Vom Pkw zum Wohnwagen: Was ist nötig? Mit welchem Fahrzeug klappt es am besten?

Das Campingland Deutschland in Zahlen: Deutschlandweit übernachteten im Jahr 2016 30,46 Millionen Menschen auf einem Campingplatz. Dass diese Entwicklung weiterhin positiv verlaufen wird, könnten man mit Blick auf die seit 2013 kontinuierlich steigenden Zahlen vermuten (2013: 26,00 Millionen Menschen, 2014: 27,88 Millionen Menschen, 2015: 29,22 Millionen Menschen). Der Mammut-Anteil derer, die in Deutschland campen, stammt auch aus Deutschland (85,9 Prozent). Langsam steigt auch die Zahl der zugelassenen Wohnwagen und Wohnmobile, die im Jahr 2016 auf 616.373 Wohnwagen und 417.297 Wohnmobile zu beziffern war. Immer größer wird auch die Gruppe derer, die ihre eigenen Pkws in Eigenregie zum Wohnwagen werden lassen. Mit welchen Modellen dies am besten funktioniert und, was dazu nötig ist, zeigt dieser Ratgeber.

Diese Modelle eignen sich auch zum Wohnwagen

vw-bulli-van-campingDer Fiat Ducato ist das beste Basisfahrzeug mit 58,8 Prozent der Stimmen – und zwar für ganz unterschiedliche Zwecke. Auf Platz 2 beim Promobil-Leservoting landet der Mercedes Sprinter (35,3 Prozent) und auf Platz 3 der VW Crafter (32,6 Prozent). Der MINI Clubvan Camper sorgte hingegen im Jahr 2013 für eine Überraschung in der Branche: Ausgestattet mit Schlafplatz, Kochzeile, Handdusche und Dachgepäckträger präsentiert er sich als wahres Raumwunder – das auch gut fürs Single-Camping taugt. Festzuhalten bleibt: Der Grundaufbau muss passen, damit aus dem regulären Pkw ein Wohnwagen werden kann. Was in punkto Umbau zu beachten ist, zeigen die folgende Tipps. Für individuelle Hilfestellung lohnt sich ein Klick auf ein Wohnmobil-Forum wie das von Campen.de.

Tipps zum Umbau vom Pkw zum Wohnwagen

Eine gute Grundbasis schaffen:

Wer die Idee hat, einen regulären Pkw zu einem Wohnwagen umzufunktionieren, der braucht in erster Linie Platz. Und dieser Platz ist besonders in einem Kastenwagen vorhanden. Welche Marke es sein soll, darf der Camping-Freund selbst entscheiden. Von Volkswagen eignet sich nicht nur der Bus, sondern auch der kleinere Caddy zum Umbau. Aus dem Hause Citroen ist es das Berlingo-Modell und auch der Opel Combo kann als Grundlage dienen, um einen Pkw zum Wohnwagen umzufunktionieren.

Passende Module finden und einbauen:

land-rover-defender-zelt-dachAnschließend geht es darum, das Fahrzeug zum mobilen Zuhause umzufunktionieren. Das bedeutet, dass Grundbedürfnisse wie Schlafen und Essen im Wagen erfüllbar sein müssen. Wer einen VW fährt, könnte beim einem externen Hersteller das passende Modul finden, das einen Schlafplatz ins Fahrzeug integriert, Staufächer bietet und vielleicht sogar ein Küchenmodell in den VW bringt. Der bekannte Hersteller Reimo führt sowohl Ausstattungsmodelle für VW als auch für Citroen.

Wichtig beim Einbau der Module ist, zu klären, ob die Module fest verschraubt werden müssen oder nicht. Das hat in erster Linie gar nichts mit den Handwerker-Fähigkeiten des Umbau-Willigen zu tun, sondern damit, dass ein unverschraubtes Modul sich rasch wieder rück-bauen lässt (beispielsweise außerhalb der Urlaubzeit). Auch eine TÜV-Abnahme ist hier nicht nötig.

Übrigens: Auch beim Wohnwagen-Ausbau in Eigenregie können heute erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Auf dem selbst gebauten Wohnwagen werden Solarzellen installiert. Diese wandeln das darauf eintreffende Licht in Strom um. Speicherbar wird dieser durch Sonnenkraft gewonnene Strom als chemische Energie, die solange in die Batterie wandert, bis diese gut gefüllt ist. Bei Bedarf kann dieser Strom nun eingesetzt werden.

Die bürokratischen Hürden einer „Umnutzung“

camper-van-vw-bulliDass ein Umbau zum Wohnwagen eine TÜV-Abnahme bedingen kann, das ist für viele einleuchtend. Dass der Umbau Auswirkungen auf die Höchstgeschwindigkeit, die Steuererhebung und die Feinstaubverordnung haben könnte, das ist hingegen vielen fremd.Die bürokratischen Hürden einer „Umnutzung“

Diese Grundsätze sind beim Umbau zu beachten:

  • Ausgewiesene Sitzplätze müssen den Richtlinien der STVO genügen.
  • Ein Pkw wird zum Wohnwagen, wenn Sitzgelegenheit und Tisch, Schlafplatz, Küche und Stauraum fest im Fahrzeug eingebaut sind.
  • Eine ausreichende Be- und Entlüftung muss gegeben sein.
  • Es darf keine Gefahr bestehen, sich bei einem Unfall zu verletzen.
  • Fluchtwege müssen auf beiden Fahrzeugseiten vorhanden sein.
  • Zusätzliche Heizoptionen bedürfen einer Extra-Genehmigung.

Bezüglich der steuerlichen Einordnung gilt: Wohnmobile bilden, rein steuerrechtlich betrachtet, eine eigene Fahrzeugklasse. Deren Steuersatz bemisst sich anhand der Schadstoffemissionen und mit Blick auf das Gesamtgewicht. Bezüglich der Geschwindigkeitsbegrenzung bei Wohnwagengespannen gilt: Ein Auto mit ABS, ein geeigneter Anhänger samt passendem Reifenbesatz (Winterreifen oder Sommerreifen mit entsprechender Zulassung für das Modell) sowie Reifen, die das Alter von sechs Jahren noch nicht überschritten haben, ermöglichen die Fahrt mit 100 Stundenkilometern. Details hält der TÜV Nord bereit. Bei Kastenwagen und Wohnmobilen gilt diese Geschwindigkeitsbegrenzung natürlich nicht. Weitere Bezüglich der Feinstaubverordnung gilt: Wohnwagen fallen hier in die Kategorie von Pkws. Auch sie benötigen eine Schadstoffgruppenplakette, die zu Schadstoffgruppe und Emissionsschlüsselnummer passt. Die Plakette regelt dann die Einfahrerlaubnis in ausgewiesene Umweltzonen.

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