-in-Hybrid als Schnell-Schalter und -Lader

porsche-cayenne-ehybrid-aussenDie Tachonadel kommt auch mit und demonstriert: 2,3 Tonnen Leergewicht können in 5 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer beschleunigt werden. Das ist eine Sekunden schneller als der Vorgänger und selbst im Vergleich mit den herkömmlichen Kraftmeiern im Sortiment herausragend. Allein der Abstoß des 550 PS und 770 PS starken 4,0-Liter-V8-Biturbo kommt vom Gefühl her an den E-Hybrid heran – obwohl der gut 100 Kilo wenig zu beschleunigen hat (Kraftstoffverbrauch Benzin: 11,9 Liter auf 100 km, 272 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse F). Ebenso beeindruckend sind aber auch die anderen Fahrleistungsdaten des Plug-in-Hybrid-Motors. In der Spitze schafft er über 250 km/h, den Durchzug von 80 auf 120 km/h ledert er 3,2 Sekunden ab – der Titel eines Sportwagens ist redlich verdient. Großen Anteil daran haben zum einen die Kolibri-flinke 8-Gang-Wandlerautomatik (Tiptronic S) und das Boost-Konzept. Das hat Porsche aus dem 918 Spider übernommen – damit ist klar, weshalb der E-Hybrid so unwiderstehlich anzieht. Die Boost-Strategie geht aber weiter: sie lässt die E-Maschine in allen Fahrmodi des ab Werk installierten „Sport Chrono“-Pakets mitwirken.

porsche-cayenne-ehybrid-innenAm Start ist der E-Motor allein am Werk; bis maximal 135 km/h. Der V6-Verbrenner schaltet sich allerdings sofort zu, wenn der Pilot fest genug aufs Gaspedal tritt. Wie stark die Batterie geladen wird und/oder der E-Motor boostet, lässt sich über die Wahl des Fahrmodus entscheiden. Im „Sport“- und „Sport Plus“-Modus hilft er besonders tatkräftig mit – solange er Saft hat, versteht sich. Damit der nicht zu schnell ausgeht, hat Porsche die Kapazität der Batterie auf gut 14 kWh erweitert; ein Plus von knapp 4 kWh gegenüber dem alten Cayenne. Elektrische Reichweiten-Rekorde bricht der Cayenne E-Hybrid trotzdem nicht auf. Selbst gemäß der über-optimistischen Normverbrauchsangabe reicht der Strom bestenfalls für 40 Kilometer. Geladen wir die Batterie teils während der Fahrt (via „E-Charge“-Taste) – oder  über die Steckdose. Wie lange es dauert, bis die 13 Lithium-Zellen vollgeladen sind, hängt a) von der Ladestation und b) vom Onboard-Lader ab. Die 3,6-kW-Variante ist Serie und tankt im Idealfall binnen 4 Stunden auf; die optionale 7,2-kW-Version in 2,5 Stunden. An der herkömmlichen Steckdose dauert der Ladevorgang knapp 8 Stunden.

Ein exzellenter Sport-, aber kein besondere Sparwagen

porsche-cayenne-ehybrid-aussen-vorne-liSchnell Beschleunigen kann der Cayenne-Plug-in-Hybrid, schnell laden auch. Was kann er noch? Schnell durch die Kurven fahren. Dafür zeichnet die aktive Radaufhängung (Porsche Active Suspension Management – PASM) sowie die „4D-Chassis Control“-Fahrwerksregelung verantwortlich. Sie analysieren in Sekundenbruchteilen die aktuelle Fahrsituation und finden die jeweils passende Abstimmung. Oder anders gesagt: der Cayenne liegt satt wie ein Brett. Dafür, dass er sich nicht hart wie ein Brett anfühlt, sorgt die serienmäßige Luftfederung. Um den perfekten Grip kümmert sich das ausgefeilte Allrad-System (Porsche Traction Management – PTM) – ein Querfeldein-Akrobat ist das Plug-in-Modell dennoch nur bedingt. Wenn der Untergrund staubtrocken oder schlammig ist, erobert der elektrische Cayenne ganze Landstriche im Sturm. Ist es aber nass, bekommt er rasch kalte Füße: Strom und Wasser vertragen sich nicht – und so schrumpft die Watttiefe von 500 auf 250 mm. Aber, der Cayenne E-Hybrid hat auch noch einige Kunststücke auf dem Kasten.

porsche-cayenne-ehybrid-aussen-felgeDa sind z.B. die besonders bissfesten Bremsen; eine Serienausstattung, die in Bezug auf Komfort und Luxus kaum Wünsche offen lässt – und eine Zubehörliste, die alle noch offenen Wünsche erfüllt. Die einzig messbare Einschränkung, die das Plug-in-Hybrid-Konzept mit sich bringt, betrifft das Heck. Im Kofferraum sinkt das Stauraumvolumen aufgrund des zusätzlichen Akkus von 770 bis 1.710 auf 645 bis 1.610 Liter. Bei einem Sportwagen-SUV wird diese Tatsache aber kaum jemanden jucken. Porsche selbst gibt an, mit dem E-Hybrid sein super-sportliches SUV sauberer, nachhaltiger machen zu wollen. Ob das im Realgebrauch jedoch der Fall ist, ist eine andere Frage.

Technische Daten des Porsche Cayenne Plug-in Hybrid

PS-Anzahl: min. 462 PS max. 462 PS
kW-Anzahl: min. 340 kW max 340 kW
Antriebsart: 4×4 – Antrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: Benzin und Elektro
Verbrauch (kombiniert): min. 3,4 l/100km max 20,6 kW/100km
CO2-Emission: min. 78 g/km max. 78 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. A+
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 89.822,00 Euro
Stand der Daten: 01.10.2018

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum Porsche Cayenne Plug-in Hybrid Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Resümee: Der Cayenne Plug-in-Hybrid kann uns im Test von der ersten Sekunde an begeistern. Die stattlich-athletische Figur verheißt pure Dynamik – eine Verheißung, die der Plug-in-Hybrid mit seinen 340 kW und 700 Nm im Nu übertrifft. Der Rest des E-Hybrid ist gleichfalls vom Feinsten: vom Interieur über die Bedienung bis zum Fahrverhalten  und der Sicherheit. Nur eine Verheißung erfüllt das SUV nicht, namentlich die nach einer ökologisch sinnvolleren Art der Fortbewegung. Bei MeinAuto.de fließt der Strom in Porsches Sport-SUV ab 83.624 Euro – 8% bzw. knapp 7.200 Euro unter dem Normaltarif; der herkömmliche Cayenne legt ab 69.268 Euro los.

     
4 von 5 Punkten

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