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VW zeigt Aerodynamik-Wunder

Mission Efficiency drückt Verbrauch unter 7-kWh-Marke

14.09.2026 | Volkswagen hat mit dem Mission Efficiency ein seriennahes Elektroauto vorgestellt, das vor allem mit einem extrem niedrigen Luftwiderstand und geringem Energieverbrauch auffällt. Die Studie erreicht einen cW-Wert von 0,158 und soll zeigen, welches Effizienzpotenzial sich mit Technik aus der Großserie erschließen lässt.

Auf einen Blick:

  • 0,158 cW-Wert für besonders geringe Luftwiderstände
  • 6,89 kWh/100 km auf 1.278 Kilometern
  • 54,9-kWh-Akku und 99 kW (135 PS)
  • Aerodynamik und Leichtbau für niedrigen Verbrauch
  • Straßenzugelassene Studie, keine Serienproduktion geplant
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Aerodynamik als Schlüssel zur Effizienz

Der 4,775 Meter lange und 1,392 Meter hohe 2+2-Sitzer basiert technisch auf der MEB+-Architektur mit Frontantrieb, die auch beim neuen ID. Polo und ID. Cross zum Einsatz kommt. Angetrieben wird er von einem 99 kW (135 PS) starken Elektromotor, die nutzbare Batteriekapazität beträgt 54,9 kWh, die maximale DC-Ladeleistung 105 kW. Bei eine sogenannten Idealfahrt mit konstant 68 km/h, ohne Steigungen und abgeschalteten Nebenverbrauchern kam der Mission Efficiency auf 6,48 kWh/100 km. Bei einer dokumentierten Fahrt über 1.278,36 Kilometer von Wolfsburg über Poznan und Olmütz nach Wien lag der Verbrauch inklusive Ladeverlusten bei 7,51 kWh/100 km, ohne Ladeverluste bei 6,89 kWh/100 km. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 67,72 km/h, maximal wurden 138 km/h erreicht. Während der Fahrt wurde einmal geladen; bei der Ankunft standen laut Volkswagen noch 164 Kilometer Restreichweite zur Verfügung.

Der niedrige Verbrauch ist vor allem auf die Karosserie und den geringen Luftwiderstand zurückzuführen. Eine tropfenförmige Form, eine Stirnfläche von 2,08 Quadratmetern, verkleidete Hinterräder, ein vollständig verkleideter Unterboden und aktive Kühlluftklappen reduzieren Verwirbelungen. Die rahmenlosen Scheiben und bündig integrierten Türgriffe sind ebenfalls auf eine möglichst günstige Strömung ausgelegt. Spezielle Felgendeflektoren sollen verhindern, dass Luft in die Räder gelangt und dort Verwirbelungen erzeugt. Dazu kommen speziell entwickelte Reifen auf Basis des Continental EcoContact 7 mit einem Rollwiderstand von 4,9 Kilogramm pro Tonne. Nach Angaben von Volkswagen liegt der Energieverbrauch des Fahrzeugs ab 80 km/h mehr als 30 Prozent unter dem des ID. Polo; bei 140 km/h benötigt der Mission Efficiency ungefähr so viel Energie wie der ID. Polo bei 100 km/h.

Viel Technik, wenig Ausstattung

Auch bei Fahrwerk und Nebenverbrauchern setzt die Studie auf Effizienz. An der Vorderachse kommen die MacPherson-Aufhängung und die hydraulische Bremse des ID. Polo zum Einsatz, während hinten erstmals eine elektromechanische Bremse verwendet wird. Sie soll Reibungsverluste verringern, Leitungen und Bremsflüssigkeit einsparen und die Rekuperation unterstützen. Das Fahrzeug besitzt eine EU-Straßenzulassung und erfüllt laut Volkswagen die entsprechenden Schutz-, Festigkeits- und Crashanforderungen. Für zusätzliche Energie sorgt ein 370 Watt starkes Solarsystem in Glasdach und Heckklappe. Je nach Wetter, Jahreszeit und Region kann es laut Hersteller bis zu 30 Kilometer zusätzliche Reichweite pro Tag ermöglichen.

Das auf Effizienz ausgelegte Konzept reicht bis in den Innenraum. Auf ein fest integriertes Infotainmentdisplay und ein herkömmliches Lautsprechersystem wurde verzichtet; stattdessen können Smartphone oder Tablet sowie eine mobile Bluetooth-Box verwendet werden. Bei den Außenspiegeln setzt Volkswagen entgegen früheren Konzepten wie dem XL1 auf konventionelle Spiegel, weil Kameras aus Sicht der Entwickler kaum einen Effizienzvorteil, aber höhere Kosten bringen. Trotz der ungewöhnlichen Karosserie soll der Mission Efficiency alltagstauglichen Stauraum bieten: Der Kofferraum fasst bis zu 481 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen entsteht eine bis zu 1,80 Meter lange Ladefläche. Weitere Fächer bieten zusammen 32 Liter zusätzlichen Stauraum. Die beiden hinteren Sitze sind für Personen bis etwa 1,60 Meter ausgelegt. Für die Karosserie kombiniert Volkswagen Komponenten des ID. Polo mit einer selbsttragenden Aluminiumstruktur und Bauteilen aus einem hochfesten CFK-Aramid-Verbund. Das Konzept erinnert damit in seiner Grundidee an den früheren VW XL1, der 2013 mit Plug-in-Hybridantrieb als besonders sparsames Serienfahrzeug vorgestellt wurde. Eine Serienproduktion des Mission Efficiency ist bislang nicht angekündigt.

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