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Reichweitenangst bei E-Autos schwindet

Wertverlust wird dafür zur neuen Sorge

05.11.2026 | Die Sorge, mit einem Elektroauto unterwegs mit leerem Akku liegen zu bleiben, verliert offenbar an Bedeutung. Stattdessen rückt für viele E-Auto-Fahrer zunehmend eine andere Frage in den Vordergrund: Wie stark verliert das Fahrzeug in den kommenden Jahren an Wert?

Auf einen Blick:

  • Reichweitenangst verliert als Sorge an Bedeutung
  • Der mögliche Wertverlust rückt stärker in den Fokus
  • 261.000 gebrauchte E-Autos wechselten 2026 den Besitzer
  • Der Gebrauchtmarkt wächst um 56 Prozent
  • 94 Prozent würden wieder ein E-Auto wählen
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Mehr gebrauchte Elektroautos auf dem Markt

Die Reichweitenangst gehört zwar weiterhin zu den verbreiteten Bedenken beim Umstieg auf ein Elektroauto, doch die Sorgen verschieben sich. Wie die "Welt" unter Berufung auf Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) berichtet, beschäftigt Besitzer von Elektroautos inzwischen vor allem der mögliche Wertverlust ihrer Fahrzeuge. Ein wesentlicher Grund dafür ist die rasante technische Entwicklung: Selbst vergleichsweise junge Modelle können innerhalb weniger Jahre technisch überholt erscheinen. Hinzu kommt die bislang verhaltene Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos, die das Angebot teilweise übersteigt. Dadurch wächst die Unsicherheit darüber, welchen Preis die Fahrzeuge beim späteren Verkauf noch erzielen können.

Gleichzeitig entwickelt sich der Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos zunehmend dynamisch. Nach Angaben des BDEW wechselten in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 rund 261.000 vollelektrische Pkw den Besitzer. Das entspricht einem Plus von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für Kaufinteressenten bedeutet das eine größere Auswahl an gebrauchten Elektroautos. Darunter finden sich zunehmend auch kleinere und preisgünstigere Modelle. Bei den laufenden Energiekosten sieht der Verband ebenfalls Vorteile gegenüber Verbrennern: Laut Elektromobilitätsmonitor ist das Laden in sämtlichen untersuchten Szenarien günstiger als das Tanken. Besonders niedrig fallen die Kosten beim Laden mit Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage aus. Sie entsprechen laut BDEW umgerechnet 0,28 Euro je Liter Benzin. Selbst im teuersten untersuchten Szenario – beim Schnellladen über Roaming- oder Fremdanbieter ohne Vertrag – liegt der Vergleichswert bei 1,56 Euro je Liter.

Trotz der bestehenden Unsicherheiten fällt die Zufriedenheit unter Elektroautofahrern weiterhin hoch aus. 94 Prozent der Befragten würden sich beim nächsten Fahrzeugkauf erneut für ein Elektroauto entscheiden oder den Kauf eines solchen Fahrzeugs weiterempfehlen. Damit zeigt sich ein differenziertes Bild: Während Reichweite und Ladeinfrastruktur offenbar an Schrecken verlieren, gewinnen wirtschaftliche Fragen rund um den Wiederverkaufswert an Bedeutung.

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