Ratgeber: Sicherheit für Kinder im Auto

​Bei der Sicherheit der Kinder im Auto denkt man zunächst an Kindersitze. Sie müssen gut sitzen, einen guten Halt bieten und im Rahmen eines Unfalls ausreichend Schutz bieten. Das können einige besser als die anderen, das geht aus dem ADAC Kindersitz Test 2013 hervor. Doch nicht nur Kindersitze spielen eine Rolle bei der Sicherheit im Auto. So ist beispielsweise das Befestigungssystem Isofix wichtig. Viele Neuwagen haben dieses System mittlerweile serienmäßig an Bord. Wenn nicht lohnt sich die größere Investition. Neben diesen Dingen sollte man ebenfalls über die Kindersicherung an den Türen sowie den Einklemmschutz an den Fenstern achten.

Kindersitze im Test

Der aktuelle ADAC Kindersitz Test 2013 zeigt deutlich, dass es große Unterschiede zwischen den Produkten gibt. Auf den renommierten Namen des Produkts kann man sich nicht verlassen. So fielen die beiden Sitze von Römer durch den Test. Mangelnde Sicherheit und Schadstoffe sind schuld daran. Insgesamt wurde ein Mal „sehr gut“ und sechs Mal „gut“ vergeben. Drei weitere Kindersitze kamen mit „befriedigend“ davon, einer erreichte „ausreichend“ und gleich vier Sitze fielen mit „mangelhaft“ durch.

Bei Thema Kindersitze gibt es einiges zu beachten. Nicht nur das Testergebnis ist entscheidend, sondern auch die Größe und das Gewicht ihres Kindes. So gibt es die Kategorien bis 13 kg, bis 18 kg, 9 bis 18 kg, 9 bis 25 kg, 9 bis 36 kg und 15 bis 36 kg. Dabei ist auch das Alter wichtig, denn je mehr Gewicht desto älter auch das Kind. Wann also den Kindersitz wechseln? Grundsätzlich gilt, dass der Kopf weiterhin geschützt und abgestützt wird. Ist das gegeben, kann der Sitz in den meisten Fällen noch genutzt werden. Bei dem Wechsel von Babyschale auf den nach vorne gerichteten Sitz sollte man beachten, dass es nicht zu früh geschehen sollte. Grund dafür ist, dass beim Frontalcrash eine höhere Belastung erwartet wird. Bietet die Schale also genügend Schutz, kann sie weiter verwendet werden.

Neben Testergebnissen von ADAC & Co kann man sich an Prüfnorm ECE R 44/04 orientieren. Findet man ein eingekreistes E mit der Nummer 04, dann erfüllen die Kindersitze die aktuelle Norm. Darüber hinaus ist beim Kauf ein Test durchzuführen. Nicht jeder Kindersitz passt in jedes Auto. Deswegen empfiehlt es sich einen Probeeinbau vorzunehmen. Beim Auto macht man eine Probefahrt, den Kindersitz sollte man ebenfalls testen.

Weitere Sicherheitsthemen rund ums Kind im Auto

Neben der richtigen Befestigung durch den Kindersitz gibt es eben Themen wie den Einklemmschutz sowie das Verriegeln der Tür. Auf beide Dinge sollte man besonders achten, denn Kinder spielen und probieren aus. So sollte die Tür von Innen nicht zu öffnen sein und die elektrischen Fensterheber sind deaktiviert. Darüber hinaus sollte man elektrische Anlagen nie ohne Sichtkontakt zum Auto bedienen, vor allem dann, wenn sich Kinder im Auto oder in der Nähe befinden. Grundsätzlich gilt Kinder nie alleine im Auto lassen, ganz besonders im Sommer. Dinge, die selbstverständlich sein sollten.

Darüber hinaus gibt es Themen, die nicht direkt etwas mit der Sicherheit zu tun haben. Allerdings geht es um die Gesundheit. Bei längeren Reisen empfiehlt es sich Pausen einzulegen. Für Kinder ist Bewegung wichtig. Dadurch entlasten Sie vor allem die Wirbelsäule des Kindes und beugen Rückenschmerzen vor. Darüber hinaus halten Sie Ihr Kind mit kleinen Zwischenmahlzeiten fit. Wichtig dabei ist, dass Ihr Kind trotz der Reise den geregelten Ablauf wünscht, vor allem rund um die Mahlzeiten. Daher trifft „Planung ist das halbe Leben“ hier perfekt. Teilen Sie beispielsweise den Kindern Ihren Reiseplan mit. Sprechen Sie über Pausen und die voraussichtliche Reisedauer. Wichtig ist dabei auch, was vor und nach der Reise passiert.

Vor allem bei der Fahrt in den Urlaub ist das Klima wichtig. Stellen Sie die Klimaanlage nicht zu kalt ein und sorgen Sie an den Scheiben für ausreichend Schutz vor Sonneneinstrahlung. Darüber hinaus muss die Kleidung angepasst sein und ggf. Sonnencreme aufgetragen werden.

Tipps und Tricks

Neben der Sicherheit und Gesundheit Ihres Kindes gibt es Themen, die Reisen angenehmer gestalten können. So ist für Beschäftigung zu sorgen. Musik oder Hörbücher eignen sich am besten, denn währenddessen kann Ihr Kind einige Blicke aus dem Fenster werfen. Das wichtig, um Übelkeit vorzubeugen. Zu empfehlen sind ebenfalls Gesellschaftsspiele (Schwarzer Peter oder ein Quartett). Allerdings sollte man in regelmäßigen Abständen hinausblicken. Für kleinere Kinder ist das liebste Kuscheltier wichtig.

Kommt es schließlich doch zur Übelkeit und dem Erbrechen, empfiehlt es sich Tüten einzupacken. Beobachten Sie Ihr Kind regelmäßig und achten Sie auf Schweißausbrüche, Blässe und Unruhe. Dabei gibt es noch allerhand zu beachten. So sollte der Fahrer seinen Stil auf Kinder anpassen: Gleichmäßiges Tempo sowie keine Hektik beim Anfahren und Bremsen sind wichtig. Auch auf laute Musik oder Rauchen sollte verzichtet werden. Bieten Sie Ihrem Kind dagegen häufig Frischluft. Beim Essen sollte auf zu süße und fettige Speisen verzichtet werden, auch Cola oder Limonade sind als Getränke ungeeignet. Man merkt also, es gibt allerhand zu beachten. So passt auch hier: Planung ist das halbe Leben. Machen Sie sich eine Liste und haken es der Reihe nach ab. Die Sicherheit und das Wohlergehen Ihres Kindes sollte höchste Priorität haben.

Video: ADAC Kindersitz Test 2013



Das Video zum ADAC Kindersitz Test 2013

Author: Fabian Thomas

 
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