Logistik in der Automobilbranche – wie funktioniert das Ganze?

Die Automobilbranche zählt in Deutschland zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Dabei stehen hinter dem Wort nicht nur die Autohersteller, sondern eine komplette Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft aus Zulieferern, Ersatzteilproduzenten, Werkstätten und Serviceanbietern. Keine Vertragswerkstatt kann einen Reparaturauftrag ausführen, wenn die Ersatzteile nicht im Lager sind oder wenn der Lieferant die Teile nicht liefert. Bänder in den großen Herstellungszentren bleiben stehen, wenn auch nur eine Schraube nicht pünktlich aus Übersee geliefert wurde. Denn, was viele nicht wissen: Die Bänder laufen für eine gewisse Zeit fabrikatsbezogen. Fehlen Teile von Fabrikat A, kann nicht mal eben auf Fabrikat B umgestellt werden. Ohne eine Meisterleistung der Logistik funktioniert das also nicht. Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal genauer an.

Zulieferer und Hersteller beim Autobau

autobahn-verkehrIn kaum einer Branche geht es so vielschichtig zu, wie in der Automobilindustrie. Hier gibt es keine oberste Stufe, die alles allein bestimmt, sondern viele kleine Rädchen, die ineinandergreifen müssen, um gemeinsam die oberste Stufe zu bedienen. Im Umkehrschluss werden sie wiederum von der obersten Stufe bedient – mit Fahrzeugen, die Werkstätten warten und reparieren können. Allgemein lässt sich das Bild wie folgt beschreiben:

  • Hersteller – das sind die eigentlichen Fahrzeughersteller und ihre Werke. In den Werken wird zu einer Zeit in der Regel nur ein bestimmtes Fabrikat hergestellt. Dabei dient das Werk nicht dazu, das Auto von Grund auf zusammenzustellen, sondern einzelne Werkstücke zusammenzuführen.
  • Zulieferer – die meisten Automobilhersteller lassen einzelne Autoteile auswärts durch einen Zulieferer herstellen. Die Autoteile werden zu einem festen Zeitpunkt bei ihnen bestellt und müssen pünktlich geliefert werden, da sonst das Band des Herstellers stillsteht. Die Zulieferer können gleichzeitig Ersatzteillieferanten sein.
  • Ersatzteillieferanten – der Name erklärt es schon. Sie beliefern überwiegend Werkstätten, doch ebenfalls die Hersteller an sich. Autoglasscheiben werden oftmals vom Teilelieferanten hergestellt und mit dem entsprechenden Stempel als Original deklariert und zum Hersteller oder der Werkstatt geliefert. Dieselbe Scheibe ohne den Stempel kann nun von Autofahrern als günstige Ersatzscheibe in der Werkstatt erworben werden.
  • Werkstätten – auch sie gehören fest zur Automobilbranche. Sie sind wieder auf die Hersteller angewiesen, denn ohne deren Fahrzeuge, hätten sie keine Aufträge. Ohne Zulieferer oder Ersatzteillieferanten hingegen könnten sie die Fahrzeuge nicht reparieren.

Es ist leicht zu erkennen, dass die Zusammenführung aller Bereiche eine logistische Meisterleistung ist, die Know-how benötigt.

IT-Unterstützung in der Logistik

Kein Bereich aus der Automobilindustrie kommt ohne eine IT-Lösung aus. Die Vernetzung und Verzahnung der einzelnen Bereiche ist viel zu eng, als dass noch Pi mal Daumen gearbeitet werden kann. Gerade durch die Gefahr, das gleich für Tage oder Wochen ganze Bänder stillstehen, weil ein Kotflügel aus Übersee nicht pünktlich geliefert wurde, ist zu groß. Aber welche Methoden setzen die Beteiligten ein? Ein Überblick:

  • Warenwirtschaft – welches Lager es auch ist, die Warenwirtschaft muss funktionieren. Daher nutzen die meisten Hersteller, Zulieferer und auch Werkstätten spezielle Warenwirtschaftsprogramme zur Lagerhaltung, die nicht selten direkt in ein ERP-System integriert sind.
  • Etiketten – im Lager herrscht Ordnung. Jede Schraube hat ihren Platz, jedes Gummi von der Heckscheibe ebenfalls. Gleichfalls sind die Produkte mit Etiketten samt Barcode versehen, über die sie einen festen Lagerplatz erhalten.
  • Barcode – der Barcode steht nicht nur auf dem Etikett, sondern ist im ERP-System bzw. der Warenwirtschaft hinterlegt.
  • Scanner – sämtliche einkommenden und ausgehenden Teile werden gescannt, damit das System immer auf dem richtigen Stand ist.

In der Regel arbeiten Hersteller und Zulieferer, wie auch ihre Vertragswerkstätten, mit einem ERP-System (Enterprise Resource Planning). Eine solche Softwarelösung bringt alle Bereiche zusammen und ermöglicht es, aus jeder Niederlassung auf das System zuzugreifen und beispielsweise Bestellungen vorzunehmen. Scannt eine Werkstatt nun den Barcode einer Zylinderkopfdichtung eines VW Golf 7, kann sie diese im System nachschlagen und beim Lieferanten bestellen. Die ERP-Systeme bieten jedoch weitere Vorteile:

  • Sicherheit – das gesamte System aus Zulieferern, Produktionsplätzen und Abnehmern kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten auf einem Nenner sind. Mit einer entsprechenden ERP-Lösung funktioniert das. Da das System Schwachstellen erkennt und vorzeitig Warnungen ausgibt, können Lieferengpässe rechtzeitig erkannt und Problemlösungen erarbeitet werden.
  • Kleinere Lager – da durch die Vernetzung selbst auf weltweiter Basis kürzere Reaktionswege anfallen, können die einzelnen Lagerbestände verkleinert werden, was natürlich Kosten spart.
  • Zusammenarbeit – oftmals haben selbst die Ersatzteillieferanten ein System, welches mit dem ERP-System der Hersteller harmoniert. Mit dieser Lösung sind alle Bereiche bestens miteinander verbunden und können zusammenarbeiten, ohne dass Unklarheiten aufkommen oder ständig Nachfragen gestellt werden müssen.

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Wie könnte sich die Logistik noch weiterentwickeln?

logistik-it-vernetzungDie heutige Logistik mag auf den ersten Blick schon recht modern erscheinen, sie ist aber längst nicht auf dem Stand, wie sie wohl bald sein wird. Das Stichwort lautet Industrie 4.0, die gewiss auch die Logistik in der Automobilbranche mitbestimmen wird. Ansätze gibt es viele:

  • Voll automatisierte Lager – Robotertechnik wird vermutlich in den nächsten Jahren in alle großen Lager einziehen. Die Scanvorgänge von Waren könnten so entfallen, wenn die Anlagen das automatisch selbst übernehmen. Durch die Roboter könnten in der Lagerverwaltung höhere Geschwindigkeiten erreicht werden.
  • Logistik auf der Straße – es wird bereits getestet und wird sicher kommen: selbst fahrende Lkw. Für die Automobilbranche dürfte dieser Weg eine gute Lösung sein, da auf Ruhezeiten verzichtet werden kann und Güter und Teile schneller in den einzelnen Werken ankommen.
  • Logistik in der Herstellung – ein Teil der Autos wird bereits von Maschinen gebaut. Dass diese immer mehr Aufgaben in der Autoherstellung übernehmen, ist bereits klar.

Fazit – wehe, ein System fällt aus

Funktioniert etwas zwischen zwei Beteiligten in der Automobilbranche nicht, steht sprichwörtlich alles still. Damit dies nicht passiert, setzen natürlich alle auf hochklassige Logistiklösungen und arbeiten mit Absicherungen. Trotzdem wird sich in der Logistik in den nächsten Jahren noch einiges ändern, zumal auch die Anforderungen steigen. Man darf gespannt sein, was noch kommt.

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