DS 4 Test (2015): Der Premium-Ableger geht seinen eigenen Weg

2011 brachte Citroën den DS4 auf den Markt: Als Nachfolger der dreitürigen Coupé-Variante des C4 und mit dem Anspruch, den deutschen Premium-Kompaktmodellen – vom 1er BMW bis zur Mercedes A-Klasse – Konkurrenz zu machen. So richtig ist das bis dato nicht gelungen und so bekam der DS 4 im Herbst 2015 eine Modellpflege spendiert. Ob er damit dem Anspruch gerecht wird? Die Antwort lesen Sie in unserem Testbericht.

Neues Markengesicht plus moderne Unterhaltungselektronik

DS 4 2016 außen statisch vorne frauAls der DS4 2011 das Licht der Autosalons erblickte, war er noch eng in den Kokon der Citroën-Familie eingewoben. Das Kürzel „DS“ – eine unverkennbare Reminiszenz an La Déesse, den Klassiker der 1950er und 1960er – bezeichnete damals lediglich eine luxuriös ausgestattete Nebenlinie. Seit Mitte 2014 ist „DS Automobiles“ aber eine eigenständige Marke innerhalb des PSA-Konzerns, neben Peugeot und Citroën. Mit ihr soll die anspruchsvolle und zahlungskräftige Kundschaft bedient werden. Dieser Wandel in der Firmenstruktur hat nun auch seine Spuren am DS 4 hinterlassen. Das Citroën-Firmenlogo, der Doppelwinkel, ist mit dem alten Kühlergrill von der Frontpartie verschwunden. An seiner Stelle sitzt jetzt – über einer durchgezogenen, klar ausgeprägten Stoßstange – ein schmaler, von den „DS Wings“ eingerahmter Grill, auf dem das dreidimensionale DS-Logo prangt.

ds-4-2016-scheinwerfer-videoEbenfalls verändert wurde im Zuge des Facelifts die Lichtsignatur der Frontscheinwerfer: Das LED-Tagfahrlicht ist ab Werk verbaut, die Lichtershow namens „DS LED Vision“ kostet knapp 1.400 Euro extra, umfasst dafür aber Blinker mit Lauflicht, eine Waschanlage und LED-Nebel- bzw. mitlenkende Xenonscheinwerfer. Wer häufig Nächtens unterwegs ist, der wird insbesondere die Xenonlichter rasch zu schätzen wissen. Aufgerüstet wurde der DS 4 aber auch im Innenraum. Das Multimediasystem gibt sich moderner und kann jetzt mit iPhones – eine Premiere innerhalb des PSA-Konzerns – und Android-Smartphones kommunizieren. Der Touchscreen reagiert zwar weiterhin etwas zögerlich, aber insgesamt wurde die Bedienung vereinfacht und die Material- bzw. Verarbeitungsqualität gehoben. Allmählich nähern sich die Franzosen der Premium-Qualität an.

DS 4 2016 innen cockpit frauBesonders beeindruckt haben uns etwa das ganz in Leder verpackte Armaturenbrett (1.200 Euro Aufpreis) und die ausgesprochen bequemen Sitze. Das Platzangebot ist vorne nach wie vor gut und hinten knapp, das Kofferraumvolumen bleibt ebenfalls knapp hinter der Konkurrenz im Kompaktwagen-Segment zurück: 335 bis 1.032 Liter bringt der DS 4 im Heck unter, die Mercedes A-Klasse schafft 341 bis 1.157, der Audi A3 365 bis 1.100 Liter.

DS 4: runderneuertes Motorensortiment

Aufgestockt hat DS im Mai des letzten Jahres aber das Motorensortiment. Den Anfang machte Ende 2014 der neue Dreizylinderturbo-Benziner, der den letzten verbliebenen Sauger in Rente schickte. Der PureTech 130 holt aus seinen 1.199 cm³ Hubraum 130 PS und – ab 1.750 U/min – 230 Nm Maximaldrehmoment heraus. Das reicht, um den 1.330 Kilo schweren DS 4 in 10,8 Sekunden von 0 auf 100 – und in der Spitze auf 198 km/h zu beschleunigen. Obwohl der neue Dreizylinder spürbar mehr Elan hat als der alte Sauger, braucht er jedoch fast eineinhalb Liter weniger. Nach Norm sind’s 4,9 Liter bzw. 112 Gramm CO2, im Test im Mittel 6,1 Liter.

DS 4 2016 außen vorne dynamischBei den beiden anderen Ottomotoren zeigt sich das nämliche Bild. Der THP 165 ist seit Anfang 2015 im Programm und fix an die neue Automatik EAT6 gekoppelt. Auch er leistet ein paar PS mehr (konkret sind es 165) und verbraucht trotzdem signifikant weniger. Von 7,7 soll der Verbrauch auf 5,5 Liter gesenkt worden sein, sagt die Norm; im Test bestätigt sich dieser Effizienzsprung, aber nicht der Wert an sich. Der THP 165 gönnt sich 6,8, der Vorgänger gute 9 Liter. An die Illusion Normverbrauch hat man sich, leider muss man sagen, aber ja bereits gewöhnt. Und so nehmen wir mit einem beiläufigen Kopfnicken auch die Tatsache hin, dass der nagelneue Topbenziner, der THP 210, nicht wie angegeben 5,9 (138g), sondern siebeneinhalb Liter verbrennt. Bei einer Leistung von 211 PS und 285 Nm, die den DS 4 in 8,4 Sekunden auf Tempo 100 und maximal auf 235 km/h davoneilen lassen, ist das aber akzeptabel. Denn die Konkurrenz ist mit Nichten genauer und genügsamer unterwegs.

Fahrverhalten: agil, sicher und komfortabel

Genügsamer, aber auch teurer sind traditionell die Dieselmotoren. Das ist auch beim kompakten Franzosen nicht anders. Der bereits recht umtriebige BlueHDi 120 – er kostet bspw. 2.000 Euro mehr als der Basisbenziner – braucht bei 120 PS und 300 Nm 3,7 Liter (97g); der BlueHDi 150 bei 150 PS und 370 Nm 4,1 (106g); und der Topdiesel BlueHDi 180 bei 180 PS und satten 400 Nm 4,3 Liter (113g). Im Test sind es dann jeweils gut 1 bis 1,5 Liter mehr, in Anbetracht der gebotenen Fahrleistungen ist das aber nicht schlecht.

DS 4 2016 innen cockpitAls nicht schlecht, eigentlich als ziemlich gut, erweist sich schließlich auch das Fahrverhalten des DS 4. Der steht betont straff auf den vier 16-Zoll-Rädern, was ihm zu einem stabilen und sicheren Fahrverhalten verhilft. Die guten Bremsen und die zahlreichen Extras – ab Werk etwa eine Berganfahrhilfe, ein Geschwindigkeitsregler und ein Brems- bzw. Toter-Winkel-Assistent – erhöhen die Sicherheit weiter. Trotzt der straffen Abstimmung bleibt dabei der Federungskomfort nicht auf der Strecke.

Technische Daten des Modells:
PS-Anzahl: min. 120 PS max. 211 PS
kW-Anzahl: min. 88 kW max. 155 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell und Automatik
Kraftstoffart: Diesel und Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 3,7 l/100km max. 5,9 l/100km
CO2-Emission: min. 97 g/km max. 138 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. C
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 23.990 Euro
Link zum Konfigurator: http://www.meinauto.de/ds/neuwagen/ds-4/angebote/ds-4/konfigurator

Fazit zum Franzosen

Der DS 4 hat durch die Modellpflege rundum an Qualität gewonnen. Allerdings kann er in keiner Disziplin wirklich herausragen. Der deutschen Premium-Konkurrenz wird er damit wohl weiter nicht gefährlich werden. Bei MeinAuto.de startet der DS 4 bei 19.702 Euro, 20,8% bzw. fast 5.000 Euro unter dem empfohlenen Verkaufspreis. (nau)

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