▶ Innenraum & Ausstattung
Schiebedachmodus macht aus dem Cabrio eine angenehm ruhige Cabrio-Limousine
Die Köpfe verdrehen kann das Mini Cooper Cabrio aber auch den Insassen: wenn es richtig vom Zaum gelassen wird. Bei 200 Stundenkilometern und mehr kann der Fahrtwind durchaus unangenehm werden. Dagegen bietet Mini zwei Mittel auf. Das eine ist weitverbreitet, das Windschott. Im Cooper Cabrio ist es nach wenigen Handgriffen bereit, unangenehme Luftverwirbelungen abzuschotten.
Der praktisch im Kofferraum verstaubare Schutz kostet allerdings extra. Er ist Teil der Extra-Pakete “M”, “L” und “XL”. Die zweite Option ist in allen Ausprägungen des Cooper Cabrios Serie: der Schiebedachmodus. Er kann das Stoffverdeck stufenlos um bis zu 40 Zentimeter nach hinten verschieben. Auf diese Weise wird der Mini zur Cabrio-Limousine a la Fiat 500 C. Der “Always Open Timer” führt serienmäßig Buch.
Geräumiges im Cockpit, ein Fond für Kinder und ein Kofferraum für Spritztouren
Das Ergebnis der Buchführung können wir uns auf dem runden, 24 Zentimeter großen OLED-Display über der Mittelkonsole anzeigen lassen. In unserem Fall sehen wir: wir konnten im Test viel Sonne tanken. Das besagte, hauchdünne Teller-Display gehört im Mini Cooper Cabrio zur Serienausstattung: sprich zum “Classic Trim”. Wobei sich die vier “Trims” vornehmlich um das Aussehen kümmern. Allerdings umfassen sich auch das eine oder andere Komfort-Extra.
Der im Testwagen installierte “Favoured Trim” – er folgt auf den “Classic Trim” – bettet uns in die kräftig zupackenden “John Cooper Works”-Sportsitze; und drückt uns ein beheizbares Sportlenkrad in die Hand. Sitze und Lenkrad lassen sich gut einrichten. An Platz mangelt es uns vorne mit unseren 1,85 Metern ebenso wenig. Wir könnte auch noch zehn Zentimeter größer sein. Kinder haben nur Kinder reichlich Platz; die nötigen Isofix-Halterungen für die Kindersitze sind vorhanden.
Ein zentraler Touchscreen zum Ablesen und Bedienen ist gewagt – und das Konzept geht nur teilweise auf
Wir verwenden die zweite Sitzreihe im Test hingegen als willkommene Kofferraum-Erweiterung. Die 160 bis 215 Liter der Standardkonfiguration sind im Handumdrehen gefüllt. Mit dem serienmäßigen Durchladesystem können wir das Volumen aber immerhin auf 665 Liter erweitern. Die “Easy-Load”-Funktion erleichtert das Beladen, wenn das Stoffverdeck offen ist. Die Standard-Anzeigenkonfiguration des Cooper Cabrios erschwert es hingegen, den Überblick über den Verkehr zu behalten.
Das Rundinstrument alias ʺMini Interaction Unit" bzw. OLED-Display lenkt den Blick von der Fahrbahn ab. Der Grund: Es fungiert sowohl als Touch-Bedienzentrale wie als Kombiinstrument. Auf eine Anzeige hinter dem Lenkrad verzichtet Mini serienmäßig. Wäre das Head-up-Display Serie, wäre diese Lösung gelungen; würde Mini auf die teurere und übersichtlicher Projektionsvariante setzen – dann wäre sie perfekt. Die Variante mit Glasscheiben ist ein Kompromiss.
In jedem Fall aber heißt es für die Lösung aufzahlen. Zum Glück ist das “XS”-Paket recht günstig – außerdem enthält es zusätzlich eine Sitzheizung für die Vordersitze und eine induktive Smartphone-Ablage. Für die Bedienung des Navis liegt der runde Touchscreen günstiger als für die Fahrinformations-Anzeige. Das Navigationssystem samt Sprachassistent sowie die 2-Zonen-Klimaautomatik verbaut Mini im Cooper Cabrio ab Werk. Die Steuerung der Klimaautomatik ist etwas umständlich, da nur über den Touchscreen möglich. Insgesamt ist der Mini aber ein recht einfach zu bedienendes modernes Auto.