▶ Innenraum & Ausstattung
Viel variabler Platz für 6 oder 7 Personen in drei Sitzreihen
Ein richtet Mazda den CX-80 Plug-in-Hybrid m selben Stil, zurückhaltend aber edel, schlicht aber höchst sorgfältig. Beim Sitzkomfort und beim Platzangebot lässt der Crossover die Zurückhaltung hinter sich. Wobei. In einem 5-Meter-Modell hätten wir uns zumindest vorne üppigere Spielräume erwartet. Ab einer Größe von rund 1,90 Meter beginnt es für die Beine allmählich unbehaglich zu werden.
Kopffreiheit gäbe es genug für 2,10-Meter-Riesen: obwohl wir in der tiefsten Position gut 60 Zentimeter über dem Asphalt sitzen. Und wie sitzen wir? Ausgesprochen bequem. Das liegt jedoch an der Ausstattung des ″Takumi″-Testmodells. Es kombiniert die 10-fach elektrisch einstellbaren Sitze mit dem ″Driver Personalisation System″. Das erkennt mit Hilfe einer Kamera den Fahrer – und stellt u.a. die Sitze, die Spiegel und das Head-up-Display so ein, wie es abgespeichert wurde.
Eine Sitzbelüftung und Nappaleder-Sitzbezüge veredeln den Sitzkomfort weiter. Im Basismodell ″Exclusive-Line″ erreicht der Komfort nicht dieses Niveau. Die Vordersitze sind 6-fach manuell einstell- und beheizbar. Die Sitze in der zweiten Reihe können wir ebenfalls gut anpassen: einerlei ob die serienmäßige Sitzbank oder die optionalen Einzelsitze verbaut sind. Die Bank und die zwei Solo-Sitze können längs verschoben werden; die Lehnen neigen sich zwischen 15 und 33 Grad.
Ohne Stauraum-Einbußen & mit viel Sorgfalt eingerichtet
Der Vorteil der Einzelsitze ist, dass es sich in ihnen komfortabler und noch freier sitzt. Selbst mit knapp 2 Metern reist man gut und bequem. Zwischen den Sitzen lässt Mazda entweder eine Lücke; oder montiert eine geräumige Mittelkonsole. Die Lücke hat den Zweck, den Zugang zu den zwei ausklappbaren Sitzen in der dritten Reihe zu erleichtern. Mit der Sitzbank ist der Zustieg mühsam; auch mit der optionalen ″One-Touch″-Hilfe.
Die Platzverhältnisse fallen ganz hinten eingeschränkter aus als in Reihe zwei. Für 1,70 große Fahrgäste sind die Sitze ausgelegt, mit leichten Komforteinbußen reicht der Platz für 1,80 Meter große Passagiere. Wenn niemand mitfahren will, können die Sitze plan im Boden versenkt werden. Das erweitert das Kofferraumvolumen von 258 auf 566 bzw. 687 Liter; abhängig von der Stellung der Sitze. Legen wir auch die Lehnen der zweiten Reihe um, erhalten wir einen 1.971 Liter großen Stauraum.
Damit ist der Kofferraum im CX-80 Plug-in-Hybrid genauso groß wie im herkömmlichen angetriebenen Modell. Das ist in der Regel anders, z.B. beim Skoda Kodiaq und VW Tayron. Der VW verliert als PHEV bspw. 180 Liter: es bleiben 705 bis 1.915 Liter übrig. Beim CX-80 bleibt uns nichts anderes übrig, als das Gepäck über die 76 Zentimeter hohe Ladekante zu heben. Bei den genannten Mitberbern ist aber eine ähnliche Anstrengung nötig.
Drei Anzeigen, 3-Zonen-Klimaautomatik und ein Hybrid-Navi sind Serie
Was uns beim Beladen des Mazda CX-80 Plug-in-Hybrid stört? Ab Werk fehlt die elektrisch öffnende Heckklappe. Angesichts des erhobenen Premium-Anspruchs überrascht ihr Fehlen – es bleibt aber die einzige signifikante Lücke in der Serienausstattung. Die ″Exclusive-Line″ verdient sich ihre Bezeichnung u.a.: mit einer 3-Zonen-Klimaautomatik samt eigenem Bedienfeld; einem schwarzen Lederlenkrad – und einer äußerst sorgfältigen und weitgehend hochwertigen Einrichtung.
Der Blickfang des Cockpits sind zweifelsohne die drei serienmäßigen Anzeigen. Mit einem großen Digitalinstrument und einem großen Touchscreen könne praktisch alle Modelle der Klasse aufwarten; im CX-80 messen die zwei 12,3 Zoll. Ein Head-up-Display aber rücken die Hersteller üblicherweise nur gegen Aufpreis heraus. Mazda installiert es im CX-80 ab Werk. Außerdem vertraut man auf der Mittelkonsole auf einen praktischen Dreh-Drück-Steller: den Multi-Comander. Er vereinfacht die Bedienung maßgeblich; die Untiefen der Touchscreen-Menüs verlieren weitgehend ihren Schrecken.