04.11.2026 | Die EU plant strengere Regeln für die Hauptuntersuchung (HU). Vor allem offene Sicherheitsrückrufe könnten für Autofahrer künftig zum Problem werden.
TÜV-Reform der EU
Diese neuen Regeln könnten Autofahrer treffen
Auf einen Blick:
- Offene Rückrufe könnten HU verhindern
- Mehr Sicherheitschecks geplant
- Neue Prüfungen für E-Autos
- HU im EU-Ausland geplant
- Keine jährliche HU für ältere Autos
Offene Rückrufe könnten zum HU-Aus führen
Bislang werden offene Rückrufaktionen bei der Hauptuntersuchung lediglich dokumentiert und haben keinen Einfluss auf das Prüfergebnis. Nach den neuen EU-Plänen müssten Fahrzeughalter künftig nachweisen, dass sicherheitsrelevante Rückrufmaßnahmen durchgeführt wurden. Andernfalls könnte das Fahrzeug die HU nicht bestehen. Welche Nachweise dafür erforderlich wären, ist noch unklar. Darüber hinaus soll die Untersuchung um zusätzliche Kontrollen von Airbags, automatischen Notbremsassistenten und weiteren elektronischen Sicherheitssystemen erweitert werden. Auch für Elektro- und Hybridautos sind zusätzliche Prüfpunkte vorgesehen.
Eine weitere geplante Änderung betrifft Autofahrer, die sich längere Zeit mit einem in Deutschland zugelassenen Fahrzeug im EU-Ausland aufhalten. Sie sollen die Hauptuntersuchung künftig auch in einem anderen Mitgliedstaat durchführen lassen können und dafür eine vorläufige Bescheinigung erhalten, die sechs Monate gültig ist. Die nächste reguläre HU müsste anschließend wieder in Deutschland stattfinden. Zusätzlich wird über neue Messverfahren für Stickoxide und Partikel sowie strengere technische Kontrollen für Transporter diskutiert. Ob die zusätzlichen Abgasmessungen eingeführt werden, sollen die Mitgliedstaaten selbst entscheiden.
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