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Skoda Kamiq Scoutline im Test: Das City-SUV für aktive Städter?

Der Kamiq ist Skodas drittes und kleinstes SUV: ein 4,24 Meter langer Crossover für den Ballungsraum. Trotz des Kleinwagenformats offeriert er Platz und Stauraum in erfreulichen Ausmaßen. Weitere Merkmale sind ein ausgezeichnetes Fahrwerk und eine schlüssige Bedienung. In der Ausstattungslinie “Scoutline” will sich der Kamiq mondäner und aktiver geben. Wie ihm das gelingt, erfahren Sie im Test.

Inhalte des Testberichts zum Skoda Kamiq Scoutline:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

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Kamiq Scoutline: der zweite Maßanzug sitzt wie die zweite Haut

Der Kamiq sei, so Skoda, ein City-SUV durch und durch. Dran ist wenig auszusetzen, doch hin und wieder zieht es uns hinaus aus der Stadt: um fern des Trubels zu entspannen oder uns sportlich zu betätigen zum Beispiel. Für diese Doppelbelastung hat Skoda den Kamiq Scoutline geschaffen. Anders als der Kamiq Clever ist er kein eigenständiges Sondermodell, sondern eine spezielle Ausstattungslinie; ähnlich dem Kamiq Monte Carlo. Das aber bedeutet nicht, dass der “Scoutline” weniger zu bieten hätte: das gibt er uns schon vor dem Einsteigen zu verstehen. Die zweite Haut – das bedeutet der Name Kamiq in der Sprache der Inuit – präsentiert sich in einem gelungenen Mix aus rustikalen und eleganten Accessoires. Die Radläufe und Schweller setzen sich von der Wagenfarbe mattschwarz ab. Die beiden Stoßfänger stehen mit ihren silberfarbenen Designelementen in schönen Kontrast dazu; ebenso die Gehäuse der Seitenspiegel und die Rahmen der Luftausströmer. Ein weiterer Rahmen, der des Kühlergrills, glänzt in dezentem Chrom – derart geht er an den oberen Ecken fließend in beiden schmalen LED-Tagfahrlicht-Leisten über.

Beim Licht setzt der Kamiq Scoutline durchgehend auf die effizienten, langlebigen und gut steuerbaren Leuchtdioden. Die Voll-LED-Frontscheinwerfer sind zweigeteilt. Oben platziert Skoda die angesprochenen Tagfahrlichter, in denen auf jeder Seite vier einzelne Dioden funkeln: wie Edelsteine, betont Skoda. Darunter sitzen die adaptiven LED-Hauptscheinwerfer mit den animierten Blinklichtern und Nebelscheinwerfern samt Kurvenlicht. Am Heck setzt der “Scoutline” ebenfalls durchwegs auf LEDs; auch werden die einzelnen LEDs der Blinker von innen nach außen geschaltet, um eine Animation zu erzeugen. Mit LEDs bestückt ist auch die im Heckspoiler verborgene dritte Bremsleuchte. Zusammengenommen gibt das ziemlich viele Lichter, deren Bedienung ab Werk der Fahrlichtassistent erleichtert. Dessen vollen Funktionsumfang öffnet Skoda jedoch erst gegen Aufpreis; dann blendet er u.a. auch den Innenspiegel automatisch ab. Bevor wir ins Innere wechseln, wollen wir noch auf die restlichen Exterieur-Feinheiten zu sprechen kommen. Das sind: die getönten Scheiben im Heckbereich, die silberne Dachreling und die 17 Zoll großen Anthrazit-LeichtmetallfelgenBraga“.

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Funktionales Interieur reichlich mit Extras gespickt

Die “Braga”-Schleicher trägt der Kamiq Scoutline ab Werk. Für 540 Euro zieht Skoda sogar 18-Zöller auf, sofern man sich nicht für den “G-tec-Erdgasmotor entscheidet. Unserer Meinung nach tragen die großen Felgen beim kleinen SUV zu dick auf – doch das ist wie so oft Geschmackssache. Das gilt zu einem bestimmten Grad natürlich für alle Designmerkmale – auch die im Innenraum. Das “Scoutline”-Interieur nimmt sich bewusst stark zurück. Das gesamte Armaturenbrett ist klar strukturiert und, wo sichtbar, mit geschäumten Oberflächen versehen. Die Armaturentafel erscheint in dezentem Schwarz oder wahlweise in “Dark-Brushed“. Der Himmel ist standardmäßig grau gefärbt, auf Wunsch wird er ganz in Schwarz gehalten. Mit der weißen Ambientebeleuchtung kommen diese Kombinationen ansehnlich zur Geltung. Wichtiger allerdings ist: Dank der klaren Struktur müssen wir bei der Bedienung keine unnötigen Schikanen meistern: weder bei den Tasten noch bei den mit Lederapplikationen verfeinerten Haupthebeln, dem Schaltknauf und der Handbremse. Damit des Leders nicht genug: Leder ziert auch das übersichtliche Zwei-Speichen-Multifunktionslenkrad. Die Infotainmentsysteme geben ebenfalls keine großen Rätsel auf.

Ab Werk prangt im Kamiq Scoutline der 8 Zoll große Touchscreen des “Bolero-Systems über der Mittelkonsole. Das System bedient uns mit einem Digitalradio (DAB+) und der kabelgebundenenSmartLink-Smartphone-Integration. Die kabellose Smartphone-Ladebox gibt es gegen Aufpreis, ebenso wie das Navigationssystem “Amundsen“; bei ihm sind auch die Gesten- bzw. Sprachsteuerung, die Online-Dienste und die kabellose Smartphone-Integration “wireless Smartlink” integriert. Der Preis liegt bei knapp 1.600 Euro, mit dem digitalen Kombiinstrument sogar etwas über 1.900 Euro. Bei einem Basispreis von rund 26.000 Euro fällt eine derartige Investition durchaus ins Gewicht. Für aktive Stadtpflanzen, die weitverzweigte Wurzeln schlagen, kann sich die Investition dennoch lohnen. Bei aktiven Stadtbewohnern kommen sicherlich auch die speziellen Sitzbezüge gut an. Sie sind mit ihrer “Thermoflux-Funktion knapp vier Mal so atmungsaktiv wie herkömmliche Stoffbezüge. Damit die Insassen auch ja sicher in Position bleiben, führt Skoda die Sitzwangen mit der rutschfesten MikrofaserSuedia” aus.

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Kamiq Scoutline: enormes Platzangebot – normales Motorensortiment

Viel sensibler auf Outdoor-Aktivitäten reagieren hingegen die in einer edlen Edelstahl-Optik ausgeführten Pedale. Details wie diese können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen: der Kamiq Scoutline ist ausgesprochen praktisch veranlagt. Eine Stärke, die im aktiven Alltag von großer Relevanz ist, ist das umfassende Platz- und Stauraumangebot. So sitzen im kleinen SUV selbst Insassen mit zwei Metern vorne wie hinten noch bequem; auch beim Ein- und Aussteigen zeigt sich der Kamiq zuvorkommend. Besonders variabel umgestalten lässt sich das Platzangebot indes nicht; die asymmetrisch umklappbaren Rücksitzlehnen erweitern das Kofferraumvolumen aber von 400 auf 1.395 Liter. Mit dieser Stauraumfülle können nur wenige Konkurrenten mithalten, etwa der Peugeot 2008 mit 405 bis 1.467 oder der Ford Puma mit 456 bis 1.216 Litern. Bei der Serien-Sicherheits- und Assistenzausstattung zeigt sich das Skoda-SUV weniger großzügig: ein Personen erkennender Frontradarassistent mit City-Notbremsfunktion, ein Spurhalteassistent und eine elektronische Querdifferenzialsperre (XDS+), das war es im Grunde.

Optional kann der Kamiq Scoutline aber mit einigen hochwertigen Assistenten ausgestattet werden: zum Beispiel dem adaptiven Abstandsassistent mitFollow to Stop-Funktion und dem Ausparkassistenten. Das Fahrwerk bedarf keiner Aufwertung; der Kamiq liegt neutral und gut gefedert auf der Straße. Die Leistung der Bremsanlage ist – mit einem Bremsweg von 39 Metern aus 100 km/h – hingegen gerade noch ausreichend. So gesehen ist es gut, dass Skoda keine besonders sportlichen Motoren anbietet. Drei Aggregate in sechs verschiedenen Antriebsvarianten sind es insgesamt, gleich viele wie beim “Clever”-Sondermodell und eine Variante mehr als beim “Monte Carlo”. Der Hauptmotor ist der Dreizylinder-Turbobenziner 1,0 TSI mit 95 und 110 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,7 Liter auf 100 km, 108 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Er reicht seine Leistung entweder an ein 7-Gang-DSG oder ein 5- bzw. 6-Gang Schaltgetriebe weiter. Als Topmotor kommt der Vierzylinder-Turbobenziner 1,5 TSI mit 150 PS zum Einsatz; als Saubermann der Erdgasantrieb 1,0 TGI mit 90 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,8/3,4 Liter/kg auf 100 km, 113/93 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B/A+).

Technische Daten des Skoda Kamiq Scoutline

PS-Anzahl: min. 95 PS max. 150 PS
kW-Anzahl: min. 70 kW max. 110 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik oder Manuell
Kraftstoffart: Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 4,7 l/100km max. 4,9 l/100km
CO2-Emission: min. 108 g/km max. 113 g/km
Effizienzklasse: min. B max. B
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 25.000 Euro
Stand der Daten: 05.05.2021

Konkurrenzmodelle

Modelle des Typs SUV im Kleinwagenformat finden Sie in unserem Autohaus online reichlich. Drei Beispiele aus den Reihen unserer günstigen Neuwagen sind: der Opel Crossland ab 16.236 Euro und 25 % bzw. Monatsraten ab 168 Euro, der VW T-Cross ab 16.243 Euro und 18 % bzw. ab 161 Euro monatlich oder der Citroen C3 Aircross ab 13.854 Euro und 31 % Neuwagen Rabatt bzw. ab 161 Euro im Monat. Bei der Finanzierung stehen Ihnen gleichfalls zahlreiche Optionen zur Wahl, etwa unser Autoleasing oder unsere Vario-Finanzierung ab 0,49 % Effektivzins und ab 0 Euro Anzahlung.

Fazit zum Skoda Kamiq Scoutline Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Mit dem Kamiq Scoutline will Skoda aktive City-SUV-Fahrer ansprechen, die regelmäßig aus der Stadt hinaus wollen. Die Umsetzung gelingt mit raffinierten optischen wie komfortablen und praktischen Zusatzextras – von kleinen Schwächen abgesehen: den mäßigen Bremsen und den fehlenden Elektro- bzw. Hybridantrieben. Bei MeinAuto.de wird das edel-rustikale Stadt-SUV ab 19.938 Euro aktiv – 23 % oder umgerechnet gut 5.700 Euro günstiger als gelistet.

5 von 5 Punkten

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