VW e-Crafter 2020 im Test: das große Elektro-LCV für die letzte Meile wird günstiger

Die 2. Crafter-Generation hat VW selbst entwickelt. Das gab den Wolfsburgern freie Hand beim Design – und bei der Ausrichtung des Motorenprogramms. Ein Jahr nach dem Debüt hat VW den e-Crafter als seinen ersten batterieelektrisch betriebenen Transporter vorgestellt. Ob das größte LCV im VW-Arsenal mit dem E-Motor liefert und potentielle Konkurrenten wie den Renault Master Z.E. aussticht, erfahren Sie im Testbericht!

Inhalte des Testberichts zum VW e-Crafter:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Elektro-Crafter: 3,5-Tonner mit Schwung bis Tempo 90 emissionsfrei

vw-e-crafter-2020-aussen-front-und-seite-nahMittellang mit Hochdach. Das ist die Größe der Arbeitsmontur, in der der e-Crafter von VW sein Ladegut zustellt. 10,7 m³ bzw. rund 800 bis 1.000 Kilo an wertvollen Waren und Artikeln transportiert der 5,99 Meter lange Kastenwagen – geht es nach dem Hersteller, in erster Linie auf der für Zusteller so entscheidenden letzten Meile. Aber auch Handwerker und Einzelunternehmer, die im Ballungsraum arbeiten, haben die Wolfsburger mit ihrem E-Transporter im Visier. VW hat den e-Crafter auf diesen Kundenkreis und seine Nutzungsprofile zugeschnitten. Ermittelt wurden sie durch die Analyse zehntausender Nutzerdaten. Eine Gemeinsamkeit all dieser Daten: In der Stadt wird ein Kastenwagen von der Größe des elektrischen Crafter nicht mehr als 70, 80 Kilometer am Tag bewegt. Die Nacht verbringt er zumeist am heimischen Fuhrparkhof – und in dem kann er nach Belieben aufgeladen werden. Damit sind die wichtigsten Voraussetzungen gegeben, um einen batterieelektrischen Transporter sinnvoll einsetzen zu können.

vw-e-crafter-2020-aussen-seitlichDie Transportfähigkeiten scheint der e-Crafter mitzubringen, wie die ersten einschlägigen Zahlen andeuten. Aber: Wie ist es um seine Leistung und Reichweite bestellt? Die Leistung stellt eine permanentmagneterregte Synchronmaschine bereit. Exakt sind es 100 kW, sprich 136 PS, und 290 Nm Spitzendrehmoment; es liegt zwischen 0 und 3.300 Touren an und arbeitet mit der Vorderachse zusammen. Die Leistung scheint für einen 3,5-Tonner recht schmächtig – der Antritt aber ist selbst mit voller Ladung prächtig. Während die Diesel noch Rauchschwaden husten, hat der Elektro-Crafter bereits die ersten Pakete zugestellt. Der Vorsprung des E-Motors währt aber nur kurz: ab Tempo 90 ziehen die konventionellen Transporter unweigerlich davon. VW begrenzt die Höchstgeschwindigkeit, um Energie zu sparen. Wir hätten im Test gerne gesehen, was die Synchronmaschine jenseits der 100 km/h drauf hat. Da der Vorwärtsdrang aber schon ab 70 km/h nachlässt und die anvisierte Kundenschaft im “stop&go“-Takt arbeitet, ist die Einschränkung nachvollziehbar.

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Praxistaugliche Reichweite – uneingeschränkte Transportqualitäten

vw-e-crafter-2020-aussen-front-und-seiteNachvollziehbar wird die elektronische Temposchwelle auch, wenn wir die Reichweite des e-Crafter im Auge behalten. Die 36 kWh des Lithium-Ionen Akkus sollten unter allen Bedingungen die ermittelten 70 bis 80 Kilometer vorhalten, die der Crafter im Alltag emissionsfrei bewegt werden wird. Auf dem alten NEFZ-Prüfstand war das kein Problem: auf ihm ergab sich ein Verbrauch von 21,5 kWh pro 100 Kilometer und eine Reichweite von ca. 170 Kilometern. Die Messbedingungen des Neuen europäischen Fahrzyklus aber haben mit dem alltäglichen Einsatz so viel zu tun wie ein Aquarium mit dem Meer. Der neue WLTP-Zyklus liefert mit 29 kWh und 115 Kilometern realistischere Normwerte. Im Test schaffen wir mit einer Batterie-Füllung meist um die 100 Kilometer; bei kühlen Temperaturen oder vollem Verbraucher-Einsatz sind 80 bis 90 km das Maximum. Die Reichweitenvorgabe erfüllt der e-Crafter damit; und geht der Strom doch einmal zur Neige, lässt er sich wie ein Blitz wieder nachladen, zumindest an einer Gleichstromladesäule mit 50 kW. An ihr ist die Batterie nach einer Dreiviertelstunde wieder zu 80% gefüllt; an einem 7,2-kW-Wechselstromanschluss dauert es 5,5 Stunden.

vw-e-crafter-2020-aussen-seitlich-dynamischMit dieser Reichweite und den vergleichsweise kurzen Ladezeiten ist der e-Crafter – bei ein wenig Planung – für die Herausforderungen des Zusteller-Alltags bestens gerüstet. Gerüstet war der Crafter von Anfang an auch für den Einsatz eines batterieelektrischen Antriebs. Er wurde bei der Entwicklung eingeplant – entsprechend gut sind der E-Motor, die Leistungselektronik und der Lithium-Ionen-Akku integriert. Die knapp 320 Kilo schwere Batterie verschwindet mit ihren 264 Zellen und 27 Module platzsparend zwischen den Achsen. Der Kastenwagen liegt dadurch besonders satt auf der Straße – trotzt Starrachse und Längsplattfedern im Heck eher wie ein Pkw denn ein Lkw. Trotzdem verliert er nichts von seinen Transportqualitäten. Neben dem Stauvolumen und der Nutzlast bleiben etwa auch die Abmessungen des Laderaums vom Akkuzugang unberührt. Die seitliche Schiebetür ist 1,31 Meter breit und 1,72 Meter hoch; selbst zwischen den Radkästen misst der Laderaum noch 1,38 Meter. Einzige Verschlechterung: Die Ladekante liegt mit 67 Zentimetern knapp zehn Zentimeter höher als in den Standardmodellen.

E-Crafter mit Top-Ausstattung & ab 2020 mit gesenktem Einstiegspreis

vw-e-crafter-2020-aussen-seite-dynamischMit ein paar anderen Einschränkungen müssen die e-Crafter-Kunden allerdings doch klar kommen: So geht mit dem E-Motor und der Batterie der Variantenreichtum des gewöhnlichen Crafter II verloren. Statt über 80 Versionen wird der e-Crafter lediglich in der eingangs erwähnten Länge und Bauhöhe angeboten. Auf die Möglichkeit, zusätzlich zum Ladegut einen Anhänger zu ziehen, muss man ebenso verzichten. Dafür rollt VW einen Kastenwagen aus, der bereits ab Werk umfassend ausgestattet ist. Außen strahlt er mit dem Chrompaket in die Zukunft; in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger, eine Trittstufe und eine aerodynamisch optimierte Karosserie bilden den praktisch nutzbaren Rahmen. Innen rüstet VW den e-Crafter noch wertvoller aus, nicht zuletzt im Bereich der Infotainment- und Assistenzausstattung. Zur Serienausstattung gehört das NavigationssystemDiscover Media” samt Touchscreen, Sprachbedienung, DAB+-Radio und einer Mobiltelefon-Schnittstelle.

vw-e-crafter-2020-aussen-frontDie wichtigsten Funktionen lassen sich über das Multifunktionslenkrad schnell ansprechen. Der Fahrer wird von einem Komfortsitz mit Sitzheizung in Empfang genommen – und von zahlreichen Assistenten beim zuverlässigen Zustellen unterstützt. Zur Serienausstattung gehören der Parkpilot mit seinem sensorbasierten Flankenschutz, die Rückfahrkamera, der Berganfahrassistent und das UmfeldbeobachtungssystemFront Assist” mit der City-Notbremsfunktion. Ebenfalls ab Werk an Bord: eine Geschwindigkeitsregelanlage sowie ein Seitenwind- und Spurhalteassistent. Die LED-Frontscheinwerfer spenden helles Licht, das vom “Light Assist” reguliert wird; Nebelscheinwerfer mit integrierter Abbiegelicht-Funktion sorgen auch bei Schlechtwetter für eine gute Sichtbarkeit. Die Erfolgsaussichten des e-Crafter dürfte die angekündigte Preissenkung verbessern, die den Einstiegspreis auf rund 54.000 Euro drückt (exklusive Ust.).

Technische Daten des VW e-Crafter

PS-Anzahl: min. 136 PS max. 136 PS
kW-Anzahl: min. 100 kW max. 100 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: Elektro
Verbrauch (kombiniert): min. 21,5 kWh/100km max. 21,5kWh/100km
CO2-Emission: min. 0 g/km max. 0 g/km
Effizienzklasse: keine Angabe
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 64.141,00 Euro
Stand der Daten: 10.01.2020

Konkurrenzmodelle

Der Kleintransporter von VW steht neben zahlreichen anderen günstigen Modellen aus dem Segment der Nutzfahrzeuge in unserem Autohaus online. Einige unter diesen Neuwagen sind ebenfalls bereits elektrifiziert: zum Beispiel der Nissan E-NV200 ab 24.885 Euro und 25,2%, der Renault Kangoo Z.E. ab 15.779 Euro und 26,6% oder der Renault Master Z.E. ab 39.055 Euro und 35,9% Neuwagen Rabatt (jeweils exklusive Ust.) Als Alternative zum Barkauf können wir Ihnen auch eine Finanzierung anbieten, etwa unsere attraktives Autoleasing oder unsere Vario-Finanzierung ab 0,9% Effektivzins und 0-Euro-Anzahlung.

Fazit zum VW e-Crafter Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Mit dem e-Crafter hat VW sein erstes leichtes Nutzfahrzeug elektrifiziert. Als einer der ersten E-Transporter seiner Gewichtsklasse überzeugt der Wolfsburger KaWa vor allem im städtischen Verkehr. Er stellt die Pakete ohne große Einschränkungen sauber, schnell und sorgfältig zu. Die Ausstattung hat uns ebenfalls überzeugt – der Preis bleibt trotz der jüngsten Preissenkung und der geringeren Betriebskosten aber weiter ein Hindernis. Bei MeinAuto.de stromert der E-Kastenwagen ab 66.331 Euro los, 5,9% oder umgerechnet rund 4.100 Euro unter dem Richtpreis.

 

4 von 5 Punkten

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