Meine Meinung zu diesem Modell:
Nicht nur der Sport hat seine ewigen Duelle, die immer wieder den einen Sieger haben. In der Kompaktklasse rennt der Opel Astra seit Jahrzehnten gegen den VW Golf an – meist vergebens.
In der zwölften Generation ist der Opel Astra für mich dem VW aber mindestens ebenbürtig: nicht zuletzt als Kombi Astra Sports Tourer. Optisch wirkt der Opel eindeutig frischer und moderner; das Design des Kombis ist für mich auch noch stimmiger als das der Limousine.
Innen ist der Astra L Sports Tourer gut verarbeitet, vor allem hinten noch geräumiger als der Vorgänger – und mit reichlich Stauraum sowie der niedrigsten Ladekante des Segments gesegnet. Bei der Digitalisierung und Konnektivität zeigt Opel, wie es geht; auch VW. Nur die Menüstruktur ist etwas umständlich.
Auch bei den Antrieben ist der Astra Sports Tourer für mich der C-Segment-Maßstab: er fährt konventionell, als Plug-in-Hybrid oder rein elektrisch. Bei den konventionellen Antrieben gefällt mit der Mild-Hybrid-Benziner am besten. Er hat Dynamik, ist dennoch sparsam – und er fährt bei langsamem Tempo häufig vollelektrisch.
Nicht vollends überzeugen konnte mich hingegen das Fahrwerk. Es ist in jeder Situation stabil, aber es mangelt ihm an Federungskomfort. Und auch bei der passiven Sicherheit muss Opel nachbessern, u.a. beim seitlichen Aufprallschutz, konkret bei den Airbags im Fond. Den fehlenden Stern sollte sich Opel mit dem Astra ehest möglich sichern.