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E-Auto zuhause laden: Wallbox oder Haushaltssteckdose?

Du kannst Dein E-Auto zwar an der herkömmlichen Schuko-Steckdose aufladen, empfehlenswert ist das aber nicht. Besser ist die Aufladung an der Wallbox. Wieso das so ist, wie viel das kostet und worauf Du achten musst, erklären wir Dir hier:

VW ID.3 Aufladen Wallbox Zuhause

© Volkswagen

Inhaltsverzeichnis:

  1. Elektroauto zuhause laden: Welche Möglichkeiten gibt es?
  2. E-Auto an Steckdose laden
  3. Das Elektroauto zuhause an der Wallbox laden
  4. Haushaltssteckdose vs. Wallbox auf einen Blick: Vorteile & Nachteile
  5. Wallboxen in Mietverhältnissen und Eigentümergemeinschaften

Elektroauto zuhause laden: Welche Möglichkeiten gibt es?

Elektroautos bieten gegenüber Verbrennern den Vorteil, dass sie sich nicht nur unterwegs, sondern auch zuhause flexibel mit Energie betanken lassen. Während es bei längeren Strecken nach wie vor unabdingbar ist, das Elektrofahrzeug unterwegs aufzuladen und die Verfügbarkeit von geeigneten Ladestationen bei der Routenplanung zu beachten, ist es vor allem im Alltag möglich – und zumeist ausreichend –, das E-Auto im heimischen Umfeld aufzuladen.

Mithilfe von E-Autos mit besonders hohen Reichweiten kannst Du Deinen Bedarf an Ladepausen bei längeren Strecken auf ein Minimum reduzieren.

Vorteile, das Elektroauto zuhause laden:

  • Dir steht bereits beim Fahrtantritt die maximale Reichweite zur Verfügung und du verschwendest keine Zeit damit, auf die Aufladung zu warten
  • das Laden im heimischen Umfeld ist günstiger als an einer öffentlichen Ladestation, was in Anbetracht steigender Energiepreise besonders lohnenswert ist. E-Auto Nutzer müssen bei einer Aufladung an einer öffentlichen Ladestation von Mehrkosten in Höhe von 35 bis 40 Cent je Kilowattstunde ausgehen.
  • zuhause kannst Du selbst darüber entscheiden, woher der bezogene Strom stammt: Du kannst zum Beispiel auf ökologisch oder sogar eigens erzeugten Strom zurückgreifen.
  • Wenn Du Dein Elektrofahrzeug zuhause auflädst, vermeidest Du außerdem Wartezeiten beim Laden an öffentlichen Ladesäulen und das Auseinandersetzen mit unterschiedliche Anbietern und Abrechnungsmodellen.
  • Nachdem Du nun weißt, wieso Du Dein E-Auto zuhause aufladen solltest, erklären wir Dir jetzt, welche Optionen Dir zur Verfügung stehen. Im Grunde hast du 2 Möglichkeiten:

    1. das Aufladen des Autos an der Haushaltssteckdose
    2. Du errichtest Deine eigene Ladestation für Elektrofahrzeuge und lädst Dein Auto an einer Wallbox

    Im Folgenden stellen wir Die die Vorteile sowie Nachteile beider Varianten vor.
    Stecker Elektroauto Kabel Pexels

    © Pexels

    E-Auto an Steckdose laden

    Eins ist sicher: Es klingt ungemein praktisch, das eigene Elektroauto an der hauseigenen und herkömmlichen Steckdose zu laden. Aber der Schein trügt: Das Aufladen an der Schuko-Steckdose birgt Nachteile:

    • Das Aufladen an der normalen Steckdose dauert wesentlich länger als an einer Wallbox: Es dauert 4,5 Mal länger und die Zeit kann sich sogar auf mehrere Tage belaufen.
    • das Laden an der Haushaltssteckdose kann durchaus gefährlich werden. Das liegt daran, dass die heimischen Leitungen nicht für derart hohe Dauerbelastungen ausgelegt sind. Es kann zu Überhitzungen, Kurzschlüssen oder im schlimmsten Fall sogar zu Kabelbränden kommen.
    • größere Ladeverluste
    • es ist teurer

    Aus diesen Gründen raten Experten dazu, die herkömmlichen Steckdosen nur in Ausnahmefällen zum Laden von E-Autos zu verwenden. Wie genau Du Dein E-Auto an der Steckdose aufladen kannst, erfährst Du hier.

    Wallbox Elektroauto Aufladen Zuhause

    © Pexels

    Das Elektroauto zuhause an der Wallbox laden

    Aber was ist überhaupt eine Wallbox?

    Eine Wallbox ist eine Ladestation für Elektroautos. Wie der Name “Wallbox” – auch Wandladestation genannt – schon sagt, handelt es sich dabei um eine Lademöglichkeit für E-Autos, die an einer Wand oder einer Säule befestigt werden kann. Die Wallbox verbindet das Fahrzeug mit dem Stromnetz und versorgt das E-Auto so mit Energie. Dies ermöglicht die sichere Aufladung des E-Autos. Diese E-Ladestation übernimmt außerdem die Überwachung und Regulierung des Stromflusses, damit die Aufladung immer 100 % sicher erfolgen kann. Nicht zuletzt regelt die Wallbox die Sicherung vor unbefugter Stromnutzung.

    Für die Verwendung einer Wallbox sprechen also gleich mehrere Gründe. Im Gegensatz zum Plug-and-Play-Charakter der Haushaltssteckdose muss eine Wallbox jedoch erst installiert werden. Zudem sind vorab einige Entscheidungen zu treffen, um das volle Potential der Wallbox auszuschöpfen.

    Wallbox Voraussetzungen

    • Du brauchst einen Starkstromanschluss mit 400 Volt Spannung
    • Du musst einen Fehlerschutzschalter einbauen (lassen)
    • Du benötigst eine Genehmigung vom Netzbetreiber
    • Du kannst dich für eine 11-Kilowatt-Wallbox oder 22-Kilowatt-Wallbox entscheiden. Die Genehmigung für eine 11-Kilowatt-Wallbox zu erhalten ist allerdings wesentlich einfacher
    • Du brauchst einen passenden Ort, an dem Du die Wallbox installieren und dein Auto bei den Ladevorgängen abstellen kannst. Dafür eignen sich Garagen, Carports aber auch Stellplätze. Wie der Einbau einer Wallbox für Menschen die zur Miete wohnen funktioniert, findest Du hier.

    Detaillierte Infos darüber, wie Du Dein E-Auto an der Wallbox auflädst, findest Du in diesem Ratgeber.

    Welche Arten von Wallbox gibt es?

      1. die mögliche Leistung von Wallboxen reicht von 3,7 kW bis zu 22 kW
      2. smarte Wallbox: diese bietet eine Eigenverbrauchsoptimierung und kann Ladevorgänge so gestalten, dass diese zu Zeiten erfolgen, in denen die Stromentnahme besonders günstig ist.
      3. Möglich ist auch, dass die Wallbox das Auto mit selbsterzeugtem Solarstrom lädt. Hierfür bedarf es meist einer Solarladefunktion. Für eine vollständige Autarkie könnte sich ferner ein Energiespeicher empfehlen.
      4. Moderne Elektrofahrzeuge benötigen in der Regel einen Typ-2-Stecker. Die meisten Wallboxen verfügen auch über eine solche Typ-2-Buchse.

    Zudem geben einige Autohersteller eine zu verwendende Länge der Ladekabel an. Dies sollte unbedingt bei der Installation der Wallbox berücksichtigt werden. Andernfalls kann das Auto womöglich nicht an dem beabsichtigten Abstellort geladen werden.

    Apropos Installation: Hierbei ist unbedingt die DIN VDE 0100-722 zur Errichtung von Niederspannungsanlagen zu beachten.

    Wallbox Elektroauto Aufladen

    © Unsplash

    Elektroauto zuhause laden Kosten

    Die Aufladung des E-Autos an der Haushaltssteckdose ist teurer als die Aufladung an der E-Ladestation. Denn: beim Aufladen an der Haushaltssteckdose dauern die Ladezyklen länger. Dabei wird aber nicht nur der Strom verbraucht, der nachher auch im Auto landet: Das Aufladen an sich verbraucht ebenfalls Energie. Der Energieverbrauch verringert sich jedoch mit der Dauer des Ladevorgangs. Kürzerer Ladevorgang = weniger Kosten. E-Auto an der hauseigenen Elektroauto Tankstelle laden = kürzerer Ladevorgang = weniger Kosten.

    Und auch im Vergleich zu öffentlichen Ladepunkten kann die heimische Wallbox punkten: An öffentlichen Ladestationen zahlst Du pro Kilowettstunde 35 bis 40 Cent mehr. Interessierst Du Dich für den Stromverbrauch von Elektroautos, findest Du hier hilfreiche Fakten.

    Wallbox Förderung!

    Die Wallbox Förderung für Privatpersonen ist leider ausgelaufen. Unternehmen können jedoch von einer Prämie bis zu 9.000 € profitieren.

    Haushaltssteckdose vs. Wallbox auf einen Blick: Vorteile & Nachteile

    Vorteile Haushaltssteckdose Nachteile Haushaltssteckdose Vorteile Wallbox Nachteile Wallbox
    Du musst keine Kosten für Hardware oder Installationen ausgeben. Es ist unsicher Es ist sicher Du brauchst ein größeres Anfangsbudget um die Kosten für die Wallbox, etwaige Anschlüsse sowie deren Installation zu tragen.
    Es dauert länger Es ist schneller: Du lädst dein E-Auto bis zu 4,5 mal schneller auf
    Größere Ladeverluste Weniger Ladeverluste
    Es ist teurer Es ist günstiger, da die Aufladung schneller vonstatten geht und somit weniger Energie benötigt wird

    Wallboxen in Mietverhältnissen und Eigentümergemeinschaften

    Während die Installation von Wallboxen beim Alleineigentum meist keine Probleme bereitet, wird es bei Mietverhältnissen und Wohnungseigentümergemeinschaften spannender. 2020 wurde das WEG dahingehend reformiert, dass über das “Ob“ einer Wallbox-Installation auf Antrag formell abzustimmen ist, § 20 Abs. 1 WEG. Das “Wie“ bleibt indes eine Frage der ordnungsmäßigen Verwaltung. Für Mieter wurde 2020 ebenfalls ein Rechtsanspruch in § 554 BGB normiert – das sogenannte “Recht auf Wallbox”-, der auch die Verlegung entsprechender Stromleitungen einschließt. Die Ablehnung einer Wallbox für Mieter ohne die Nennung von Gründen ist damit nicht mehr möglich.

    Voraussetzungen für die eigene Wallbox als Mieter

    1. Ein eigener Stellplatz
    2. Mieter muss Antrag beim Vermieter einreichen

    Wer übernimmt die Kosten für die Wallbox und deren Installation? Der Mieter oder der Vermieter?

    Grundsätzlich gilt: Wenn Du als Mieter der Antragsteller bist, übernimmst auch Du die Kosten für die Wallbox. Damit geht in die Wallbox aber auch in Deinen Besitz über. Wenn Du dann irgendwann aus der Wohnung ausziehst, hast Du die folgenden 3 Optionen:

    1. Du nimmst die Wallbox mit und installierst sie an Deinem neuen Stellplatz in der neuen Wohnung/ Haus.
    2. Du gibst sie an Nachmieter weiter
    3. Du nimmst die Wallbox weder mit, noch will Dein Nachmieter oder Dein Vermieter sie übernehmen: Dann musst Du den Anschluss rückbauen und Deinen Stellplatz wieder in den Originalzustand versetzen

    Alles in Allem ist ein Wallbox Anschluss allerdings eine attraktive Ergänzug für etwaige Nachmieter mit E-Autos.
    Aus diesen Gründen macht es für Vermieter auch durchaus Sinn, die Wallbox selbst zu übernehmen und dadurch zum festen Bestandteil des Wohnobjekts zu machen.

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