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Spritpreise 2027

Benzin und Diesel könnten um bis zu 40 Cent teurer werden

04.11.2026 | Zum Jahreswechsel droht Autofahrern ein deutlicher Preisanstieg an den Tankstellen. Durch das Ende des Tankrabatts und zusätzliche Klimavorgaben könnten Benzin und Diesel ab Januar 2027 um bis zu 40 Cent pro Liter teurer werden.

Auf einen Blick:

  • Spritpreise könnten um bis zu 40 Cent steigen
  • Tankrabatt endet am 31. Dezember 2026
  • Klimavorgaben verteuern Benzin und Diesel
  • Tankstellen rechnen mit Hamsterkäufen
  • Verband kritisiert geplanten Spritpreisdeckel
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Tankrabatt endet: Weitere Kosten belasten die Spritpreise

Der am 1. Oktober 2026 eingeführte Tankrabatt läuft zum 31. Dezember aus. Dadurch steigt die Energiesteuer nach Angaben von Carsten Müller, dem Vorsitzenden des Bundesverbands freier Tankstellen (BFT), um 17 Cent pro Liter. Hinzu kommt die steigende Treibhausgasminderungsquote, die Kraftstoffanbieter zur Reduzierung ihrer Emissionen verpflichtet und weitere sieben bis zehn Cent pro Liter kosten könnte. Insgesamt ergibt sich damit zunächst ein möglicher Preisanstieg von 24 bis 27 Cent. Durch zusätzliche Preisanpassungen an den Tankstellen hält Müller sogar Aufschläge von 35 bis 40 Cent für möglich. Bereits am letzten Tag des Tankrabatts rechnet der Verbandschef mit Hamsterkäufen und möglichen Engpässen an einzelnen Tankstellen. Trotz seiner grundsätzlichen Kritik an staatlichen Preisnachlässen hält er den aktuellen Tankrabatt angesichts der angespannten Marktlage für notwendig.

Der Ukraine-Krieg, der Konflikt an der Straße von Hormus und das Niedrigwasser im Rhein beeinflussen weiterhin die Kraftstoffversorgung und die Preise. Obwohl die Nachfrage in seinem Tankstellennetz gegenüber der Zeit vor dem Iran-Krieg um rund sechs Prozent zurückgegangen sei, führe dies nicht zu entsprechenden Preissenkungen. Viele Verbraucher würden bewusster fahren oder das Auto häufiger stehen lassen. Die ab Januar geplante Begrenzung der Gewinnmargen lehnt Müller hingegen ab. Regionale Unterschiede bei den Einkaufskosten könnten durch einen bundesweiten Preisdeckel nicht ausreichend berücksichtigt werden. In Köln müsse er Diesel sechs Cent und Benzin 15 Cent pro Liter teurer einkaufen als Wettbewerber in günstigeren Regionen. Allein die Transportkosten über den Rhein seien auf sechs bis sieben Cent pro Liter gestiegen. Während der Transport einer Tonne Kraftstoff von Amsterdam nach Köln zu Jahresbeginn etwa 15 Euro gekostet habe, seien es inzwischen 110 Euro. Ein einheitlicher Preisdeckel könnte deshalb insbesondere Tankstellen in Regionen mit hohen Transportkosten wirtschaftlich gefährden. Vorwürfe überhöhter Gewinne weist Müller zurück.

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