VW Polo GTI VI im Test (2018): Fast so gut wie der Golf GTI?

Vor zwei Jahrzehnten durfte der Polo seinem Namen zum ersten Mal den Adelstitel „GTI“ hinzufügen. Drei Generationen später führt er als Polo VI diese Tradition fort. Die große Frage: Wie? In der herkömmlichen Variante ist die sechste Ausbaustufe des Kleinwagens dem großen Vorbild Golf bedrohlich nahe gerückt. Ob das für den Polo GTI und den Golf GTI ebenfalls gilt? Wir haben den kleinen durch unseren Testparcours gejagt:

Polo-GTI-Upgrade: ein Zylinder, ein Liter Hubraum, 85 PS

vw-polo-gti-2018-ausen-vorne-rennstreckeWir schreiben das Jahr 1998. Gerhard Schröder löst Helmut Kohl als Bundeskanzler ab, der 1. FC Kaiserslautern [ungelogen] ist deutscher Fußballmeister – und der VW Polo wird erstmals mit dem Titel Gran Turismo Iniezone geehrt. Zu diesen Ehren verhalf dem Kleinwagen ein 120 PS starker 1,6-Liter-Sauger, der den Polo in 10 Sekunden von 0 auf 100 – und mit viel Rückenwind auf 200 km/h beschleunigte. 2018 würde diese Leistung für kein GTI-Siegel reichen. Schon der Polo-Normalo leistet bis zu 115 – und bald bis zu 150 PS. Ein Motor, der sich das legendäre GTI verdienen will, muss deftigere Kost auftischen. Und der 2.0 TSI GTI, ein 1.984 cm³ großer Vierzylinder-Reihenmotor mit Direkteinspritzung und Turbolader, serviert sie (Kraftstoffverbrauch: 5,9 Liter auf 100 km, 134 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Konkret sind es 200 PS und 320 Nm Spitzendrehmoment, i.e. 20 PS und stolze 70 Nm mehr als bisher. Die übliche Bezeichnung Spitze wird der Drehmomentkurve nicht gerecht. Das volle Drehmoment liegt zwischen 1.500 bis 4.350 Touren an – es handelt sich deshalb um ein veritables Hochplateau. Die Puste geht der Zweilitermaschine dennoch nicht aus: im Gegenteil.

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vw-polo-gti-2018-innen-cockpit (2)Um es im Jargon der Radfahrer zu sagen: Es ist richtig Zug auf der Kette. 0-80 km/h sind nach fünf Sekunden erledigt, 0-100 km/h in weniger als sieben – und auf der Autobahn kratzt der sportliche Kleinwagen am 240er. Diese Werte lesen sich beeindruckend: der große Bruder ist kaum schneller – und der Antritt fühlt sich auch knackig an. Dabei ist der Polo GTI kein ausgezehrter Tour-de-France-Athlet. Mit 1.355 Kilo bringt er nur zehn Kilo weniger auf die Waage als der Golf GTI; vom ersten Polo GTI ganz zu schweigen, der keine Tonne wog. Verantwortlich für das satte Leergewicht ist teils das 6-Gang-DSG, das beim Polo GTI augenblicklich unumgänglich ist. Das neuere 7-Gang-DSG des Golf GTI wollten die Wolfsburger nicht verbauen, weil es nicht zum leichteren und kleineren Polo-Zweilitermotor passt. Das manuelle Getriebe hat den Marktstart versäumt – die Handwerker müssen sich bis zum Sommer gedulden. Das DSG erledigt sein Schaltwerk jedoch passabel: kein Vergleich mit dem misslungenen Automatikgetriebe des Vorgängers. Es bleibt zwar das Gefühl, dass der 2.0 TSI mehr Biss hätte, als das DSG-Gängelband zulässt. Im optionalen Sportmodus verringert sich die Dauer der Zuglastunterbrechungen aber auf ein zackig-sportliches Maß.

Ein GTI-Fahrwerk wie aus dem Lehrbuch

vw-polo-gti-2018-innen-schaltknauf-dsg-Apropos Sportmodus. Der schärft mit nachgeahmten Fehlzündungen künstlich den Sound nach, stellt die Servolenkung knackiger ein – und er verleiht dem 15 Millimeter tiefer gelegten Sportfahrwerk eine straffere Federungsnote. Summa summarum bedeutet das einen zusätzlichen Schuss Dynamik – oder anders ausgedrückt. In der Sport-Einstellung schnürt der vier Meter kurze Polo GTI durch die Kurvenfolge der kleinen Bergstraße, dass das Testerherz pumpt. Damit kommt er dem ursprünglichen GTI-Fahrgefühl näher als der neue Golf GTI. Für den optimalen Grip sorgt das elektronische Sperrdifferential, das dem VW Flausen wie störrisches Untersteuern austreibt. Im Komfort-Modus gibt sich der kleine Wolfsburger indessen handzahm und wohlerzogen: ohne bockiges Federn oder unwirsches Fehlzünden. In puncto Verbrauch und Abgasreinheit mangelt es dem 2.0 TSI an Manieren. Die knapp acht Liter im Testmittel würden wir ihm angesichts seiner Leistung noch durchgehen lass. Dass man dem Benziner keinen Partikelfilter verpasst, ist aber nicht nachvollziehbar Der zusätzliche Abgasreiniger ist aktuell kein Muss (erst ab Herbst 2018) – aber VW könnte zur Abwechslung in dieser Disziplin auch positiv auffallen. Diese Rolle bleibt weiter dem Erdgasmodell Polo TGI vorbehalten.

vw-polo-gti-2018-ausen-hinten (2)Aber Sie haben recht: Ein sportlich ausgelegter Kleinwagen mit 200 PS und Pionierleistungen im Umweltschutz – das geht nicht zusammen. Ein schneidiger Auftritt mit dezenten optischen Anspielungen an den Ur-GTI, das passt hingegen ins Bild. Außen gehören zu den Accessoires 17-Zoll-Felgen im „Milton Keynes“-Design aus denen rot lackierte Bremssättel hervorleuchten; zudem eine Doppelrohr-Auspuffanlage sowie ein Spoiler am Heck – und an der Nase ein Kühlergrill in Wabenstruktur. Innen stechen die Sitzbezüge im Karomuster „Clark“ mit ihren roten Ziernähten, der titanschwarze Dachhimmel und die Chromapplikationen ins Auge. Das spürbar erweiterte Platzangebot auf den Vorder- wie auf den Rücksitzen verdankt der Polo GTI indes allein dem Modell- und dem ihm zugrundeliegenden Plattform-Wechsel. Ob Ellbogen, Kopf oder Knie, allen menschlichen Ecken und Kanten wird mehr Entfaltungsspielraum eingeräumt.

Mehr Technik & mehr Platz – der neue Polo GTI bietet beides

vw-polo-gti-2018-ausen-obenSelbst das Gepäck kann sich nicht mehr über die Enge beschweren. Der Kofferraum wächst beim Polo GTI auf 305 bis 1.079 Liter. Dass der Zuwachs im Vergleich zum normalen Polo geringer ausfällt (351 bis 1.125 Liter), hängt an der Batterie, die VW nach hinten verlegt. Dennoch: Der sportliche Polo staut dem ebenso sportlichen Corsa von Opel (280 bis 1.090 Liter) nicht mehr hinterher; und der Audi A1 bleibt mit seinen 210 bis 860 Litern allein im Transport-Trauerwinkel zurück. Der kleine sportliche VW bietet dagegen keinen Anlass zur Trauerstimmung, denn in Generation VI darf er dank des Baukasten-Prinzips auch technisch ganz vorne mitmischen. Sichtbar wird das an der Multimedia-Ausstattung – in vollem Umfang allerdings erst gegen Aufpreis. Zwar löst auch der 13-Zentimeter-Touchscreen des ab Werk verbauten „Composition Colour“-Radiosystems höher auf und reagiert schneller. Die kabellose Koppelung des Handys über „App-Connect“, die Gesten- und Sprachsteuerung des Systems – und das Navi installieren die Wolfsburger erst gegen Aufpreis.

vw-polo-gti-2018-innen-sitzeÄhnlich verhält es sich mit den technischen Systemen, die Komfort und Sicherheit verbessern. Serie sind der Fahrlicht- und Berganfahrassistent sowie die Müdigkeitserkennung. Umso reicher bestückt präsentiert sich die Zubehörliste. Eine kleine Auswahl: Die „Active Info Display“ genannten digitalen Rundinstrumente gibt es für 400; LED-Hauptscheinwerfer für 985 und die automatische Distanzregelung mit „Front Assist“-Beobachtungssystem und City-Notbremsfunktion für 255 Euro. Wer seinen Polo GTI schadlos einparken will, muss 150 Euro zuzahlen. Soll das Ausparken auch noch gelingen, kostet das weitere 350 Euro für den Ausparkassistenten samt Blindspot-Sensor. Den Spaß mit dem kleinen GTI trüben diese Preisaufschläge in keinster Weise.

Technische Daten des VW Polo GTI:
PS-Anzahl: min. 200 PS max. 200 PS
kW-Anzahl: min. 147 kW max. 147 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: DSG Automatik
Kraftstoffart: Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 5,9 l/100km max 5,9 l/100km
CO2-Emission: min. 134 g/km max. 134 g/km
Effizienzklasse: min. C max. C
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 23.950 Euro
Stand der Daten: 02.03.2018

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Fazit zum VW Polo GTI Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der VW Polo GTI ist 2018 richtig sportlich geworden. Das liegt zum einen am 200-PS-Benziner, zum anderen am höchst erfreulichen Fahrwerk. Grip, Dynamik, Komfort – all das vereint es unter einer Karosserie. Hinzu gesellen sich praktische Verbesserungen wie mehr Platz und eine moderne Multimedia- bzw. Sicherheitstechnik: die kostet jedoch einiges. Gut, dass der Polo Gran Turismo Injection bei MeinAuto.de bereits ab 17.741 Euro los zischt – 27,4% oder fast 6.600 Euro günstiger als gelistet.

     
5 von 5 Punkten

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