03.11.2026 | Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will sogenannte Handy-Blitzer bundesweit einführen. Bislang sind die Kameras, die Handynutzung am Steuer erkennen, nur in Rheinland-Pfalz im Einsatz.
Handy am Steuer im Visier
Blitzer sollen bundesweit kommen
Auf einen Blick:
- Handy-Blitzer bundesweit geplant
- Bisher nur in Rheinland-Pfalz
- Kameras erkennen Handynutzung
- Gesetzesänderung erforderlich
- Bußgelder ab 100 Euro
Neue Technik soll Verkehrssicherheit erhöhen
Mit den sogenannten Monocams will Bilger Ablenkung im Straßenverkehr reduzieren und Verstöße konsequenter ahnden. Laut dem Verkehrsminister ereignen sich jährlich mehr als 1.000 Unfälle, bei denen die Nutzung elektronischer Geräte am Steuer eine Rolle spielt.
Für die bundesweite Einführung ist allerdings eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes erforderlich. Auch die Bundesländer unterstützen die Prüfung einer entsprechenden Regelung. Bilger verweist dabei auf die positiven Erfahrungen mit den Kameras in Rheinland-Pfalz.
So funktionieren die Handy-Blitzer
Die Monocams werden beispielsweise auf Autobahnbrücken installiert und fotografieren durch die Windschutzscheibe ins Fahrzeuginnere. Das System erkennt Mobiltelefone im Bereich des Fahrers und prüft dessen Handhaltung. Bei einem Verdacht wird eine Aufnahme ausgelöst, die anschließend von geschulten Polizeibeamten kontrolliert wird.
Wer unerlaubt ein Handy am Steuer nutzt, muss laut ADAC mit mindestens 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Bei einer Gefährdung oder einem Unfall drohen bis zu 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Telefonate über Freisprechanlagen oder Bluetooth-Headsets bleiben erlaubt.
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