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Volvo XC60 und XC90 mit neuen Plug-in-Hybriden

Bis zu 200 Kilometer elektrisch

17.09.2026 | Volvo stattet den XC60 und den XC90 mit neuen Plug-in-Hybridantrieben und deutlich größeren Batterien aus. Beim XC60 kommt zudem ein umfangreiches Facelift hinzu, das Karosserie, Innenraum und Technik umfasst.

Auf einen Blick:

  • XC60 T6 fährt bis zu 200 Kilometer elektrisch
  • Neue Batterie mit 41,2 kWh Kapazität
  • Elektromotor leistet jetzt 177 PS
  • XC60 erhält umfangreiches Design- und Technik-Update
  • XC90 bekommt ebenfalls den neuen Long-Range-Plug-in-Hybrid
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Größere Batterie, mehr elektrische Reichweite

Herzstück der Überarbeitung ist eine neue Hochvoltbatterie mit 41,2 kWh Kapazität, von denen 37,9 kWh nutzbar sind. Damit steigt die elektrische Reichweite des XC60 T6 auf bis zu 200 Kilometer, beim T8 sind bis zu 189 Kilometer möglich. Der XC90 erhält ebenfalls die neue Long-Range-Plug-in-Hybridtechnik. Gegenüber den bisherigen Varianten mit 18,8 kWh Batterie soll sich die elektrische Reichweite damit mehr als verdoppeln. Für die größere Batterie wurde der Unterboden neu konstruiert. Das zusätzliche Batteriegewicht beträgt rund 120 Kilogramm, gleichzeitig steigt die mögliche Zuladung des XC60 laut Volvo um 38 auf 548 Kilogramm.

Auch der Elektromotor wurde überarbeitet. Er leistet nun 130 kW beziehungsweise 177 PS statt bisher 115 kW oder 156 PS und treibt weiterhin die Hinterachse an. Beim XC60 T6 arbeitet er mit einem 180 PS starken Zweiliter-Benziner zusammen, beim T8 mit einer 250-PS-Version. Daraus ergeben sich Systemleistungen von 357 beziehungsweise 461 PS. Die Gesamtreichweite gibt Volvo mit bis zu 1.240 Kilometern beim T6 und 1.230 Kilometern beim T8 an. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt wie bei den übrigen aktuellen Volvo-Modellen auf 180 km/h begrenzt.

XC60 erhält neues Gesicht und überarbeiteten Innenraum

Beim XC60 beschränkt sich die Modellpflege nicht auf den Antrieb. Volvo überarbeitet Kühlergrill, Motorhaube, vordere Kotflügel und Stoßfänger. Die charakteristischen "Thors Hammer"-Scheinwerfer erhalten eine schlankere Lichtsignatur mit zwei schmaleren Linien. Auch am Heck werden die Heckklappe, der Stoßfänger und die Lichtgrafik angepasst. Zusätzlich stehen neue Räder sowie weitere Außen- und Innenraumfarben zur Verfügung.

Im Innenraum verändert Volvo die Armaturentafel und die Türverkleidungen. Der zentrale 11,2-Zoll-Bildschirm wird leicht nach vorn versetzt und wirkt dadurch freistehend. Ergänzend kommen neue Holzdekore und optional Nappaleder in Kardamom hinzu. Technisch wurde außerdem die Rekuperation erweitert: Im One Pedal Drive kann der XC60 beim Loslassen des Fahrpedals bis zum Stillstand verzögern, ohne dass das Bremspedal betätigt werden muss.

Laden bleibt auf Wechselstrom beschränkt

Die größere Batterie kann mit bis zu 11 kW über Wechselstrom geladen werden. Eine vollständige Ladung soll an einer entsprechend leistungsfähigen Wallbox rund vier Stunden dauern. Auf einen Gleichstrom-Schnellladeanschluss verzichtet Volvo dagegen. Als Gründe nennt das Unternehmen zusätzlichen Bauraum und höhere Kosten. Nach Angaben des Herstellers haben viele Käufer eines Plug-in-Hybrids Zugang zu einer Wallbox, während Schnellladen weiterhin den reinen Elektroautos vorbehalten bleiben soll.

Neben den Plug-in-Hybridmodellen bleibt der XC60 B5 im Programm. Der Mildhybrid kombiniert einen 250 PS starken Benziner mit einem kleinen Elektromotor, der unter anderem beim Bremsen Energie zurückgewinnt. Volvo sieht die neuen Plug-in-Hybride als Übergangslösung auf dem Weg zur vollständigen Elektrifizierung. Nach Angaben von Akhil Krishnan, dem Verantwortlichen für die 60er-Baureihe, soll der Antrieb Kunden, die noch nicht vollständig elektrisch fahren können, eine Alternative mit hoher elektrischer Reichweite bieten. Eine komplette Neuauflage des XC60 mit Verbrennungsmotor ist vorerst nicht vorgesehen.

XC90 setzt ebenfalls auf die Long-Range-Technik

Auch der größere XC90 erhält die neue Plug-in-Hybridtechnik und soll damit eine deutlich höhere elektrische Reichweite erreichen. Beim Innenraum legt Volvo den Schwerpunkt auf Materialien, Licht und Komfort. Vorgesehen sind unter anderem natürliche Lichtgestaltung, Holzdekore und ein Premium-Soundsystem von Bowers & Wilkins. Damit soll der siebensitzige SUV stärker auf entspanntes Reisen ausgerichtet werden.

Ein weiterer Plug-in-Hybrid mit hoher elektrischer Reichweite bleibt zunächst dem chinesischen Markt vorbehalten. Der dort angebotene XC70 basiert auf einer Geely-Plattform und soll nicht nach Europa kommen. Auch einen Range-Extender für den XC60 plant Volvo nach eigenen Angaben nicht. Als Grund werden unter anderem europäische Anforderungen an die Anhängelast genannt: Bei leerer Batterie könnte ein solcher Antrieb beim Ziehen schwerer Anhänger nicht ausreichend Leistung bereitstellen. Der klassische Plug-in-Hybrid soll diese Anforderungen weiterhin erfüllen.

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